Das Portal aus Niedersachsen für Gleichberechtigung, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte

Aktuelles für Gleichstellungsbeauftragte zum Coronavirus

An dieser Stelle sammeln wir aktuelle Informationen und Hinweise zur Corona-Pandemie für Gleichstellungsbeauftragte. In erster Linie geht es dabei um Hilfen bei Häuslicher Gewalt, Angebote von Frauenhäusern und Beratungsstellen. Aber auch Fragen zur finanziellen Situation von Frauen, insbesondere Alleinerziehende. Die derzeit besonders sichtbare Systemrelevanz der Care-Berufe versuchen wir hier für Sie darzustellen. Falls Sie eigene Mitteilungen oder Hinweise haben, die für Kolleginnen hilfreich sein könnten, melden Sie sich gern bei uns. Am besten per Mail an Silke Gardlo, gardlo@guv-ev.de.

Kinderkrankengeld wird ausgeweitet

Der Bundestag hat den Weg für die Ausweitung und Verdopplung der Kinderkrankentage frei gemacht. Das Bundeskabinett hatte eine Vorlage für ein Gesetz der Regierungsfraktionen beschlossen, um den Anspruch auf Kinderkrankentage für berufstätige Eltern in der Corona-Krise zu verdoppeln und auszuweiten. Damit soll das Kinderkrankengeld im Jahr 2021 pro Elternteil von zehn auf 20 Tage pro Kind, für Alleinerziehende von 20 auf 40 Tage pro Kind verdoppelt werden.Weiterlesen >>>

In 3,2 Millionen Familien mit jüngeren Kindern sind beide Elternteile erwerbstätig

Mit der Verlängerung des Lockdowns in Deutschland bleibt auch der Regelbetrieb in Schulen und Kitas in den meisten Bundesländern ausgesetzt. Berufstätige Eltern müssen Arbeit und Kinderbetreuung unter einen Hut bekommen – vor allem für Eltern jüngerer Kinder und Alleinerziehende eine enorme Herausforderung. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, gab es 2019 rund 5 Millionen Paarfamilien mit Kindern unter elf Jahren in Deutschland, in denen mindestens ein Elternteil berufstätig war. In knapp 3,2 Millionen Familien mit jüngeren Kindern waren beide Elternteile erwerbstätig – das entspricht gut zwei Dritteln aller Paarfamilien mit Kindern unter elf Jahren (68 %). 90% der erwerbstätigen Alleinerziehenden mit jüngeren Kindern waren Frauen. Für Alleinerziehende ist der Spagat zwischen Arbeit und Kinderbetreuung besonders schwierig. 1,1 Millionen Kinder im Kita- und Grundschulalter lebten zuletzt bei einem Elternteil.Weiterlesen >>>

Kinderbetreuung in Corona-Zeiten

Die Schließung von Kitas und Schulen während der ersten Monate der COVID-19-Pandemie hat Eltern vor besondere Herausforderungen bei der Vereinbarkeit von beruflichem Alltag und Kinderbetreuung gestellt. Von wem wurden Schul- und Kitakinder während dieser Zeit betreut? Und wie hat der berufliche Alltag von erwerbstätigen Müttern und Vätern die Kinderbetreuung beeinflusst? Diese Fragen wurden in einer Zusatzerhebung des Nationalen Bildungspanels (NEPS) am Leibniz Institut für Bildungsverläufe (LIfBi) untersucht.Weiterlesen >>>

Unternehmen werden in Corona-Krise familienbewusster

Als im Frühjahr 2020 alle Schulen und Kitas geschlossen waren, merkten die Unternehmen, wie wichtig die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist. Prognos befragte Unternehmen und Eltern im Auftrag des Bundesfamilienministeriums und präsentiert die Ergebnisse.Weiterlesen >>>

Sachsen | Zuschuss für freie Träger in den Bereichen Gleichstellung, Antidiskriminierung und Gewaltschutz

Das Sächsische Staatsministeriums der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung gewährt Zuwendungen an soziale Organisationen zur Bewältigung finanzieller Notlagen infolge der COVID-19-Pandemie. Freie Trägerorganisationen mit dem Ziel der Förderung der Chancengleichheit und der Bekämpfung geschlechtsbezogener Gewalt können dadurch eine einmalige Zuwendung von bis zu 9.000 Euro erhalten, die nicht zurückgezahlt werden muss. Insgesamt stellt das Gleichstellungsministerium dafür 455.000 Euro aus dem Corona-Bewältigungsfonds zur Verfügung. Das Ministerium geht von ca. 65 gemeinnützigen Organisationen mit Sitz bzw. Tätigkeit im Freistaat Sachsen aus, die infolge der pandemiebedingten wirtschaftlichen Belastungen in ihrer Existenz bedroht und daher antragsberechtigt sein können. Anträge auf Gewährung der Soforthilfe können bis zum 31. Oktober 2020 an die Landesdirektion Sachsen gestellt werden.

IAB | Frauen wechselten häufiger ins Homeoffice

Die Hälfte der Beschäftigten, die in privatwirtschaftlichen Betrieben mit mehr als 50 Beschäftigten tätig sind, und beruflich digitale Informations- und Kommunikationstechnologien nutzen, arbeitete im April oder Mai 2020 zumindest zeitweise im Homeoffice. Dabei wechselten Frauen häufiger ins Homeoffice als Männer. Dies geht aus einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor.Weiterlesen >>>

GFMK | Chancen der Corona-Krise nutzen – Geschlechtergerechtigkeit umsetzen

Konferenz der Gleichstellungs- und Frauenministerinnen und -minister der Länder sieht drängenden gleichstellungspolitischen Handlungsbedarf bei der Bewältigung der Corona-Krise.
Die Gleichstellungs- und Frauenministerinnenkonferenz (GFMK) ist am 25. Juni im Rahmen einer Video-/Telefon-Konferenz zu ihren Beratungen zusammengekommen. Im Mittelpunkt der Konferenz standen aus aktuellem Anlass das Schwerpunktthema "Geschlechtergerechtigkeit in der Corona-Krise" sowie das Thema "Digitaler Wandel". An der Konferenz nahmen die Gleichstellungs- und Frauenministerinnen, -minister, -senatorinnen und -senatoren der Länder sowie die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Franziska Giffey teil. Das Saarland hat für das Jahr 2020 turnusgemäß den Vorsitz der Konferenz inne.Weiterlesen >>>

Auswirkungen von Corona auf die Lage der Frauen - Positionspapier der Gleichstellungsbeauftragten der Region Hannover

Frauen sind von der Corona-Krise besonders stark betroffen. Sie tragen die Hauptlast der Krise, die Folgen der Maßnahmen treffen sie ungleich gravierender als Männer. Ihre Interessen werden hingegen in der Dynamik der politischen Entscheidungen zu wenig berücksichtigt. In einem Positionspapier führt die Gleichstellungsbeauftragte der Region Hannover mit anderen Gleichstellungsbeauftragten aus der Region aus, welche Auswirkungen die Corona Krise auf Frauen hat, und welche gleichstellungpolitischen Themen dringend von den verschiedenen politischen Ebenen bearbeitet werden müssen. Die Gleichstellungsbeauftragten fordern darin auch von den Kommunen, dazu beizutragen, die aktuelle Lage der Frauen zu verbessern. "Die Problemlagen verschärfen sich genau in den Handlungsfeldern, die auch schon vor der Krise im Fokus unsere Gleichstellungsbemühungen standen," sagt Petra Mundt, Gleichstellungsbeauftragte der Region Hannover. Das Positionspapier steht auf der Website Hannover.de zum Download bereit.

Die Corona-Krise trifft Frauen doppelt

Weniger Erwerbseinkommen und mehr Sorgearbeit.
Eine aktuelle Studie des WSI beschreibt die Situation von Frauen in Deutschland während der Pandemie. Die Forscherinnen haben empirisch untersucht, inwiefern und in welchem Ausmaß Frauen von den Auswirkungen der gegenwärtigen Krise betroffen sind. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Situation von Frauen auf dem Arbeitsmarkt und zum anderen auf ihrer Situation im Hinblick auf die Verteilung der familiären Sorgearbeit. Die Last der verminderten Erwerbstätigkeit einerseits und der vermehrten Kinderbetreuung andererseits trifft Frauen aber noch stärker als Männer, was vor allem auf lange Sicht verheerende Folgen haben kann.
Kohlrausch, Bettina; Zucco, Aline: Die Corona-Krise trifft Frauen doppelt, WSI Policy Brief, Düsseldorf, 14 Seiten. Die pdf-Datei steht auf der Website des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der Hans-Böckler-Stiftung zum Download bereit.

Corona - Familien am Limit

Die Corona-Krise hat durch den Lockdown unmittelbare Auswirkungen auf das Leben der 11,4 Millionen Familien in Deutschland. Die Schließung von Kindertageseinrichtungen und Schulen, die Notwendigkeit zum Homeoffice, die Kontaktsperre und die Sperrung von Spielplätzen und anderen öffentlichen Einrichtungen haben den Alltag von Familien tiefgreifend verändert. Diese Auswirkungen spiegeln sich deutlich in Familienblogs wider. Sie eröffnen in dieser ungewöhnlichen Situation einen differenzierten und zugleich unmittelbaren Zugang zu den Perspektiven und Erfahrungen von Eltern. Um einen Einblick in den Familienalltag in dieser Ausnahmesituation zu erhalten, wurden in einer empirischen Untersuchung Familienblogs analysiert.Weiterlesen >>>

AUFRUF | WANN, WENN NICHT JETZT!

Über 20 bundesweit tätige Organisationen und Verbände stellen Forderungen an die Bundesregierung und Arbeitgeber, die sich vor allem auf die Situation von Frauen bezieht.
"Corona hat das Leben in Deutschland und in der Welt grundlegend verändert. Deutlich wird, dass die wirtschaftlichen und sozialen Kosten Frauen wesentlich stärker treffen. Die Pandemie vergrößert alle gleichstellungs- und frauenpolitischen Probleme/Schieflagen, auf die wir bereits seit Jahrzehnten hinweisen. Angesichts der existenziellen Krise wird deutlich, wie lebensbedrohlich sich die über Jahre privatisierte und eingesparte öffentliche soziale Infrastruktur und die falschen Arbeitsbewertungen jetzt auf unseren Lebensalltag auswirken. Wann, wenn nicht jetzt werden unsere frauen- und gleichstellungspolitischen Forderungen anerkannt und umgesetzt? Wir erwarten von Politik, Arbeitgeber*innen und allen Verantwortungsträger*innen ein ebenso mutiges, sachbezogenes und schnelles Handeln wie jetzt in der Zeit von Corona." Den kompletten Aufruf finden Sie auf der Website der BAG, www.frauenbeauftragte.org

Das EQUAL CARE Manifest

EqualCareDay-Logo"Wir alle sind in unserem Lebensverlauf auf die fürsorgliche Zuwendung und Versorgung anderer angewiesen: Das gilt für Neugeborene ebenso wie für Kinder im Vor- und Grundschulalter, aber auch als junge Erwachsene, als Berufstätige, bei Krankheit oder Behinderung und schließlich als ältere Menschen profitieren wir im Alltag immer wieder von der Care-Arbeit anderer; Gesundheit, Wohlbefinden, Lebensqualität und gesellschaftliches Miteinander hängen davon ab." - So beginnt das Equal Care Manifest, das seit heute Unterstützung für die Forderungen sucht und unterzeichnet werden kann. Die Forderungen, die aufgrund der derzeitigen Corona-Pandemie stärker von der Öffentlichkeit wahrgenommen werden, sind gebündelt in den drei Themenfeldern Anerkennung und Wertschätzung, Faire Verteilung sowie Strukturelle Unterstützung und Rahmenbedingungen. Das Manifest sowie die Unterschriftenliste finden Sie unter https://equalcareday.de/manifest. Der Equal Care Day ist eine Initiative von klische*esc e.V.

Aus Corona lernen: Ungerechtigkeit zwischen den Geschlechtern abbauen

In der Corona-Krise drohen erhebliche Rückschritte in der Gleichstellung von Frauen und Männern. Denn die politischen Maßnahmen zum Umgang mit dem Virus vernachlässigen die Lebenswirklichkeiten von Frauen und Mädchen und setzen auf längst überholt geglaubte Geschlechterrollen. Damit unsere Gesellschaft aus dieser Krise gerechter und sensibilisierter hervorgeht, als sie hineingeraten ist, fordert der Deutsche Frauenrat tiefgreifende wirtschafts-, finanz- und sozialpolitische Veränderungen. Ziel ist ein gesellschaftlicher Paradigmenwechsel, der Menschen und nicht Märkte in den Mittelpunkt politischen Handelns stellt.Weiterlesen >>>

Erwerbsarbeit in Zeiten von Corona

Ein Forschungsteam des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) hat im März die Online-Umfrage corona-alltag.de gestartet um herauszufinden, welche Auswirkungen die Corona-Pandemie auf den Alltag der Menschen in Deutschland, auf ihre Erwerbsarbeit, ihr Familienleben und ihr subjektives Wohlbefinden hat. Erste Ergebnisse zu Veränderungen im Arbeitsleben und zu den Auswirkungen auf Familien liegen nun vor. In die Analyse gingen die Aussagen von rund 6.200 Personen im Alter von 18 bis 65 Jahren ein, die bis zum 5. April 2020 den Fragebogen der Online-Umfrage ausgefüllt haben.Weiterlesen >>>

Anpassungen beim Elterngeld

Das Bundesfamilienministerium hat einen Gesetzesentwurf für Anpassungen des Elterngelds in der Corona-Zeit vorgelegt. Die gesetzlichen Anpassungen sollen verhindern, dass Eltern aufgrund der Corona-Krise finanzielle Nachteile beim Elterngeld haben. Die Regelungen gelten - wenn Bundestag und Bundesrat zustimmen - rückwirkend ab 1. März 2020.Weiterlesen >>>

DIW | Lohn- und Prestigeniveau unverzichtbarer Berufe in Zeiten von Corona

Die große Mehrheit der Berufe, die in Zeiten der Corona-Pandemie als systemrelevant eingestuft werden, weist außerhalb von Krisenzeiten ein geringes gesellschaftliches Ansehen sowie eine unterdurchschnittliche Bezahlung auf. Darauf macht das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) aufmerksam und fordert, die Arbeitsbedingungen und Attraktivität dieser Berufe erheblich zu verbessern. Gleichzeitig könnte damit auch der Gender Pay Gap, also die Verdienstlücke zwischen Frauen und Männern, reduziert werden. Denn die große Mehrheit dieser Berufe wird von Frauen ausgeübt. Den Aufsatz finden Sie als pdf-Datei auf der Website des DIW.

Lohnfortzahlung bei Ausfall der Kinderbetreuung

Am 27. März 2020 hat der Bundestag das "Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite" beschlossen. Das Gesetz sieht schwerpunktmäßig Änderungen des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) vor, u.a. auch die Regelung über die Entschädigung nach § 56 IfSG. Die Neuerung regelt eine Lohnersatzzahlung bei Kita- und Schulschließung und gilt bis Ende 2020. Voraussetzung ist, dass Erziehungsberechtigte ihre Kinder nicht anderweitig betreuen können, etwa durch Ehepartnerin oder Ehepartner oder die Nachbarschaft.Weiterlesen >>>

Geschlechtergerecht durch die Corona-Krise | Empfehlungen des Juristinnenbundes

Der Deutsche Juristinnenbund e.V. (djb) spricht sich für eine demokratische Debatte über das weitere Vorgehen und die Berücksichtigung der Gender-Perspektive bei der Abwägung der gesellschaftlichen, sozialen und gesundheitspolitischen Wirkungen von Maßnahmen im Rahmen der Corona-Pandemie aus.Weiterlesen >>>

pro familia | Schwangerschaftsabbrüche müssen auch in Corona-Zeiten möglich sein

Eine ungewollte Schwangerschaft stellt Frauen in Corona-Zeiten vor große Probleme. Hürden wie die Wahrnehmung von Terminen unter Kontaktsperre oder fehlende Kinderbetreuung müssen genommen und die Pflichtberatung per Telefon oder Videochat absolviert werden. Der Beratungsschein kommt womöglich Tage später per Post und die Kostenübernahme kann sich aufgrund geschlossener Krankenkassen verzögern. Einen Ort zu finden, an dem der Schwangerschaftsabbruch dann stattfinden kann, ist noch schwieriger als sonst. Pro familia fordert daher, den Zugang zum Schwangerschaftsabbruch der Krise angepasst niedrigschwelliger zu ermöglichen und die Versorgung in allen Regionen in Deutschland gleichermaßen sicherzustellen. www.profamilia.de

Hannover | Schnelle Hilfe durch zusätzlichen Standort des Frauenhauses24

Landeshauptstadt und Region Hannover schaffen kurzfristig Schutzplätze für gewaltbetroffene Frauen und Kinder – Telefonnummer 0800 77 080 77

Die Fälle häuslicher Gewalt nehmen im Zusammenhang mit den notwendigen, verordneten Verhaltensmaßnahmen in Bezug auf die Corona-Virus-Pandemie erschreckend zu. Um gewaltbetroffenen Frauen und ihren Kindern in dieser Situation einen sicheren Rückzugsort anzubieten, haben Stadt und Region Hannover zusammen mit dem Verein Frauenhaus Hannover – Frauen helfen Frauen e.V., das auch das kürzlich eröffnete Frauenhaus24 betreibt, dreiundzwanzig zusätzliche Schutzplätze für gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder geschaffen. Diese stehen ab sofort zur Verfügung. Dieses Angebot wird durch die Stadt und die Region Hannover zu gleichen Teilen finanziert.Weiterlesen >>>

pro familia | Beratung per Telefon oder Online möglich

Wer Beratung benötigt, kann sich auch in dieser Zeit an pro familia wenden. Zu folgenden Themen ist eine telefonische oder Online Beratung möglich:

  • Schwangerschaft und Gesundheit
  • Sexualität und Partnerschaft
  • Verhütung
  • ungewollter Schwangerschaft
  • unerfüllter Kinderwunsch
  • sexuellen Missbrauch
  • sexualisierte Übergriffe oder häusliche Gewalt
  • finanzielle Sorgen und soziale Fragen im Zusammenhang mit Ihrer Schwangerschaft
  • Beziehungsprobleme, Liebeskummer oder Pubertätsstress

Auf der Website www.profamilia.de finden Sie Kontaktmöglichkeiten.

Corona | Survival-Kit für Männer unter Druck

In einer Krisensituation steigt das Risiko die Kontrolle zu verlieren. Mit dem "Survival-Kit" für Männer unter Druck ist eine konkrete 10-Schritte-Handlungsempfehlung veröffentlicht worden. Sie unterstützt betroffene Männer dabei, Stressmomente in der Corona-Krise zu bewältigen. Damit leistet die Handlungsempfehlung einen Beitrag zur Prävention häuslicher Gewalt. Neben den Erstinformationen sind auch Hinweise zu Beratungsstellen aufgeführt. Das Survival-Kit für Männer unter Druck geht hervor aus einer Initiative der Dachorganisationen für Jungen-, Männer- und Väterarbeit aus der Schweiz, Österreich und Deutschland, der Männer.ch, dem Dachverband Männerarbeit Österreich und dem Bundesforum Männer, in Zusammenarbeit mit der Fachstelle Agredis, dem männerbüro züri und der Fachstelle Gewalt Bern. Das Infoblatt ist auf der Website des Bundesforums Männer in verschiedenen Sprachen erhältlich.

Nummer gegen Kummer für überforderte Eltern und Kinder in Not

Die aktuellen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus sind für alle Eltern eine Herausforderung. Oft hilft schon, darüber zu sprechen. Eltern, die sich in der Situation überfordert oder in einer Erziehungsfrage hilflos fühlen, können sich an das Elterntelefon der Nummer gegen Kummer wenden. Für Kinder mit Sorgen gibt es das Kinder- und Jugendtelefon und eine Online-Beratung.Weiterlesen >>>

Notfall-KiZ: Eltern mit Verdienstausfällen können Anspruch auf Zusatzleistung prüfen

Die Ausbreitung des Coronavirus stellt viele Familien vor große organisatorische und finanzielle Probleme: Eltern müssen wegen Kita- und Schulschließungen die Betreuung ihrer Kinder selbst organisieren, können ihrer Arbeit nicht in vollem Umfang nachgehen, sind in Kurzarbeit oder haben wegen ausbleibender Aufträge gravierende Einkommenseinbußen. Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey startet deshalb einen Notfall-KiZ (Kinderzuschlag) für Familien mit kleinen Einkommen. Die Beantragung geht ganz einfach online unter www.notfall-kiz.de.

Mehrsprachige Informationen zum Coronavirus

Das Ethno-Medizinische Zentrum e.V. stellt im Rahmen des Gesundheitsprojekts MiMi auf seiner Website mehrsprachige Informationen zum Coronavirus zur Verfügung. Sie sind eine Hilfe für Beratungsstellen und Fachkräfte der Elternarbeit, die mit Eltern oder Familien mit Migrationshintergrund über den Schutz vor der Infektionskrankheit sprechen möchten. Die Informationen stehen in 15 Sprachen als pdf-Dateien zum Download zur Verfügung. www.mimi-bestellportal.de/corona-information

Niedersachsen | Beratung bei ungewollter Schwangerschaft, Gewalt oder Notlagen: Frauen werden nicht allein gelassen!

In Zeiten, in denen jeder Mensch sich möglichst zu Hause aufhalten soll und soziale Kontakte weitgehend eingeschränkt sind, steigt auch die Zahl der Krisen und Notlagen. "Isolation und zusätzliche Stressfaktoren wie Enge, finanzielle Nöte und Zukunftsängste können vermehrt zu Gewalteskalationen führen", betont die Niedersächsische Frauenministerin Dr. Carola Reimann. Weiter führt sie aus: "In solchen Ausnahmesituationen kann es leider passieren, dass schon bestehende psychische Gewalt und Unterdrückung in handgreifliche Gewalt ausufern." Sie appelliert auch an die Nachbarn im Umfeld: "Seien Sie bitte wachsam, hören Sie nicht einfach weg, greifen Sie zum Telefonhörer, rufen Sie die Polizei!"Weiterlesen >>>

Hilfetelefon 'Gewalt gegen Frauen' - unverzichtbar gerade auch in der aktuellen Corona-Krise

Ausgehbeschränkungen, Sorgen um die Gesundheit, Existenzängste und ein Familienleben dauerhaft auf engstem Raum: Angesichts der Corona-Krise befürchten Expertinnen und Experten eine Zunahme von Fällen häuslicher Gewalt. Umso wichtiger ist es, dass die Hilfestrukturen funktionieren - allen voran auch das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" (08000-116 016).Weiterlesen >>>

Telefonberatung bei Gewalt, Krisen und Notlagen: Männer und Frauen können sich auf Unterstützung durch Beratungsstellen verlassen

In Zeiten, in denen jeder Mensch sich möglichst in den eigenen vier Wänden aufhalten soll, steigt auch die Zahl an Krisen und Notlagen. Die Formen der Gewalt können vielfältig und ein dauerhafter Angriff auf die Selbstbestimmung von Frauen und Männern sein. Auch in Zeiten von Corona stehen in der Region Hannover - im Umland und im Gebiet der Stadt Hannover - Anlaufstellen zur Beratung bei Gewalt, Krisen und Notlagen zur Verfügung. Darauf weisen Petra Mundt, Gleichstellungsbeauftragte der Region Hannover, und Friederike Kämpfe, Gleichstellungsbeauftragte der Landeshauptstadt, hin: "Uns ist es wichtig zu betonen, dass die Hilfen für Frauen und Männer bei Gewalt, Krisen und Notlagen weiterbestehen. Diese Hilfen können übrigens nicht nur von den Betroffenen in Anspruch genommen werden, sondern auch von Außenstehenden, die sich Unterstützung und Hilfe wünschen." Informationen zu den Angeboten der Beratungsstellen sind unter folgendem Link zu finden: www.hannover.de/gleichstellung-region.

Weitere Informationen

Schwangerschaft und Geburt in Zeiten von Corona

Der Verein Mother Hood hat Empfehlungen und Informationen zum Thema Schwangerschaft und Geburt in Zeiten von Corona zusammengestellt. Sie finden diese auf der Website des Vereins.

Kompetenzzentrum Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes

Informationen für Kulturschaffende unter https://kreativ-bund.de/corona.

Aktions-Website

www.coronaelterngeld.org - Appell an die Bundesregierung.

Informationen für Frauenhäuser

Informationen für Frauenhäuser bietet die bundesweite Frauenhauskoordinierung an. Auch Beratungsstellen finden dort Informationen zum Umgang mit Häuslicher Gewalt in Zeiten der Corona-Pandemie. www.frauenhauskoordinierung.de/aktuelles

50 Jahre Schweizer Frauenstimmrecht

50-Jahre-Frauenstimmrecht
Am 7. Februar 2021 wird in der Schweiz das Jubiläum "50 Jahre Schweizer Frauenstimmrecht" begangen. Aus diesem Anlass wurde ein Sammelband mit dem Titel "50 Jahre Frauenstimmrecht. 25 Frauen über Demokratie, Macht und Gleichberechtigung" herausgegeben. Isabel Rohner und Irène Schäppi zeigen darin - unterstützt von namhaften Schweizer Frauen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kunst und Kultur - wie umkämpft die Frauenrechte in der Schweiz waren und immer noch sind, was bereits getan wurde und wo noch Handlungsbedarf besteht. Zum Buch | Mehr zum Schweizer Frauenstimmrecht

Neu vorgestellt

Vierter-Atlas-Gleichstellung-Niedersachsen
Das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung hat den 4. Atlas zur Gleichstellung von Frauen und Männern in Niedersachsen veröffentlicht. Ein erfreuliches Ergebnis: Der Anteil der Väterbeteiligung am Elterngeld stieg 2020 auf 38,4 Prozent. Der Bericht zeigt aber auch, dass nach wie vor statistisch nachweisbare Unterschiede in der Lebensrealität von Frauen und Männern bestehen. Die COVID-19-Pandemie des Jahres 2020 hat den Handlungsbedarf deutlich sichtbar werden lassen. weiterlesen >>>

Termine Alle Termine >>>

Januar 2021

26.1.2021 | Das Ziel bleibt Parität! mehrfrauenindieparlamente | Neujahrsempfang, online

26.1.2021 | Keine sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz. Handlungssicherheit in Beratung, Begleitung und Prävention, online

Februar 2021

3.2.2021 | Digitalisierung und Gleichstellung. Neue Chancen - alte Probleme, online

März 2021

12.3.2021 | Eröffnung frauenORT Marianne Fritzen, Lüchow

26.3.2021 | Eröffnung frauenORT Paula Modersohn-Becker, Worpswede

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Kalender 2021 | Zwölf von uns - Anne Jakob: Spitzensport

01_Kalenderblatt-Januar_2021
Der Kalender von Gleichberechtigung und Vernetzung e.V. 2021 stellt zwölf Frauen vor, die sich besonders einsetzen, um unsere Welt gerechter zu machen. Hier unser Beitrag für den Monat Januar: Anne Jakob war selbst Leichtathletin. Sie wuchs in der DDR auf und absolvierte ein Jurastudium. Danach arbeitete die Juristin als Assistentin des Generalsekretärs des Internationalen Sportgerichtshofs (CAS) in Lausanne. Sie engagierte sich für die Anerkennung der Fachanwaltschaft im Sportrecht. weiterlesen >>>