Das Portal aus Niedersachsen für Gleichberechtigung, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte

Aktuelles Thema

25. November | Internationaler Tag 'NEIN zu Gewalt an Frauen'

Warum wurde gerade der 25. November der Tag "Nein zur Gewalt an Frauen"? An diesem Tag ließ im Jahr 1960 der Diktator der Dominikanischen Republik Trujillo die drei Schwestern Patria, Minerva und Maria Teresa Mirabal ermorden. Sie hatten es gewagt, sich für politische Freiheit im Lande einzusetzen, waren häufig inhaftiert und verhört, aber auf Druck der Kirche doch wieder freigelassen worden, bis sie schließlich zu Widerstandskämpferinnen im Untergrund wurden.Weiterlesen >>>

Online Ausstellung | Medien und Feminismus – Ein komplexes Zusammenspiel

Am 23. November öffnet die erste digitale Ausstellung des Deutschen Historischen Instituts London. Sie zeigt, wie Feministinnen die Medien im 20. Jahrhundert genutzt haben, um Frauenrechte zu stärken und Geschlechterstereotype anzufechten. Die Ausstellung "Forms, Voices, Networks: Feminism and the Media" konzentriert sich auf das Zusammenspiel von Feminismus und Medien in Großbritannien, Deutschland und Indien. Durch mosaikförmig angelegte Fallbeispiele lenkt sie die Aufmerksamkeit der Besucherinnen und Besucher dabei auf wenig bekannte und bisher ungehörte Stimmen. Die digitale Ausstellung wird durch verschiedene online Veranstaltungen begleitet. Die erste Veranstaltung "The Politics of Photography: Feminist Activisms in India and Britain" untersucht den Einsatz von Fotografie als Instrument feministischen Protests. www.ghil.ac.uk/events/exhibitions-and-special-events/forms-voices-networks

Neue Studie untersucht, wie Corona-Hilfspakete für Frauen und Männer wirken

Die Bundesregierung hat in der Corona-Krise zahlreiche Arbeitsplätze und Unternehmen sowie gesamtwirtschaftliche Kaufkraft in Deutschland gesichert. Viele Hilfen haben aber kaum die bestehenden Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern berücksichtigt, beispielsweise auf dem Arbeitsmarkt sowie im Steuer- und Sozialsystem. Eine von der Hans-Böckler-Stiftung vorgelegte Studie hat daher untersucht ob mit der Umsetzung der Hilfspakete zugleich Schieflagen in der Gleichstellung von Frauen und Männern noch weiter vergrößert werden. So zeigt die Analyse des zu erwartenden Nutzen durch die Maßnahmen: 38 Prozent der 108 untersuchten Maßnahmen dürften Männern eher nutzen als Frauen, für 21 Prozent ist der absehbare Nutzen für Frauen größer einzuschätzen als für Männer. Bei rund 41 Prozent ist der Nutzen für beide Geschlechter gleich groß einzuschätzen. Weitere Ergebnisse der Studie finden Sie auf der Website der Hans-Böckler-Stiftung.

Rechercheprojekt über Femizide in Deutschland mit Margherita-von-Brentano-Preis ausgezeichnet

Das Recherche- und Datenbankprojekt "Feminizidmap" ist mit dem Margherita-von-Brentano-Preis 2021 der Freien Universität Berlin ausgezeichnet worde. Initiiert und getragen wird das Projekt von Studierenden, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Aktivistinnen und Aktivisten, die seit 2019 Tötungsdelikte an Frauen und Mädchen aufgrund ihres Geschlechts dokumentieren. Zur Begründung ihrer Entscheidung betonte die Jury, dass alle an der Initiative Beteiligten mit der Dokumentation von Femiziden eine bedeutsame "Pionierarbeit" leisteten – das Thema sei erst in jüngster Zeit in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt worden. https://feminizidmap.org

Mitmachaktion 2021 | Wir brechen das Schweigen – zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen

Mitmachaktion_Hilfetelefon_Aktionsmotiv2021_ShareableAm 25. November ist der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen. Das bundesweite Hilfetelefon ruft daher zu einer Mitmachaktion auf. Denn Gewalt gegen Frauen wird oft bagatellisiert oder ignoriert. Frauen wird häufig die Schuld gegeben, wenn sie Gewalt erfahren. Die Folge: Betroffene sprechen aus Scham und Angst nicht über das Erlebte. Hier setzt die Aktion an. Mit der Mitmachaktion "Wir brechen das Schweigen" soll ein Zeichen gesetzt werden. Zur Mitmachaktion gibt es einen Aktionsleitfaden, Bildmaterial für soziale Netzwerke uvm. Hier geht es zur Website des Hilfetelefons #schweigenbrechen

Gemeinsam gegen Sexismus und sexuelle Belästigung

Am 26. Oktober wird Bundesfrauenministerin Christine Lambrecht die Erklärung "Gemeinsam gegen Sexismus und sexuelle Belästigung" in Berlin unterzeichnen. Die Unterzeichnung kann per Livestream ab 14:30 Uhr auf der Website des Bundesfamilienministeriums www.bmfsfj.de verfolgt werden. Die Erklärung wird weiterhin u.a. von Burkhard Jung, Präsident des Deutschen Städtetages und Christina Ramb, Mitglied der Hauptgeschäftsführung der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände unterzeichnet. Ziel ist es, ein breites Bündnis gegen sexuelle Belästigung und Sexismus zu bilden.

Neuer Bericht | Frauen in Führungspositionen

Die Bundesregierung hat die "Fünfte Jährliche Information der Bundesregierung über die Entwicklung des Frauen- und Männeranteils an Führungsebenen und in Gremien der Privatwirtschaft und des öffentlichen Dienstes" beschlossen. Die Ergebnisse im Überblick: Der Frauenanteil in den Aufsichtsräten der Privatwirtschaft ist gestiegen. In den Vorständen deutscher Unternehmen waren Frauen auch im Geschäftsjahr 2018 stark unterrepräsentiert. Es sind neue gesetzliche Regelungen für eine Frauenquote in Vorständen in Kraft getreten. Der Frauenanteil im öffentlichen Dienst entwickelt sich positiv, dennoch sind Frauen in Führungspositionen in der Bundesverwaltung weiterhin unterrepräsentiert. Für die Gremienbesetzung gelten für den Bund durch das Bundesgremienbesetzungsgesetz strengere Regeln als für die Privatwirtschaft. In den Gremien mit vom Bund bestimmten Mitgliedern hat sich der Frauenanteil weiter positiv entwickelt. Den Bericht finden Sie als pdf-Datei auf der Website des Bundesfamilienministeriums.

Väterreport 2021 | Wunsch und Wirklichkeit der partnerschaftlichen Vereinbarkeit

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) hat den "Väterreport. Update 2021" veröffentlicht. Der Väterreport beschreibt regelmäßig auf Basis amtlicher Statistiken, wissenschaftlicher Studien und repräsentativer Bevölkerungsbefragungen die Lebenslagen von Vätern in Deutschland. Ein eigenständiges Kapitel thematisiert die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf Beruf und Familie.Weiterlesen >>>

Welt-Mädchentag

Zum Welt-Mädchentag der Vereinten Nationen am 11. Oktober legt die Kinderrechtsorganisation Plan International in diesem Jahr einen besonderen Fokus auf das Thema "Falschinformationen im Netz" und deren spezielle Auswirkungen auf Mädchen und junge Frauen. Es werden in Deutschland verschiedene Aktivitäten dazu durchgeführt.Weiterlesen >>>

Frauen im Bundestag

Die Sitze im 20. Deutschen Bundestag nach Geschlecht verteilen sich wie folgt: von 735 Sitzen sind 480 mit Männern (65,31 Prozent) und 255 mit Frauen (34,69 Prozent) besetzt. Damit steigt der Anteil geringfügig im Vergleich zu 2017 (31 Prozent). Bei den Direktmandaten sind Frauen unterrepräsentiert, sie erlangen ein Mandat eher über die Liste. Frauen sind bei Grünen (58 Prozent), Linken (54 Prozent) und SPD (42 Prozent) mit höheren Anteilen vertreten als bei den anderen Parteien. Der Frauenanteil liegt bei CDU (24 Prozent), CSU (22 Prozent) FDP (24 Prozent) und AfD (13 Prozent) deutlich niedriger. Weitere Informationen auch zur langfristigen Verteilung der Mandate nach Geschlecht finden Sie auf der Website der Bundeszentrale für politische Bildung, www.bpb.de/nachschlagen/zahlen-und-fakten/bundestagswahlen/341095/gewaehlte-abgeordnete.

Frau. Macht. Wirtschaft - Niedersachsen wirbt für mehr Gleichstellung in Führungspositionen

Geht es um Frauen in Führungspositionen, bewegt sich in den letzten Jahren einiges. Noch ist viel Potential vorhanden, das es zu heben gilt. Was es dafür braucht und wie mehr Diversität in Führungsetagen gelingen kann, diskutierten auf Einladung des Niedersächsischen Sozialministeriums und des Wirtschaftsministeriums in Hannover etwa 100 Gäste unter dem Motto "Frau. Macht. Wirtschaft" mit hochkarätigen Expertinnen und Experten.Weiterlesen >>>

UN-Frauenrechtskonvention (CEDAW) – Juristinnenbund sieht Umsetzungslücken

Der Deutsche Juristinnenbund e.V. (djb) hat in einer Stellungnahme zum neunten Staatenbericht zur UN-Frauenrechtskonvention der Bundesrepublik Deutschland die von der Bundesregierung ergriffenen Maßnahmen zur Gleichstellung deutlich kritisiert. "Im Ergebnis hat die Bundesregierung in ihrem Bericht viele Fragen des Ausschusses unzureichend beantwortet", fasst die Präsidentin des djb Prof. Dr. Maria Wersig zusammen. "Die Stellungnahme des djb macht auf signifikante Umsetzungslücken von CEDAW in Deutschland aufmerksam. Es wird deutlich, dass die Bundesregierung gerade in den Bereichen keine ausreichenden Maßnahmen getroffen hat, die bereits in den vorherigen Staatenberichtsverfahren durch den Ausschuss kritisiert worden waren. Ein Beispiel ist die Gewährleistung des Zugangs zu sichereren und legalen Schwangerschaftsabbrüchen. Wir erwarten im Hinblick auf die anstehende Bundestagswahl und die neue Regierungsbildung, dass der Umsetzung der Konvention, der Gleichberechtigung von Frauen und ihren Menschenrechten Priorität eingeräumt werden.Weiterlesen >>>

Orange Day in Hannover | Abschlussveranstaltung vor dem Landtag

Unter dem Motto "Orange the World" machen Organisationen weltweit am 25. November darauf aufmerksam, dass global betrachtet jede dritte Frau im Laufe ihres Lebens von physischer, psychischer und/oder sexueller Gewalt betroffen ist – vor allem in der eigenen Partnerschaft. Mit verschiedenen Aktionen wollen die Initiierenden – in Hannover sind es die Clubs von Soroptimist International und Zonta International – zu einer Enttabuisierung des Themas beitragen. Jährlich erstrahlen zum Thementag Gebäude auf der ganzen Welt in Orange. So auch in diesem Jahr das Landtagsgebäude und das gegenüberliegende Sozialministerium in Hannover. Die Abschlussveranstaltung des Orange Day Hannover 2021 findet am 25.11. direkt vor dem Landtagsgebäude auf dem Hannah-Arendt-Platz um 19:15 Uhr statt. Landtagspräsidentin Dr. Gabriele Andretta wird als Schirmfrau ein Grußwort sprechen. Auch Daniela Behrens, Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, wird sich an das Publikum wenden.

Fahne und Roll-up Banner zum 'Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen'

Fahne-gegen-Gewalt
Gemeinsam mit UN-Women hat Gleichberechtigung und Vernetzung e.V. eine Fahne konzipiert, mit der Kommunen und Organisationen auf den Anti-Gewalt-Tag und die weltweiten und lokalen Aktivitäten an diesem Tag und innerhalb der 16-Tage-Kampagne aufmerksam machen können. Neben der Fahne steht auch ein Roll-Up-Banner zur Verfügung, das bei Veranstaltungen eingesetzt werden kann. Sowohl in die Fahne als auch in das Banner kann auf Wunsch das eigene Logo eingedruckt werden. weiterlesen >>>

Termine Alle Termine >>>

November 2021

25.11.–10.12.2021 | 16-Tage-Kampagne 'Gegen Gewalt an Frauen', Landkreis Harburg

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Kalender 2021 | Zwölf von uns - Birgit Schweikert

11_Kalenderblatt-November_2021
Der Kalender von Gleichberechtigung und Vernetzung e.V. 2021 stellt zwölf Frauen vor, die sich besonders einsetzen, um unsere Welt gerechter zu machen. Hier unser Beitrag für den Monat November: Birgit Schweikert leitet seit 2002 das Referat "Schutz von Frauen gegen Gewalt" im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und übernahm 2014 die Leitung einer Unterabteilung der Gleichstellungsabteilung. weiterlesen >>>

Weitere Informationen

Kalender 2022 'Kunst und Kultur'

Kalender-GuV-2022
Der Kalender 2022 von Gleichberechtigung und Vernetzung hat das Thema "Frauen in Kunst und Kultur": Ein weiblicher Bereich? Mitnichten. Wer verdient hier das große Geld? Wer entscheidet? Kunst und Kultur wirkt auf Rollenbilder; durch die Inhalte und durch die Darstellung, aber auch durch Protagonistinnen und Protagonisten: Wer steht hinter der Kamera, vor dem Orchester? Aber die gute Nachricht ist: Frauen holen auf! Alle Informationen zum Kalender und zur Bestellung finden Sie hier: weiterlesen >>>

Stellenausschreibungen

Hier finden Sie aktuelle Stellenausschreibungen aus den Themenfeldern Gleichstellung und Frauenpolitik:

Stadt Wermelskirchen: Gleichstellungsbeauftragte

Bei der Stadt Wermelskirchen ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt die Stelle der Gleichstellungsbeauftragten zu besetzen. Die Vergütung der unbefristeten Teilzeitstelle erfolgt nach Entgeltgruppe 10 TVöD. Bewerbungsschluss: 30.11.2021. Weitere Informationen auf der Website der Stadt Wermelskirchen

Stadt Stade: Gleichstellungsbeauftragte

Die Stadt Stade sucht zum 1. März 2022 eine Gleichstellungsbeauftragte. Die Vergütung der Teilzeitstelle (19,5 Std./Woche) erfolgt nach Entgeltgruppe 11 TVöD. Bewerbungsschluss: 15.12.2021. Weitere Informationen auf der Website der Stadt Stade

Gemeinde Blankenfelde-Mahlow: Gleichstellungsbeauftragte/r

Die Gemeinde Blankenfelde-Mahlow besetzt zum 01.03.2022 die Stelle der Gleichstellungsbeauftragten. Die Vergütung der unbefristeten Teilzeitstelle erfolg nach Entgeltgruppe 11 TVöD. Bewerbungsschluss:  31.12.2021. Weitere Informationen auf der Website der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow