Das Portal aus Niedersachsen für Gleichberechtigung, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte

Betrifft Mädchen: Zwangsverheiratung

Betrifft-Maedchen_ZwangsverheiratungSeit Juli 2017 gilt das "Gesetz zur Bekämpfung von Kinderehen" in Deutschland. Damit liegt das Mindestheiratsalter ohne Ausnahme bei 18 Jahren. Für Minderjährige, die im Ausland geheiratet haben und in Deutschland Asyl beantragen oder hier als Verheiratete leben, gelten ebenfalls neue Regelungen. Die Ausgabe 1/2018 der Zeitschrift Betrifft Mädchen greift den Informationsbedarf von Facheinrichtungen zum Thema Zwangsverheiratung in diesem Zusammenhang auf.Weiterlesen >>>

Verhinderung von Zwangsehen

Verhinderung-von-Zwangsehen_HandlungsempfehlungenDas Niedersächsische Sozialministerium hat in Kooperation mit der Arbeitsgemeinschaft der Jugendämter der Länder Niedersachsen und Bremen (AGJÄ) Handlungsempfehlungen für Fachleute zum Thema Zwangsheirat erarbeitet. Sie sollen den Umgang mit dieser sensiblen Materie und den davon betroffenen Menschen zu erleichtern und zu einer Entlastung durch die Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen den Behörden beitragen.Weiterlesen >>>

Bayern | Krisenplätze für von Zwangsverheiratung bedrohte Frauen

Seit August 2012 stehen in einer bayerischen Großstadt Krisenplätze für eine sichere Unterbringung für von Zwangsverheiratung Bedrohte oder Betroffe zur Verfügung. Die anonyme Schutzeinrichtung bietet jungen Frauen und Mädchen im Alter von 18 bis 21 Jahren rund um die Uhr Zuflucht, Krisenintervention und umfassende psychosoziale Beratung. Gefördert werden diese Krisenplätze jährlich mit rund 210.000 Euro. Telefonnummer der Schutzeinrichtung: 0800-415 16 16. Weitere Informationen unter www.gewaltschutz.bayern.de/zwangsheirat.

Niedersachsen | Unterstützung der Jugendämter gegen Zwangsheirat

Das Niedersächsische Sozialministerium unterstützt die Jugendämter bei der Verhinderung von Zwangsehen. kargah e.V. (Projektträger des Krisentelefons gegen Zwangsheirat) hat ein Schulungskonzept zur Verhinderung von Zwangsehen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Jugendämtern erarbeitet. Ab Oktober 2011 werden kostenfreie Inhouse-Fortbildungen in den Jugendämtern angeboten. Die halbtägigen Schulungen werden vor Ort von Mitarbeiterinnen von kargah e.V., unterstützt durch Mitarbeiterinnen des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration, durchgeführt. Kontakt: zwangsheirat@kargah.de oder Manuela.Schwerdtner@ms.niedersachsen.de

Niedersachsen | Krisentelefon Zwangsheirat

Krisentelefon-Zwangsheirat-NiedersachsenMädchen und Frauen in Niedersachsen haben die Möglichkeit, sich kostenlos beim Krisentelefon Zwangsheirat beraten zu lassen. Auch Freundinnen und Freunde, Lehrkräfte, Mitarbeiterinnen von Behörden oder Beratungsstellen haben hier eine Anlaufstelle, bei der sie sich landesweit zu Fragen und Problemen im Zusammenhang mit Zwangsheirat / Zwangsehe sachkundig austauschen können. Unter der Telefonnummer erfolgt auf Wunsch eine persönliche und telefonische Erstberatung in deutscher, türkischer oder arabischer Sprache sowie Auskünfte zu lokalen Ansprechpersonen. Telefon (0800) 0667888 (Anruf kostenlos), zwangsheirat@kargah.de

Türkische Hochzeitsreisende - Familienehre vor Liebe

Auf ihrer Filmreise durch das "türkische Deutschland" geht die Autorin den Spuren von Zwangsheirat und Scheidung nach.Weiterlesen >>>

Weitere Informationen

Das Jugendportal www.zwangsheirat.de bietet neben jugendgerecht aufgearbeiteten Informationen eine E-Mail- und Chatberatung für Betroffene und eine Übersicht über Beratungsstellen in ganz Deutschland. Außerdem gibt es als Ergänzung dazu ein Fachkräfteportal mit aktuellen Informationen, Literaturtipps und hilfreichen Arbeitsmaterialien zum Thema Zwangsheirat und Ehrenmord.

Organisationen gegen Frauenhandel
Kommentierte Linkliste vom Aktionsbündnis Gegen Frauenhandel.

TERRE DES FEMMES e.V.
Umfangreiche Links zu den Themen: Abschiebung, Frauenhandel, Genitalverstümmelung und Menschenrechtsverletzungen.

KOK - Bundesweiter Koordinierungskreis gegen Menschenhandel e.V.
Die Nichtregierungsorganisation ist ein Zusammenschluss von Fachberatungsstellen für Betroffene von Menschenhandel, Frauenorganisationen sowie weiteren Organisationen, die zu den Themen Menschenhandel und Gewalt an Migrantinnen arbeiten.

Aktuelle Aktion

Wer-braucht-Feminismus_Logo
Wer braucht Feminismus? - Mit dieser Frage beschäftigt sich eine gleichnamige Wanderausstellung. Gezeigt wird eine Auswahl von persönlichen Statements von Frauen und Männern zum Thema Feminismus, die im Rahmen einer Kampagne zusammengetragen wurden. Ziel ist es, den Begriff Feminismus mit Inhalten zu füllen und ihm ein Gesicht zu geben. Die Ausstellung ist noch bis zum 25. Oktober 2018 im Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz des Landes Rheinland-Pfalz zu sehen. Weitere Informationen zum Termin und zur Ausleihe unter werbrauchtfeminismus.de/ausstellung

Broschüre der Woche

Alle-mitnehmen_Deutscher-Frauenrat
Der Deutsche Frauenrat hat ein Positionspapier zur nachhaltigen gesellschaftlichen Integration geflüchteter Frauen und Mädchen veröffentlicht. Viele von ihnen wollen aktiv bleiben und ihre beruflichen, sozialen und politischen Kompetenzen weiterentwickeln. Dazu gehört auch ein neues oder tieferes Verständnis von Demokratie, Frauenrechten und Gleichberechtigung. weiterlesen >>>

Termine Alle Termine >>>

Oktober 2018

3.10..2018–1.11.2019 | 100 Jahre frauenpolitischer Aufbruch - vom Frauenwahlrecht zum Frauenmandat | Ausstellung, Bonn

November 2018

8.11.2018 | Mehr als Sprache. Qualitätssicherung bei Übersetzungen im Beratungskontext, Hannover

25.11.2018 | Fahnenaktionen von TERRE DES FEMMES, deutschlandweit

25.11.2018 | Internationaler Tag für die Beseitigung von Gewalt gegen Frauen, weltweit

30.11.2018 | 3. Münchner Frauenkonferenz - 100 Jahre Frauenwahlrecht, München

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Kalendermonatsblatt

10_Oktober_Kalenderblatt
"Women's Voice, Women's Choice" - Der Frauenkalender der Vernetzungsstelle 2018 widmet sich dem Thema 100 Jahre Frauenwahlrecht. Lesen Sie hier unseren Beitrag für den Monat Oktober: Der Kampf der Suffragetten.