Das Portal aus Niedersachsen für Gleichberechtigung, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte

Equal Pay Day

EqualPayDayDer 'Equal Pay Day' markiert symbolisch den geschlechtsspezifischen Entgeltunterschied, der laut Statistischem Bundesamt aktuell 18 Prozent für das Jahr 2020 in Deutschland beträgt. Der Equal Pay Day 2022 findet am 7. März statt. Der Equal Pay Day wurde 2008 auf Initiative des Business and Professional Women (BPW) Germany e.V. erstmals in Deutschland durchgeführt. BPW ist eines der größten und ältesten Berufsnetzwerke für angestellte und selbständige Frauen. BPW Germany ist Teil des BPW International, der in rund 100 Ländern vertreten ist und Beraterstatus bei den Vereinten Nationen und beim Europarat genießt. Inzwischen findet der Equal Pay Day in über 20 europäischen Ländern statt. Entstanden ist der Tag für gleiche Bezahlung in den USA. Die amerikanischen Business and Professional Women schufen 1988 mit der Red Purse Campaign ein Sinnbild für die roten Zahlen in den Geldbörsen der Frauen. Diesen Gedanken griff der BPW Germany auf, sodass die roten Taschen bundesweit längst zum Symbol des Equal Pay Day wurden. (Quelle: www.equalpayday.de)

Gender Pay Gap 2020 | Frauen verdienten 18 % weniger als Männer

Frauen haben im Jahr 2020 in Deutschland 18 % weniger verdient als Männer. Der Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern - der unbereinigte Gender Pay Gap - war damit um einen Prozentpunkt geringer als 2019. Bei diesem Ergebnis ist zu beachten, dass Sondereffekte infolge der Kurzarbeit in der Corona-Krise die Veränderung des unbereinigten Gender Pay Gap beeinflusst haben können. Diese Zahlen hat das Statistische Bundesamt anlässlich des Equal Pay Day am 10. März 2021 anhand fortgeschriebener Ergebnisse der Verdienststrukturerhebung (VSE) mitgeteilt. Frauen verdienten im Jahr 2020 mit durchschnittlich 18,62 Euro brutto in der Stunde 4,16 Euro weniger als Männer (22,78 Euro). 2019 hatte die Differenz 4,28 Euro betragen. Nach wie vor fällt der unbereinigte Gender Pay Gap im Jahr 2020 in Ostdeutschland mit 6 % viel geringer aus als in Westdeutschland (20 %).

Gleichbehandlung der Geschlechter im Arbeitsleben prüfen

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes stellt betriebliche Prüfverfahren mit den Analyseinstrumentarien "Entgeltgleichheits-Check (eg-check.de)" oder "Gleichbehandlungs-Check (gb-check)" für interessierte Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber zur Verfügung. Mit beiden Analyseinstrumentarien kann die Chancengleichheit von Frauen und Männern im Arbeitsleben sowie die Entgeltgleichheit geprüft werden. Dadurch können Diskriminierungsrisiken identifiziert und Maßnahmen für mehr Chancengleichheit ergriffen werden. Bei der Prüfung mit den Analyseinstrumenten werden Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber von externen Expertinnen unterstützt und können nach abgeschlossener Prüfung ein Zertifikat der Antidiskriminierungsstelle des Bundes erhalten. Mehr Informationen zu den Analyseinstrumentarien sind auf www.gb-check.de sowie www.eg-check.de zu finden.

Deutscher Frauenrat | Sorgearbeit angemessen bezahlen

Die vom Coronavirus ausgelöste Krise zeigt einmal mehr: Die Arbeit, die mehrheitlich Frauen für die Gesellschaft leisten, zum Beispiel als Pflegerinnen oder Erzieherinnen, ist überlebenswichtig. Doch werden sie dafür nicht angemessen bezahlt. Das ist ein wesentlicher Faktor für die geschlechtsspezifische Lohnlücke. Noch immer verdienen Frauen in Deutschland 20 Prozent weniger als Männer, zeigen aktuelle Zahlen vom Statistischen Bundesamt zum Equal Pay Day. "Wenn sich jetzt Politikerinnen und Politiker öffentlich bei Pflegepersonal oder Kassiererinnen bedanken und in den Sozialen Medien Wertschätzung zum Ausdruck bringen, dann muss der nächste Schritt sein, diese Berufsgruppen endlich angemessen zu bezahlen. Anerkennung muss sich auch auf dem Gehaltszettel zeigen," fordert die Vorsitzende des Deutschen Frauenrats, Mona Küppers, zum Equal Pay Day.Weiterlesen >>>

IAB | Gender-Pay-Gap von Vollzeitbeschäftigten auf Kreisebene

In vier Kreisen Ostdeutschlands verdienen Frauen mehr als Männer. In Cottbus verdienen vollzeitbeschäftigte Frauen rund vier Prozent mehr als vollzeitbeschäftigte Männer. Auch in Frankfurt/Oder, Dessau-Roßlau und Schwerin liegen vollzeitbeschäftigte Frauen in puncto Gehalt im Schnitt vor den Männern. Im bundesweiten Durchschnitt erhalten dagegen vollzeitbeschäftigte Männer rund 21 Prozent mehr Lohn oder Gehalt. Dies geht aus einer aktuellen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Unterschiede bei Qualifikation, Berufswahl und Arbeitserfahrung sind bei dieser sogenannten unbereinigten Lohnlücke allerdings nicht berücksichtigt. Die IAB-Studie ist online abrufbar unter http://doku.iab.de/kurzber/2019/kb1019.pdf.

Das Entgelttransparenzgesetz: Ein Leitfaden für Arbeitgeber sowie für Betriebs- und Personalräte

Das-ElterngeldtransparenzgesetzDas Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat einen Leitfaden erstellt, der sich vorrangig an Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sowie Betriebs- und Personalräte richtet. Mit der Broschüre wird praxisnah über die Aufgaben nach dem Entgelttransparenzgesetz informiert. Enthalten sind Informationen zum individuellen Auskunftsanspruch, zu betrieblichen Prüfverfahren und zur Berichtspflicht über Gleichstellung und Entgeltgleichheit. Anhand von Musterbeispielen und Checklisten wird insbesondere das Vorgehen bei einem individuellen Auskunftsanspruch veranschaulicht.Weiterlesen >>>

DGB-Projekt | Was verdient die Frau?

Was-verdient-die-Frau_DGBDer Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) will mit dem Projekt "Was verdient die Frau?" die wirtschaftliche Eigenständigkeit von Frauen stärken. Zwei Drittel der beschäftigten Frauen verdienen nicht genug, um mit ihrem Einkommen eigene Ansprüche für eine Phase der Nichterwerbstätigkeit zu erwerben. Geht es um die langfristige finanzielle Absicherung einer Familie, ist der Unterschied zwischen den Geschlechtern noch drastischer: Während jeder zweite erwerbstätige Mann den Unterhalt für sich und seine Kinder erwirtschaften kann, vermag dies nur jede vierte Frau. Das auf zwei Jahre angelegte DGB-Projekt bezieht politische, gewerkschaftliche und betriebliche Akteurinnen und Akteure ein. Entsprechend der Lebenslaufperspektive werden Umbruchssituationen im Lebensverlauf fokussiert, wissenschaftlich aufgearbeitet und zielgruppengerecht für politische und betriebliche Akteurinnen und Akteure sowie für die Frauen in den Zielgruppen präsentiert. Weitere Informationen auf www.was-verdient-die-frau.de.

Verdienststatistikgesetz

Seit dem 01. Januar 2007 gilt das Gesetz über die Statistik für Verdienste und Arbeitskosten (Verdienststatistikgesetz - VerdStatG vom 21. Dezember 2006). Vierteljährlich werden danach stichprobenartig Daten in Betrieben und Unternehmen erhoben, die zu Arbeitsverdiensten, der Struktur der Arbeitsverdienste sowie zur Struktur der Arbeitskosten Auskunft geben müssen.Weiterlesen >>>

Weitere Informationen

BMFSFJ | Instrumente zur Prüfung der Entgeltgleichheit

Instrumente helfen Unternehmen dabei, die Einhaltung des Entgeltgleichheitsgebots zu überprüfen. Dazu gehören u.a. Logib-D, EVA-Liste und eg-check.de. Die Instrumente sind auf der Website des BMFSFJ zu finden.

Jetzt noch bewerben: Kölner Frauenpreis

Koelner-Frauenpreis
Der Else-Falk-Preis der Stadt Köln würdigt das herausragende Engagement von Frauen, die sich für die Gleichstellung von Frauen und Männern beziehungsweise Mädchen und Jungen in Köln einsetzen. Der Preis soll die Öffentlichkeit für das Thema "Geschlechtergerechtigkeit" sensibilisieren, Vorbilder zeigen, die zur Nachahmung animieren, und dazu beitragen, dass Verdienste von Frauen nicht in Vergessenheit geraten. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert, Teilnahmeschluss ist der 31. Oktober 2021. www.frauenpreis.koeln

Kalender 2022 'Kunst und Kultur'

Kalender-GuV-2022
Der Kalender 2022 von Gleichberechtigung und Vernetzung hat das Thema "Frauen in Kunst und Kultur": Ein weiblicher Bereich? Mitnichten. Wer verdient hier das große Geld? Wer entscheidet? Kunst und Kultur wirkt auf Rollenbilder; durch die Inhalte und durch die Darstellung, aber auch durch Protagonistinnen und Protagonisten: Wer steht hinter der Kamera, vor dem Orchester? Aber die gute Nachricht ist: Frauen holen auf! Alle Informationen zum Kalender und zur Bestellung finden Sie hier: weiterlesen >>>

Termine Alle Termine >>>

November 2021

3.11.2021 | Die Aufgaben im Gleichstellungsbüro, online

25.11.2021 | Internationaler Tag 'NEIN zu Gewalt an Frauen', weltweit

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Kalender 2021 | Zwölf von uns - Eva Dannenberg

10_Kalenderblatt-Oktober_2021
Der Kalender von Gleichberechtigung und Vernetzung e.V. 2021 stellt zwölf Frauen vor, die sich besonders einsetzen, um unsere Welt gerechter zu machen. Hier unser Beitrag für den Monat Oktober: Eva Dannenberg ist Gründerin und Geschäftsführerin der WERKHAUS Design + Produktion GmbH. WERKHAUS wurde mehrfach mit Preisen für ökologisches und nachhaltiges Wirtschaften ausgezeichnet. Im Jahr 2018 erhielt Eva Dannenberg den Lore-Preis des Club Uelzen Soroptimist International. weiterlesen >>>