Das Portal aus Niedersachsen für Gleichberechtigung, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte

Bundestagsanhörung zum Wechselmodell als Regelfall

Im Rechtsausschuss des Deutschen Bundestages fand am 14. Februar 2019 eine Anhörung zur Festschreibung des familienrechtlichen Wechselmodells als Regelfall statt. Die Mehrheit der Sachverständigen sprach sich für eine bessere Betreuung von Kindern geschiedener Eltern, aber gegen eine Festlegung auf das Wechselmodell aus. Das Wechselmodell sieht vor, dass Kinder getrennt lebender Eltern von beiden Elternteilen im Wechsel zeitlich annähernd gleich lang betreut werden. Im Streitfall von Eltern über das Umgangsrecht für ihre Kinder ordnen Familiengerichte bisher vor allem das sogenannte Residenzmodell an. Bei diesem Modell leben die Kinder überwiegend bei einem Elternteil, meist der Mutter. Der andere Elternteil hat ein Besuchs- und Umgangsrecht. Viele getrennt erziehende Eltern entscheiden einvernehmlich über die Frage des Umgangs.Weiterlesen >>>

Anpassung Düsseldorfer Tabelle ab Januar 2019

Die Bedarfssätze für minderjährige Kinder der ersten Einkommensgruppe der Tabelle werden an die neuen Vorgaben der Mindestunterhaltsverordnung angepasst. So beträgt ab dem 1. Januar 2019 der monatliche Mindestunterhalt für Kinder der ersten Altersstufe (bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres) 354 Euro statt bisher 348 Euro, für Kinder der zweiten Altersstufe (bis zur Vollendung des zwölften Lebensjahres) 406 Euro statt bisher 399 Euro und für Kinder der dritten Altersstufe (vom 13. Lebensjahr bis zur Volljährigkeit) 476 Euro statt bisher 467 Euro. Wie in der Vergangenheit werden die Bedarfssätze der 2. bis 5. Einkommensgruppe um jeweils 5 Prozent und die der 6. bis 10. Einkommensgruppe um je 8 Prozent des Mindestunterhalts erhöht. Die Bedarfssätze volljähriger Kinder bleiben hingegen unverändert.Weiterlesen >>>

Familien- und Kindschaftsrecht für die Praxis der Sozialen Arbeit

Familien-und-Kindschaftsrecht-Soziale-ArbeitDieses praxisnahe Lehrbuch bietet eine Einführung in die Grundzüge des Rechts in der sozialen Arbeit. Dabei geht es um die verfahrens- und materiellrechtlichen Regelungen aus dem Familien- und Kindschaftsrecht, die für die soziale Arbeit relevant sind: aus den Bereichen Ehe und Lebenspartnerschaft, Scheidung und Scheidungsfolgen, Sorge- und Umgangsrecht (Kindschaftsrecht) sowie Unterhalt, Güterrecht und Gewaltschutz.Weiterlesen >>>

Ehescheidungen - Anträge häufiger von Frauen gestellt

Bei den im Jahr 2017 geschiedenen Ehen wurde der Scheidungsantrag häufiger von der Frau gestellt, und zwar in 51,5 % der Fälle. Der Mann reichte nur in 40,9 % der Fälle den Antrag ein, in den übrigen Fällen beantragten beide Ehegatten gemeinsam die Scheidung (7,6 %). Insgesamt wurden im Jahr 2017 in Deutschland rund 153.501 Ehen geschieden, das waren 5,5 % weniger als im Vorjahr. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, waren 17,5 % aller geschiedenen Paare bereits mindestens im 25. Jahr verheiratet. Im Durchschnitt blickten die Paare auf 15 Jahre Ehedauer zurück. Etwa die Hälfte der im Jahr 2017 geschiedenen Ehepaare hatte gemeinsame Kinder unter 18 Jahren. Insgesamt waren 2017 knapp 124 000 Minderjährige von der Scheidung ihrer Eltern betroffen. (Statistisches Bundesamt, 10.7.2018)

Das Kindschaftsrecht

Das-KindschaftsrechtDas Bundesjustizministerium hat eine übersichtlich gestaltete aktuelle Broschüre zum Kindschaftsrecht herausgegeben. Anhand von Beispielen werden unter anderem Fragen zum Abstammungsrecht, zur elterlichen Sorge, zum Recht auf gewaltfreie Erziehung und zum Umgangsrecht beantwortet. Wer ist der Vater eines Kindes? Was ist elterliche Sorge? Warum ist Gewalt in der Erziehung verboten? Was passiert, wenn Eltern sich trennen? Wie wird die Ausgestaltung des Umgangs mit dem Kind geregelt? Thematisiert werden auch Fragen zum Unterhaltsrecht und zu gerichtlichen Verfahren sowie zum Vater-Kind-Verhältnis bei Zeugungen mittels Samenspende. Die Broschüre steht zum Download auf der Website des Bundesjustizministeriums zur Verfügung.

Ja, ich will!

Ja-ich-will"Heiraten? Ja, ich will!" - Aber worauf lassen sich Heiratswillige ein? Ein Leitfaden zu rechtlichen und steuerlichen Folgen kommt aus Rheinland-Pfalz. Er enthält unter anderem eine Checkliste für Eheverträge und wichtige Hinweise zu Konsequenzen gesetzlicher Regelungen speziell für Frauen.Weiterlesen >>>

Ehe für alle

Der Bundesrat hat am 7. Juli 2017 seine ursprünglich eigene Initiative zur "Ehe für alle" abschließend gebilligt. Der Bundestag hatte den Gesetzentwurf Ende Juni beschlossen. Gleichgeschlechtliche Paare können somit eine Ehe eingehen. Das Gesetz sieht eine entsprechende Änderung des Bürgerlichen Gesetzbuches vor. Die Neueintragung einer Lebenspartnerschaft ist nicht mehr möglich. Bereits eingetragene Lebenspartnerschaften bleiben hingegen bestehen, können aber in eine Ehe umgewandelt werden.Weiterlesen >>>

Von der Unterhaltspflicht zum Sorge- und Umgangsrecht?

Von-der-Unterhaltspflicht-zum-Sorge-und-UmgangsrechtEntwicklung elterlicher Verantwortung im Vater-Kind-Verhältnis
Die Stellung des nichtehelichen Vaters im Familienrecht hat sich im Laufe der zurückliegenden 100 Jahre grundlegend gewandelt. Katrin Schmidtke hat für ihre Dissertation an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Friedrich-Schiller-Universität Jena die rechtshistorischen Entwicklungen nachgezeichnet.Weiterlesen >>>

Trennung und Scheidung

Trennung-und-Scheidung_BraunschweigDie Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Braunschweig hat gemeinsam mit Kolleginnen benachbarter Kommunen eine überarbeitete Fassung des Ratgebers "Trennung und Scheidung" herausgegeben. Der umfassende Ratgeber bietet für Frauen in Trennungssituationen eine erste Orientierungshilfe, informiert dazu mit rechtlichen Grundlagen, Tipps und benennt Anlaufstellen und Beratungsadressen.Weiterlesen >>>

Scheidungsrecht und Scheidungswirklichkeit - Ratgeber für Frauen

Scheidungsrecht-und-ScheidungswirklichkeitDas Ende einer Ehe bedeutet neben emotionalen Aspekten auch Klärungsbedarf bei vielen rechtlichen und finanziellen Fragen. Dazu gehören: Wer erhält das Sorgerecht für die Kinder? Wie lässt sich das Umgangsrecht klären? Wie viel Unterhalt steht der Frau und den Kindern zu? Wie ist gegebenenfalls der Wiedereinstieg in den Beruf zu schaffen? An dieser Stelle setzt die Broschüre "Scheidungsrecht und Scheidungswirklichkeit - Ratgeber für Frauen" an.Weiterlesen >>>

Neues Umgangsrecht in Kraft | Mehr Rechte für leibliche Väter

Im Juli 2013 ist das "Gesetz zur Stärkung der Rechte des leiblichen, nicht rechtlichen Vaters" in Kraft getreten. Damit sollen leibliche Väter mit einem ernsthaften Interesse an ihrem Kind die Möglichkeit haben, Kontakt zu ihrem Kind zu pflegen und Informationen über ihr Kind zu erhalten. Zusammen mit dem neuen Sorgerecht, das im Mai 2013 in Kraft getreten ist, werden damit die Rechte von leiblichen, nicht rechtlichen Vätern gestärkt. Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Bundesjustizministeriums.

Neuregelungen zum Unterhaltsrecht in Kraft getreten

Am 1. März 2013 ist das Gesetz zur Änderung des Unterhaltsrechts in Kraft getreten. Künftig sollen bedürftige Ehegatten nach der Scheidung einer sog. Altehe (Ehen von langer Dauer) besser geschützt werden. Durch eine Änderung im Bürgerlichen Gesetzbuch wird klargestellt, dass nach einer Scheidung die Dauer der Ehe maßgeblich mitberücksichtigt werden muss, wenn Gerichte über den Unterhalt entscheiden. Damit wird eine Nachbesserung des Unterhaltsrechts umgesetzt, ohne die Unterhaltsrechtsreform von 2008 grundsätzlich in Frage zu stellen. Der Deutsche Juristinnenbund beurteilt die Gesetzesänderung allerdings eher kritisch.Weiterlesen >>>

Weitere Informationen

Scheidungsrecht.org

Der Berufsverband der Rechtsjournalisten e.V. bietet auf der Website scheidungsrecht.org umfassende und leicht verständliche Informationen zur Ehescheidung an. Dabei werden auch Themen wie Häusliche Gewalt, Scheidung von einem ausländischen Ehepartner, Unterhaltsregelungen uvm. angesprochen

Familienrecht

Das Bundesjustizministerium bietet allgemeine Informationen zum Familienrecht mit Definitionen und Gesetzestexten sowie weitergehende Themen wie Unterhaltsrecht, Kindschaftsrecht, Namensrecht sowie Informationen zur Lebenspartnerschaft an.

Aktuelle Aktion

Feministische-Sommeruni-Leipzig-2019
Die Feministische Sommeruni vom 28. bis 29. Juni 2019 in Leipzig steht ganz im Zeichen der Friedlichen Revolution und neuer Perspektiven aus Ostdeutschland: Wer waren die Akteurinnen des politischen Umbruchs? Was können spätere Generationen von ihnen lernen, worüber mit ihnen streiten? Wie haben ostdeutsche Feminist*innen of Color die Maueröffnung erlebt? Und wie entscheiden Sachsens Frauen zur Landtagswahl 2019? Ein kostenfreies Angebot des Digitalen Deutschen Frauenarchivs. www.feministische-sommeruni.de

Broschüre der Woche

Maenner-ins-Grundschullehramt
Wie kann in Grundschulkollegien mehr Geschlechtervielfalt erreicht werden? Nur etwa 12 Prozent aller Lehrkräfte in Grundschulen sind männlich. Olaf Stuve und Dr. Thomas Viola Rieske haben im Auftrag des GEW Zukunftsforums Lehrer_innenbildung untersucht, inwiefern die Unterrepräsentanz von männlichen Lehrkräften in Grundschulen problematisch ist und wie ihr begegnet werden kann. weiterlesen >>>

Termine Alle Termine >>>

Juni 2019

26.6.2019 | Gesundheit rund um die Geburt in Niedersachsen, Hannover

27.6.2019 | 'Gleichstellung sichtbar machen - Cedaw in Niedersachsen" - Auftakt Stade, Stade

Juli 2019

5.7.2019 | Vereinnahmung des Feminismus-Begriffs von rechts - Frauen, wehrt euch!, Mainz

18.7.–19.7.2019 | Geschlechtergerechte Jungenarbeit, München

August 2019

12.8.–30.8.2019 | Ingenieurinnen-Sommeruni - Internationales Sommerstudium für Frauen in den Ingenieurwissenschaften, Bremen

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Kalendermonatsblatt

06_Kalender-VNST_Juni
Der Frauenkalender der Vernetzungsstelle 2019 widmet sich dem Thema "Europa". Lesen Sie hier unseren Beitrag für den Monat Juni: Europäische Charta Gleichstellung