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Das Portal aus Niedersachsen für Gleichberechtigung, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte

Bundesregierung verstärkt Kampf gegen Menschenhandel

Die Bundesregierung verstärkt den Kampf gegen den internationalen Menschenhandel in Deutschland: Die unabhängige Berichterstattungsstelle zu Menschenhandel hat im November ihre Arbeit am Deutschen Institut für Menschenrechte (DIMR) aufgenommen. Aufgabe der Berichterstattungsstelle ist es, durch das Sammeln und Auswerten von Daten zu einer effektiven Umsetzung internationaler Vorgaben beizutragen. Zudem soll die Stelle die bestehenden Maßnahmen gegen Menschenhandel in Deutschland evaluieren und Handlungsempfehlungen erstellen. Jedes Jahr wird die Berichterstattungsstelle Schwerpunktthemen untersuchen und alle zwei Jahre die Ergebnisse ihrer Arbeit veröffentlichen.

Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Lisa Paus:„Menschenhandel und Ausbeutung gibt es überall auf der Welt und auch in Deutschland. Im Kampf gegen diese Verbrechen stellt die Einrichtung der unabhängigen Berichterstattungsstelle einen Meilenstein dar. Wenn wir Menschenhandel wirksam zurückdrängen wollen, brauchen wir aussagekräftige Daten, vertiefte Informationen und fundierte Handlungsempfehlungen. Auf dieser Grundlage können wir entscheiden, welche Maßnahmen im Kampf gegen Menschenhandel zukünftig den meisten Erfolg versprechen.“

Die Direktorin des DIMR, Prof. Dr. Beate Rudolf:„Menschenhandel zu bekämpfen sowie Ausbeutung verhindern: dazu verpflichtet die Menschenhandelskonvention des Europarates. Die Berichterstattungsstelle zu Menschenhandel wird Mängel sowie Fortschritte bei der Umsetzung der Konvention in den Blick nehmen und Politik und Verwaltung beraten: beim Aufbau eigener Datenerhebungssysteme, bei der Anpassung der Gesetzeslage und auch bei der Rechtsanwendung. Zentrales Ziel ist es, für Betroffene den Zugang zu Schutz und Unterstützung zu verbessern und künftige Menschenrechtsverletzungen zu verhindern.“

Die Berichterstattungsstelle befasst sich in Anlehnung an das Übereinkommen des Europarates zur Bekämpfung des Menschenhandels mit allen Formen des Menschenhandels, sei es zur sexuellen Ausbeutung, Arbeitsausbeutung, Ausnutzung strafbarer Handlungen, Organhandel, Bettelei und Kinderhandel.

Die Arbeit der Berichterstattungsstelle wird zunächst für einen Zeitraum von vier Jahren aus Mitteln des BMFSFJ finanziert. Die Bundesregierung strebt eine gesetzliche Verankerung der Berichterstattungsstelle an.

Bekämpfung des Menschenhandels in der 20. Legislaturperiode:

In Deutschland ist die Bekämpfung von Menschenhandel gemeinsame Aufgabe von Bund und Ländern, die in enger Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft umgesetzt wird. Der Koalitionsvertrags sieht neben der Errichtung einer unabhängigen Monitoringstelle (Berichterstattungsstelle) auch die Intensivierung und ressortübergreifende Koordinierung der Bekämpfung des Menschenhandels sowie die Erstellung eines Nationalen Aktionsplanes zur Bekämpfung des Menschenhandels vor. Der Aktionsplan soll sich mit allen Formen des Menschenhandels befassen. Die beteiligten Bundesministerien planen und stimmen die hierfür erforderlichen Schritte derzeit ab.

Quelle: Pressemitteilung des Bundesfamilienministeriums (BMFSFJ) vom 18.11.2022

Wir brechen das Schweigen - Mitmachaktion zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen

Am 25. November ist der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen. Unter dem Motto "Wir brechen das Schweigen" lädt das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" zu einer Mitmachaktion ein. Gemeinsam soll ein bundesweit sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen gesetzt werden - lokal vor Ort ebenso wie digital über Social Media. Zur Verfügung stehen ein Aktionsfilter für Instragramm und Facebook, eine Fotogalerie für Selfies aus Sozialen Netzwerken, ein Aktionsmotiv zum Teilen, ein Aktionsleitfaden mit Ideen, um das Thema vor Ort im öffentlichen Raum präsent zu machen, sowie weitere kostenlose Materialien wie Buttons, Flyer, Aufkleber, Abreißzettel, Postkarten und eine Druckvorlage für Plakate. Schirmherrin der Aktion ist die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Lisa Paus. www.hilfetelefon.de

Margarete-Runtinger-Preis

Mit dem Margarete-Runtinger-Preis zeichnet die Stadt Regensburg Unternehmen in Stadt und Landkreis aus, die Chancengerechtigkeit von Frauen und Männern und Vereinbarkeit von Beruf und Familie in ihren Firmen umsetzen und weiterentwickeln, und insbesondere während der Corona-Pandemie für ihre Mitarbeitenden familienfreundliche, flexible Arbeitsbedingungen ermöglicht bzw. diese in ihren Organisationen auch nachhaltig etabliert haben. Bewerben können sich sowohl Kleinunternehmen als auch Mittlere Unternehmen und Großunternehmen. Bewerbungsschluss ist der 6. Dezember 2022. Die Sieger werden im Rahmen eines Festaktes im Frühjahr 2023 ausgezeichnet. www.vhs-regensburg.de/preis

KRIEG IN DER UKRAINE - FRAGEN UND ANTWORTEN

Hier haben wir Informationen für Sie zusammen gestellt.

Termine

Alle Termine >>>
30.11.2022 | Nachhaltigkeit und Gender?! Jetzt kommen die Kommunen ins Spiel
30.11.2022 | Grundlagen der Gleichstellungsarbeit | AUSGEBUCHT
13.12.2022 | Niedersächsisches Landesarbeitsforum "Aktive Vaterrolle": Väter und Armutsgefährdung
15.12.2022 | Lokale Ansätze zur Berücksichtigung häuslicher Gewalt bei der Regelung von Sorge und Umgang
11.01.2023 | Grundlagen der Gleichstellungsarbeit
14.02.2023 | One Billion Rising for Justice - Aktionstag für Gerechtigkeit

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Kalender 2022 'Kunst und Kultur' - Beruf: Dirigentinnen

Der Kalender von Gleichberechtigung und Vernetzung e.V. 2022 hat Frauen in Kunst und Kultur zum Thema gemacht: Ein weiblicher Bereich? Mitnichten. Wer verdient hier das große Geld? Wer entscheidet? Kunst und Kultur wirken auf Rollenbilder; durch die Inhalte und durch die Darstellung - Wer steht hinter der Kamera, vor dem Orchester? Hier unser Beitrag für den Monat November: "Beruf: Dirigentin". weiterlesen >>>

Stellenausschreibungen

Hier finden Sie aktuelle Stellenausschreibungen aus den Themenfeldern Gleichstellung und Frauenpolitik:

Landesfrauenrat Niedersachsen: Geschäftsführung

Der Landesfrauenrat Niedersachsen sucht zum 01.04.2023 eine Geschäftsführerin/ einen Geschäftsführer. Die Vergütung der Stelle (30-40 Std./ Woche) erfolgt in Anlehnung an TV-L. Bewerbungsschluss: 30.11.2022. Weitere Informationen auf der Website des Landesfrauenrates Niedersachsen