Das Portal aus Niedersachsen für Gleichberechtigung, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte

IAB | Gender-Pay-Gap von Vollzeitbeschäftigten auf Kreisebene

In vier Kreisen Ostdeutschlands verdienen Frauen mehr als Männer. In Cottbus verdienen vollzeitbeschäftigte Frauen rund vier Prozent mehr als vollzeitbeschäftigte Männer. Auch in Frankfurt/Oder, Dessau-Roßlau und Schwerin liegen vollzeitbeschäftigte Frauen in puncto Gehalt im Schnitt vor den Männern. Im bundesweiten Durchschnitt erhalten dagegen vollzeitbeschäftigte Männer rund 21 Prozent mehr Lohn oder Gehalt. Dies geht aus einer aktuellen Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Unterschiede bei Qualifikation, Berufswahl und Arbeitserfahrung sind bei dieser sogenannten unbereinigten Lohnlücke allerdings nicht berücksichtigt. Die IAB-Studie ist online abrufbar unter http://doku.iab.de/kurzber/2019/kb1019.pdf.

Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern 2018 unverändert bei 21%

EPD-Statistik-2019 Im Jahr 2018 blieb der allgemeine Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern (unbereinigter Gender Pay Gap) im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Dies hat das Statistische Bundesamt zum Equal Pay Day am 18. März anhand fortgeschriebener Ergebnisse der Verdienststrukturerhebung mitgeteilt. Frauen mit einem durchschnittlichen Bruttostundenverdienst von 17,09 Euro verdienten somit 21% weniger als Männer (21,60 Euro). www.destatis.de

Entgelttransparenzgesetz | Nur eine Minderheit der Unternehmen ist aktiv geworden

Das Entgelttransparenzgesetz soll die Benachteiligung von Frauen beseitigen. Doch es entfaltet bislang kaum Wirkung, nur eine Minderheit der Unternehmen ist bislang aktiv geworden. Das zeigt eine neue Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung in Kooperation mit dem Institut für empirische Sozial- und Wirtschaftsforschung (INES Berlin). Nötig sind strengere Auflagen und spürbare Sanktionen.Weiterlesen >>>

Antidiskriminierungsstelle fördert betriebliche Prüfverfahren zur Gleichbehandlung der Geschlechter im Arbeitsleben

Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes fördert die Durchführung betrieblicher Prüfverfahren mit den Analyseinstrumentarien Entgeltgleichheits-Check (eg-check.de) oder Gleichbehandlungs-Check (gb-check). Mit beiden Analyseinstrumentarien kann die Chancengleichheit von Frauen und Männern im Arbeitsleben sowie die Entgeltgleichheit geprüft werden. Dadurch können Diskriminierungsrisiken identifiziert und Maßnahmen für mehr Chancengleichheit ergriffen werden. Bei der betrieblichen Prüfung mit den Analyseinstrumenten werden Arbeitgeber von externen Expertinnen unterstützt und können nach abgeschlossener Prüfung ein Zertifikat der Antidiskriminierungsstelle des Bundes erhalten. Für eine finanzielle Förderung können sich private und öffentliche Arbeitgeber bis zum 18. Mai 2018 bewerben. Die betrieblichen Prüfungen werden im zweiten Halbjahr 2018 durchgeführt. Weitere Informationen erhalten Sie bei der Antidiskriminierungsstelle, charlotte.kastner@ads.bund.de.

Erklärvideo 'Gleiches Geld für gleiche Arbeit'

Eine humorvolle und überspitzte Darstellung nachträglich zum Equal Pay Day 2018. Für den Abbau von Vorurteilen und gegen eine geschlechterdiskirminierende Bezahlung. Dieses kleine Video erhebt natürlich nicht den Anspruch an Vollständigkeit bezüglich der Ursachen für die geschlechtsspezifische Entgeltungleichheit.

Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern in Deutschland 2017 bei 21%

Im Jahr 2017 blieb der allgemeine Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern - also der unbereinigte Gender Pay Gap - im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Frauen haben mit einem durchschnittlichen Bruttostundenverdienst von 16,59 Euro 21% weniger als Männer (21,00 Euro) verdient. Nach wie vor bestehen dabei deutliche Unterschiede zwischen dem früheren Bundesgebiet und den neuen Ländern. Der unbereinigte Gender Pay Gap ist im früheren Bundesgebiet im Jahr 2017 um einen Prozentpunkt auf 22% gesunken, während er in den neuen Ländern mit 7% unverändert blieb. Über einen längeren Zeitraum betrachtet, zeigt sich ein langsamer aber stetiger Rückgang des unbereinigten Gender Pay Gap.Statistisches Bundesamt, www.destatis.de

Das Entgelttransparenzgesetz: Ein Leitfaden für Arbeitgeber sowie für Betriebs- und Personalräte

Das-ElterngeldtransparenzgesetzDas Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat einen Leitfaden erstellt, der sich vorrangig an Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sowie Betriebs- und Personalräte richtet. Mit der Broschüre wird praxisnah über die Aufgaben nach dem Entgelttransparenzgesetz informiert. Enthalten sind Informationen zum individuellen Auskunftsanspruch, zu betrieblichen Prüfverfahren und zur Berichtspflicht über Gleichstellung und Entgeltgleichheit. Anhand von Musterbeispielen und Checklisten wird insbesondere das Vorgehen bei einem individuellen Auskunftsanspruch veranschaulicht.Weiterlesen >>>

Hessischer Lohnatlas vorgestellt

Hessischer-LohnatlasDer Hessische Lohnatlas wurde im Auftrag des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration vom Institut für Wirtschaft, Arbeit und Kultur (IWAK) der Goethe-Universität Frankfurt erstellt. Enthalten sind die Daten für Hessen und seine 26 Regionen, die Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern dokumentieren. "Die Lohnungleichheit abzubauen ist eines der dringlichsten Ziele im Bereich der Gleichstellung und ein Gebot der Gerechtigkeit. Deshalb hat sich die Hessische Landesregierung vorgenommen, Initiativen zu ergreifen, damit gleicher Lohn für gleiche Arbeit Realität wird", betonte der Hessische Sozialminister Grüttner bei der Präsentation der Ergebnisse.Weiterlesen >>>

Unterrichtsmaterial zum Thema Entgeltgleichheit

Entgeltgleichheit-fuer-Frauen-und-MaennerWas ist Entgeltungleichheit und wie kann sie überwunden werden? Diese Frage sollte in die Berufs- und Lebensplanung von Schülerinnen und Schülern möglichst früh einbezogen werden. Deshalb hat die Gleichstellungsstelle der Stadt Regensburg Unterrichtsmaterial zum Thema Entgeltgleichheit für Frauen und Männer herausgegeben.Weiterlesen >>>

BMFSFJ | Monitor Entgelttransparenz geht an den Start

Das Bundesfrauenministerium stellt unter der Adresse www.monitor-entgelttransparenz.de ein neues IT-gestütztes Instrument zur Entgelttransparenz kostenfrei zur Verfügung. Der "Monitor Entgelttransparenz" unterstützt als Online-Instrument Unternehmen bei der Durchführung betrieblicher Prüfverfahren nach dem Entgelttransparenzgesetz. Entgeltregelungen und ihre Anwendung im Unternehmen können damit einfach und anwenderfreundlich auf die Einhaltung des Gebots der Entgeltgleichheit zwischen Frauen und Männern überprüft werden. Neben den gesetzlich vorgegebenen Modulen Bestandsaufnahme, Tätigkeitenvergleiche und Ergebnisbericht, gibt der "Monitor Entgelttransparenz" zusätzlich die Möglichkeit, mit einer Verdienststrukturanalyse Einblicke in weitere personalwirtschaftliche Handlungsfelder zu gewinnen. Dafür wurde das bekannte Instrument Logib-D weiterentwickelt.

Dauerhaft ungleich. Berufsspezifische Lebenserwerbseinkommen von Frauen und Männern in Deutschland

Zum Thema Entgeltgleichheit hat das Bundesfamilienministerium eine aktuelle Studie veröffentlicht, die das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) erstellt hat. Die Studie stellt die Dimension der geschlechtsspezifischen Einkommensungleichheit über den Erwerbsverlauf dar.Weiterlesen >>>

Das feuerrote Lohnmobil unterwegs für Lohngleichheit

Das-feuerrote-Lohnmobil_Kueng-KuhlmannEine Wanderausstellung zur Lohngleichheit von Frauen und Männern tourt durch die Schweiz. Viele Fachleute, ein Gestaltungsteam und eine zweiköpfige Projektleitung haben die Idee einer mobilen Wanderausstellung zum Thema Lohngleichheit in Form des Lohnmobils umgesetzt. Eine ausführliche Informationstafel im Innern des Containers zeigt, inwiefern Lohn(un)gleichheit alle betrifft und sich nicht nur auf individueller, sondern auch auf gesellschaftlicher Ebene negativ auswirkt. Kundige Ausstellungsbetreuerinnen und -betreuer vor Ort stehen für Fragen des Publikums zur Verfügung. Grossflächig vor dem Container verteilte interaktive Themen-Würfel laden zum Mitmachen ein.Weiterlesen >>>

DGB-Projekt | Was verdient die Frau?

Was-verdient-die-Frau_DGBDer Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) will mit dem Projekt "Was verdient die Frau?" die wirtschaftliche Eigenständigkeit von Frauen stärken. Zwei Drittel der beschäftigten Frauen verdienen nicht genug, um mit ihrem Einkommen eigene Ansprüche für eine Phase der Nichterwerbstätigkeit zu erwerben. Geht es um die langfristige finanzielle Absicherung einer Familie, ist der Unterschied zwischen den Geschlechtern noch drastischer: Während jeder zweite erwerbstätige Mann den Unterhalt für sich und seine Kinder erwirtschaften kann, vermag dies nur jede vierte Frau. Das auf zwei Jahre angelegte DGB-Projekt bezieht politische, gewerkschaftliche und betriebliche Akteurinnen und Akteure ein. Entsprechend der Lebenslaufperspektive werden Umbruchssituationen im Lebensverlauf fokussiert, wissenschaftlich aufgearbeitet und zielgruppengerecht für politische und betriebliche Akteurinnen und Akteure sowie für die Frauen in den Zielgruppen präsentiert. Weitere Informationen auf www.was-verdient-die-frau.de.

Was 'verdient' die andere Hälfte des Himmels? Gender Budgeting als Gerechtigkeitsgebot

Was-verdient-die-andere-Haelfte-des-HimmelsDie Bundesfrauenvertretung von Beamtenbund und Tarifunion (dbb bundesfrauenvertretung) hat sich mit der geschlechtergerechten Verteilung von Ressourcen und Haushaltmitteln auf einer Fachtagung befasst. Die Fachvorträge sind in der vorliegenden Broschüre dokumentiert. Die Broschüre fasst die Ergebnisse zusammen und bietet praktische Beispiele für die Umsetzung von Gender Budgeting auf europäischer, landes- und kommunaler Ebene.Weiterlesen >>>

eg-check | Prüfinstrument gegen Entgeltdiskriminierung

eg-checkEin Prüfinstrument, das die Gleichstellungsexpertinnen Dr. Karin Tondorf und Dr. Andrea Jochmann-Döll mit Förderung der Hans-Böckler-Stiftung entwickelt haben, deckt die Mechanismen auf, die zu unterschiedlicher Bezahlung führen. Damit können Unternehmen, Betriebs- und Personalräte und auch einzelne Beschäftigte prüfen, ob in ihrem Betrieb beide Geschlechter diskriminierungsfrei bezahlt werden, oder nicht.Weiterlesen >>>

Logib-D | Selbsttest für Entgeltgleichheit

Logib-D_Lohngleichheit-im-BetriebDas Bundesfamilienministerium bietet Firmen einen kostenlosen Selbsttest zur Entgeltgleichheit von Frauen und Männern an. Für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber, die untersuchen wollen, ob sie Männern und Frauen unterschiedliche Löhne und Gehälter zahlen, steht das Programm "Logib-D" zum Download bereit. Die Abkürzung Logib-D steht für "Lohngleichheit im Betrieb - Deutschland". Das Programm zeigt auch, inwieweit sich bestehende Unterschiede auf objektive Faktoren wie Ausbildung und Berufserfahrung zurückführen lassen.Weiterlesen >>>

Verdienststatistikgesetz

Seit dem 01. Januar 2007 gilt das Gesetz über die Statistik für Verdienste und Arbeitskosten (Verdienststatistikgesetz - VerdStatG vom 21. Dezember 2006). Vierteljährlich werden danach stichprobenartig Daten in Betrieben und Unternehmen erhoben, die zu Arbeitsverdiensten, der Struktur der Arbeitsverdienste sowie zur Struktur der Arbeitskosten Auskunft geben müssen.Weiterlesen >>>

Weitere Informationen

Online-Petition 'FairPay'

FairPay-heute
Die Berliner Erklärung für Gleichheit auf dem Gehaltszettel. Unterzeichnen sowie weitere Informationen abrufen können Sie unter www.fairpay-heute.de

Aktuelle Aktionen

Sommerunis-2019
Studentinnen aller Fächer von Universitäten, Fachhochschulen, Pädagogischen Hochschulen und Berufsakademien sowie alle anderen interessierten Frauen sind zur Informatica Feminale und zur Ingenieurinnen-Sommeruni eingeladen. Der Fokus der Sommerunis liegt 2019 auf dem Thema "Frauen im Netz - Feministisch Netzwerken". Frauen können sich dabei über technische und soziale Veränderungen austauschen, die ihnen täglich begegnen und die sie als Technikerinnen mit gestalten. Der Fokus 2019 soll Raum und Zeit bieten für eine kritische Reflexion und Auseinandersetzung mit diesem Zusammenhang von Technikverständnis und gesellschaftlichen Entwicklungen. www.informatica-feminale.de, www.ingenieurinnen-sommeruni.de

Broschüre der Woche

Vergessene-Frauen
Der Anteil der nach Frauen benannten Straßen in Mainz ist in den letzten fünf Jahren leicht gestiegen. Trotzdem tragen nur fünf Prozent aller Mainzer Straßen und Plätze den Namen einer weiblichen Persönlichkeit. Daher hat das Frauenbüro zum elften Mal eine vollständig überarbeitete Fassung der Broschüre "Vergessene Frauen. Leitfaden zur Benennung von Mainzer Straßen und Plätzen nach weiblichen Persönlichkeiten" auflegt.
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Termine Alle Termine >>>

August 2019

12.8.–30.8.2019 | Ingenieurinnen-Sommeruni - Internationales Sommerstudium für Frauen in den Ingenieurwissenschaften, Bremen

12.8.–30.8.2019 | Informatica Feminale - Internationale Sommeruniversität für Frauen in der Informatik, Bremen

September 2019

3.9.2019 | Eröffnung frauenORT Ada Lessing, Hannover

17.9.2019 | Keine sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz | Ausgebucht!, Hannover

Oktober 2019

11.10.2019 | Weltmädchentag, weltweit

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Kalendermonatsblatt

08_Kalender-VNST_August
Der Frauenkalender der Vernetzungsstelle 2019 widmet sich dem Thema "Europa". Lesen Sie hier unseren Beitrag für den Monat August: "Europäische Institutionen - Wer entscheidet in der EU?"