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Deutscher Juristinnenbund begrüßt Bundestagsbeschluss zur Abschaffung von § 219a StGB

Der Deutsche Juristinnenbund e.V. (djb) begrüßt uneingeschränkt die heute im Deutschen Bundestag beschlossene Abschaffung des § 219a StGB, der Informationen zum Thema Schwangerschaftsabbruch unter Strafe stellte.

Der Verband setzte sich seit 2017 für die ersatzlose Streichung der Norm ein. In insgesamt sieben Stellungnahmen hat der djb die Abschaffung gefordert und Reformvorschläge im Bereich der reproduktiven Rechte angemahnt. Der Bundeskongress des djb im September 2017, wenige Wochen vor der ersten Gerichtsverhandlung im Verfahren gegen die Ärztin Kristina Hänel, fand zu diesem Thema statt und diskutierte die Notwendigkeit einer Abschaffung der Norm.

Die Präsidentin des djb, Prof. Dr. Maria Wersig, die auf der Tribüne des Bundestages die historische Debatte gemeinsam mit vielen Vertreter*innen der Zivilgesellschaft und betroffenen Ärztinnen und Ärzten verfolgt hat, kommentiert: „Die Streichung des § 219a StGB war lange überfällig. Ein breites Bündnis hat diese gesellschaftspolitische Diskussion vorangebracht und auch der djb hat mit seiner Expertise einen Beitrag zum heutigen Ergebnis geleistet. Dank gilt den betroffenen Ärztinnen und Ärzten, die sich gegen die Kriminalisierung gewehrt haben. Der Deutsche Juristinnenbund wird sich weiterhin engagiert in die rechtspolitische Diskussion über reproduktive Rechte einbringen, denn es gibt weiterhin viel zu tun. Ein Beispiel ist der in Deutschland noch nicht umgesetzte und im Koalitionsvertrag verankerte kostenlose Zugang zu Verhütungsmitteln, der zeitnah umgesetzt werden sollte und aktuellen Sparzwängen schon aus menschenrechtlichen Gründen nicht geopfert werden darf.“

Die Vorsitzende der Strafrechtskommission Dr. Leonie Steinl ergänzt: „Für eine vollständige Gewährleistung reproduktiver Selbstbestimmung und reproduktiver Gesundheit sind weitere Maßnahmen erforderlich. Insbesondere muss der Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen verbessert werden. Bestehende Barrieren müssen durch eine verbesserte Informations- und Versorgungslage abgebaut werden.“

Quelle: Pressemitteilung des Juristinnenbundes vom 24.6.2022, www.djb.de 

Erklärfilm | Täterarbeit bei Häuslicher Gewalt

Im Rahmen des dreijährigen Modellprojekts zur Umsetzung der Istanbul-Konvention in Niedersachsen (insbesondere im Hinblick auf Artikel 15 und 16 der Istanbul-Konvention), ist ein 2,5 minütiger Erklärfilm erarbeitet worden. In diesem Film wird erläutert, wo häusliche Gewalt beginnt und wie Täterarbeit wirkt, bzw. wie sie dem Täter* helfen kann sein* Verhalten nachhaltig zu ändern. www.taeterarbeit-niedersachsen.de

Ausschreibung Mentor:in des Jahres 2022

Zum fünften Mal würdigt die Deutsche Gesellschaft für Mentoring (DGM) besonders engagierte Mentor:innen mit dem Preis „Mentor:in des Jahres“. Vorschläge können bis zum 12.8.2022 eingereicht werden. Die öffentliche Verleihung des Preises findet am 26. September im Rahmen der Jahrestagung der DGM statt. Weitere Informationen auf der Webseite der DGM.

KRIEG IN DER UKRAINE - FRAGEN UND ANTWORTEN

Hier haben wir Informationen für Sie zusammen gestellt.

Termine

Alle Termine >>>
31.08.2022 | Fachtag HSBN 2022
14.09.2022 | Keine sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz
29.09.2022 | 21. Hessischer Unternehmerinnentag - Wirtschaftlicher Wandel: weiblich wirksam
30.11.2022 | Grundlagen der Gleichstellungsarbeit

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Kalender 2022 'Kunst und Kultur' - Kamerafrauen

Der Kalender von Gleichberechtigung und Vernetzung e.V. 2022 hat Frauen in Kunst und Kultur zum Thema gemacht: Ein weiblicher Bereich? Mitnichten. Wer verdient hier das große Geld? Wer entscheidet? Kunst und Kultur wirken auf Rollenbilder; durch die Inhalte und durch die Darstellung - Wer steht hinter der Kamera, vor dem Orchester? Hier unser Beitrag für den Monat August: "Kamerafrauen". weiterlesen >>>

Stellenausschreibungen

Hier finden Sie aktuelle Stellenausschreibungen aus den Themenfeldern Gleichstellung und Frauenpolitik:

Landkreis Cloppenburg: Gleichstellungsbeauftragte

Der Landkreis Cloppenburg sucht zum 01.09.2022 eine Gleichstellungsbeauftragte. Die Vergütung der Vollzeit- (39 Std./Woche) oder Teilzeitstelle (mind. 30 Std./Woche) erfolgt nach EG 11 TVöD. Bewerbungsschluss: 14.08.2022. Weitere Informationen auf der Website des Landkreises Cloppenburg

Landkreis Zwickau: Sachbearbeitung Chancengleichheit

Das Landratsamt Zwickau sucht zum 01. Oktober 2022 eine Sachbearbeiterin/ einen Sachbearbeiter Chancengleichheit. Die Vergütung der befristeten Vollzeitstelle erfolgt nach Entgeltgruppe 9a TVöD-VKA. Bewerbungsschluss: 14.08.2022. Weitere Informationen auf der Website des Landkreises Zwickau

Samtgemeinde Papenteich: Gleichstellungsbeauftragte

Bei der Samtgemeinde Papenteich ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt die Stelle der Gleichstellungsbeauftragten zu besetzen. Die Vergütung der unbefristeten Stelle mit drei Viertel der regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit erfolgt nach Entgeltgruppe 11 TVöD. Bewerbungsschluss: 25.08.2022. Weitere Informationen auf der Website der Samtgemeinde Papenteich