Das Portal aus Niedersachsen für Gleichberechtigung, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte

Handlungsorientierte Sozialberichterstattung Niedersachsen: Alleinerziehende und ältere Frauen besonders von Armut bedroht

Das Niedersächsische Sozialministerium hat die 8. Ausgabe des Berichts zur Handlungsorientierten Sozialberichterstattung Niedersachsen (HSBN) vorgelegt. Diese richtet den Blick insbesondere auf die Entwicklung der Armutsgefährdung, hier vor allem bei Kindern und Jugendlichen. Es zeigt sich: Erwerbslose sind am häufigsten arm, dicht gefolgt von Alleinerziehenden und Personen mit einem niedrigen Qualifikationsniveau. Jedes fünfte Kind in Niedersachsen ist von Armut und damit von sozialer Ausgrenzung bedroht. Die Armutsgefährdung von Frauen über 65 Jahre ist im Vergleich zu 2010 deutlich gestiegen.Weiterlesen >>>

Kostenübernahme für Verhütungsmittel | Bund fördert Modellprojekte

Kostenuebernahme-Verhuetungsmittel_biko-FlyerFrauen mit Anspruch auf Sozialleistungen müssen die Kosten für verschreibungspflichtige Verhütungsmittel zukünftig nicht mehr selbst tragen – auch wenn sie über 20 Jahre alt sind. Voraussetzung ist, dass sie ihren Wohnort an einem der sieben Projektstandorte haben: Erfurt/Artern, Halle (Saale), Lübeck, Ludwigsfelde (Landkreis Teltow-Fläming), Recklinghausen/Marl/Gladbeck, Saarbrücken oder Wilhelmshaven und Landkreis Friesland. Diese Standorte nehmen bis Ende Juni 2019 an dem bundesweiten Modellprojekt "biko – Beratung, Information und Kostenübernahme bei Verhütung" des pro familia Bundesverbands e.V. teil. Ab sofort können sich Frauen in den Beratungsstellen von pro familia informieren und das Angebot der Kostenübernahme nutzen. Das Modellprojekt soll unter anderem zuverlässige Daten für den tatsächlichen Bedarf an einer Kostenübernahme liefern. Langfristig könnte diese Erhebung die Grundlage für eine bundesweite Regelung bilden. Gefördert wird das Modellprojekt vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Mehr zum Projekt unter www.biko-verhuetung.de.

Armutsbericht 2016: Alleinerziehende besonders betroffen

Armutsbericht-2016Ein Verharren der Armutsquote in Deutschland auf einem hohem Niveau stellt der Paritätische Wohlfahrtsverband in seinem aktuellen Armutsbericht fest. Zu den Hauptrisikogruppen zählen Alleinerziehende und Erwerbslose. Auch die Kinderarmutsquote liegt mit 19 Prozent nach wie vor deutlich über dem Durchschnitt von 15,4 Prozent, wobei die Hälfte der armen Kinder in Haushalten Alleinerziehender lebt. Die Armutsquote Alleinerziehender liegt bei sogar 42 Prozent. Die Ursache dafür sieht der Armutsbericht unter anderem in den gegebenen familien- und sozialpolitischen Strukturen. Mehr dazu auf der Website zur Handlungsorientierten Sozialberichterstattung Niedersachsen www.sozialberichterstattung-niedersachsen.de.

Die Armut ist weiblich

Die-Armut-ist-weiblichDie Broschüre des Paritätischen NRW "Die Armut ist weiblich" rückt den spezifisch weiblichen Blickwinkel auf das Thema Armut in den Fokus. Denn Frauen sind in praktisch allen Lebenslagen häufiger von Armut betroffen als Männer. Dies belegen auch aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes.Weiterlesen >>>

BAG Kampagne Frauenarmut

Logo - Mit einer bundesweiten Kampagne, die gemeinsam mit Studierenden der Design-Akademie Berlin umgesetzt wird, will die BAG kommunaler Frauenbüros auf die erschreckend hohe Zahl von Armut bei Frauen hinweisen. Betroffen sind Frauen aller Generationen, besonders häufig trifft es Alleinerziehende und Rentnerinnen.Weiterlesen >>>

Mehr Frauen als Männer erhalten Grundsicherung

Im März 2015 bezogen in Deutschland rund 512.000 Personen Leistungen der Grundsicherung im Alter nach dem 4. Kapitel des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch (SGB XII "Sozialhilfe"). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, waren unter diesen Leistungsbeziehern mit 61 % mehr Frauen als Männer (39 %). Auf Grundsicherung sind im Rentenalter insbesondere Frauen im früheren Bundesgebiet angewiesen: Im März 2015 bezogen im früheren Bundesgebiet 36 von 1.000 Frauen und 30 von 1.000 Männern dieses Alters Leistungen der Grundsicherung. In den neuen Ländern einschließlich Berlin waren es jeweils 20 von 1.000 Frauen beziehungsweise 1.000 Männern. Eine Tabelle mit detaillierter Übersicht über den Zeitraum 2005-2014/15 ist auf der Website von Destatis zu finden.

Sozialwahlen | Frauen! Wählen!

Frauen-Waehlen_SozialwahlDer Deutsche LandFrauenverband (dlv) hat anlässlich eines Parlamentarischen Abends die Kampagne "Frauen! Wählen!" vorgestellt. Im Jahr 2017 stehen die nächsten Sozialversicherungswahlen an. Gesucht werden dafür LandFrauen, die Ämter in den Selbstverwaltungsgremien übernehmen. Darüber hinaus fordert der dlv dazu auf, dass Frauen gewählt werden. Bei den letzten Wahlen im Jahr 2011 betrug der Frauenanteil in allen Vertreterversammlungen, Verwaltungsräten und Gruppen durchschnittlich nur 18 Prozent. www.landfrauen.info

4. Armuts- und Reichtumsbericht

4ter-Armuts-und-Reichtumsbericht_BundesregierungAnfang März 2013 hat die Bundesregierung den vierten Armuts- und Reichtumsbericht vorgelegt. Der Deutsche Frauenrat hat bereits Ende November 2012 Stellung zu dem zwischen den Ressorts der Bundesregierung abgestimmten Entwurf genommen. Kritisch gesehen wird von der Frauenlobby vor allem, dass die Lebensrealität von Frauen in der aktuellen Berichtsfassung weitgehend ausgeblendet wird. Darüber hinaus würden die zentralen Erkenntnisse aus dem Ersten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung kaum berücksichtigt. Die Stellungnahme finden Sie auf der Website des Deutschen Frauenrates. Der vierte Armuts- und Reichtumsbericht steht als PDF zum Download auf der Website des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales bereit.

Expertise | Armut und Armutsrisiken von Frauen und Männern

Armut-und-Armutsrisiken-von-Frauen-und-MaennernDie Agentur für Gleichstellung im ESF hat eine Expertise erstellt, die sich mit dem Thema Armut und Armutsrisiken aus der Geschlechterperspektive befasst. Die Bekämpfung der Armut ist eines der fünf Kernziele der Strategie Europa 2020. Diese Strategie dient als strategischer Rahmen für die kommende Strukturfondsperiode 2014 bis 2020. Im Europäischen Sozialfonds (ESF) werden die Förderung der sozialen Eingliederung und die Bekämpfung der Armut einen wesentlichen Raum einnehmen. In der nun veröffentlichten Expertise wird daher das in der europäischen Gleichstellungsstrategie 2010 bis 2015 verankerte Ziel der gleichen wirtschaftlichen Unabhängigkeit von Frauen und Männern in den Mittelpunkt gestellt. Die Expertise ist auf der Website der Agentur für Gleichstellung im ESF als pdf-Datei eingestellt.

Neuregelungen zu Hartz IV und Bildungspaket

Mit den Gesetzesänderungen zur Neuberechnung der Regelsätze für Hartz-IV-Leistungen und der Einführung des Bildungspakets wurde der Bedarfssatz erstmals rückwirkend zum 1. Januar 2011 erhöht - unabhängig von den notwendigen Anpassungen aufgrund der Preis- und Lohnentwicklung. Aufwandsentschädigungen für ehrenamtliche Tätigkeiten als Übungsleitung werden zukünftig nicht mehr auf den Regelsatz angerechnet. Notwendig geworden war die Neuberechnung der Regelsätze nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom Februar 2010. Die neuen Regelsätze für Kinder und Jugendliche und für Erwachsene sollen jährlich überprüft werden. Kinder und Jugendliche erhalten außerdem Zuschüsse zu Schul- und Bildungskosten aus einem zusätzlichen Bildungspaket. Zuständig für das Bildungs- und Teilhabepaket sind allein die Kommunen. Sie erhalten die Kosten erstattet. Informationen zum Bildungspaket sind auf einer Website des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales abrufbar: www.bildungspaket.bmas.de

SGB XII, Hartz IV, Gesundheitsversorgung - aus Sicht von Frauen mit Behinderung

SGB-XII- Hartz-IV-Gesundheitsversorgung-aus-Sicht-von-Frauen-mit-BehinderungDie Broschüre des Weibernetz e.V. informiert über die Rechte von Frauen mit Behinderung im Zusammenhang mit den Hartz IV-Regelungen. Einen Schwerpunkt der Broschüre bilden daher die frauenspezifischen Belange in der Gesundheitsversorgung. Zudem gibt es Antworten und Einschätzungen zu Hartz IV und dem Sozialgesetzbuch XII sowie Links- und Literaturtipps.

Weibernetz e.V. Politische Interessenvertretung behinderter Frauen (Hrsg.): SGB XII, Hartz IV, Gesundheitsversorgung - aus Sicht von Frauen mit Behinderung, 1. Auflage 2005, 67 Seiten. Die kostenlose Broschüre kann beim Weibernetz e.V. bestellt werden. Für blinde Frauen stellt das Weibernetz den Reader als Textdatei zum Download bereit. Kontakt: Weibernetz e.V., Telefon (0561) 72 885-85, info@weibernetz.de

Armutsberichte der Bremer Arbeitnehmerkammer

Der Bericht zur sozialen Lage für das Land Bremen (ehemals "Armutsbericht") wird von der Arbeitnehmerkammer Bremen jedes Jahr neu aufgelegt. Er beschäftigt sich mit der allgemeinen sozialen Entwicklung und befasst sich mit einem inhaltlichen Schwerpunkt. Die Berichte stehen unter www.arbeitnehmerkammer.de als Downloads zur Verfügung.

Weitere Informationen

Kostenlose Verhütungsmittel für Hartz IV-EmpfängerInnen

pro familia fordert mit einer Kampagne kostenlose Verhütungsmittel für Menschen mit geringem Einkommen. Weitere Informationen auf der Website von pro familia.

Hier geht es zum Thema Alterssicherung.

www.arbeitsmarktreform.de
SGB II-Informationsplattform des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales mit aktuellen Kennzahlen und Fachinformationen zur Grundsicherung für Arbeitsuchende.

Aktuelle Aktion

Tag-der-Niedersaechsin-2017
Die Landesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros in Niedersachsen (lag) und der Landesfrauenrat Niedersachsen e.V. laden in Kooperation mit dem Gleichstellungsreferat der Stadt Wolfsburg am Tag der Niedersachsen zum "Tag der Niedersächsin" ein. Er findet vom 01. bis 03. September 2017 in Wolfsburg statt. Auf dem Programm steht am 02. September eine Talkrunde zum Thema "100 Jahre Frauenwahlrecht und politische Partizipation von Frauen heute". Es diskutieren die niedersächsische Ministerin für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, Cornelia Rundt, sowie Vertreterinnen der politischen Fraktionen im Landtag Niedersachsen. Darüber hinaus informieren die lag, der LFRN und das Gleichstellungsreferat der Stadt Wolfsburg an allen drei Veranstaltungstagen auf der Festmeile über ihre Arbeit. Zum Programmflyer

Broschüre der Woche

Entgeltgleichheit-fuer-Frauen-und-Maenner
Was ist Entgeltungleichheit und wie kann sie überwunden werden? Diese Frage sollte in die Berufs- und Lebensplanung von Schülerinnen und Schülern möglichst früh einbezogen werden. Deshalb hat die Gleichstellungsstelle der Stadt Regensburg Unterrichtsmaterial zum Thema Entgeltgleichheit für Frauen und Männer herausgegeben. weiterlesen >>>

Termine Alle Termine >>>

August 2017

7.8.–25.8.2017 | Informatica Feminale - Sommerstudium für Frauen in der Informatik, Bremen

7.8.–25.8.2017 | Ingenieurinnen-Sommeruni, Bremen

25.8.2017 | Psychosoziale Versorgung von Flüchtlingen. Wo stehen wir in Niedersachsen?, Hannover

30.8.2017 | Regionalveranstaltung zur HSBN: Gemeinsam gegen Armut, Gifhorn

September 2017

1.9.–3.9.2017 | Tag der Niedersächsin 2017, Wolfsburg

Aktionswochen 2017

Logo_GleichbeRECHTigt
Das neue Programm des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung gemeinsam mit den kommunalen Gleichstellungsbeauftragten Niedersachsens ist gestartet. Unter dem Titel "GleichbeRECHTigt leben - Unsere Werte, unser Recht" geht es um die Sicherung und Weiterentwicklung von Frauenrechten, Gleichberechtigung und Teilhabe für alle Frauen und Männer, die in Niedersachsen leben, ob als Einheimische oder als Geflüchtete. weiterlesen >>>

Kalendermonatsblatt

08_August_Kalendermonatsblatt_260px
"EINE Welt" - Der Frauenkalender der Vernetzungsstelle 2017 widmet sich dem Thema Frauen und Flucht. Lesen Sie hier unseren Beitrag für den Monat August: "HeRoes - Echte Helden im Einsatz für die Gleichberechtigung"