Das Portal aus Niedersachsen für Gleichberechtigung, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte

Bundesgerichtshof | Kein Anspruch auf weibliche Personenbezeichnungen in Vordrucken und Formularen

Der Bundesgerichtshof hat in seinem heutigen Urteil festgestellt, dass Sparkassen ihre Kundinnen und Kunden weiterhin pauschal mit der männlichen Bezeichnung ansprechen dürfen. Der Bundesgerichtshof wies die Revision einer Sparkassen-Kundin aus dem Saarland zurück, die sich wegen der ausschließlichen Nutzung der männlichen Form diskriminiert fühlte. Die Entscheidung des Bundesgerichtshofs: Der unter anderem für Rechtsstreitigkeiten über Ansprüche aus unerlaubten Handlungen zuständige VI. Zivilsenat des Bundesgerichtshof hat die Revision zurückgewiesen. Die Klägerin beansprucht von der Beklagten, allgemein in Formularen und Vordrucken nicht unter grammatisch männlichen, sondern ausschließlich oder zusätzlich mit grammatisch weiblichen Personenbezeichnungen erfasst zu werden. Einen derartigen allgemeinen Anspruch hat sie nicht, so der BGH.Weiterlesen >>>

Empfehlungen des Rats für deutsche Rechtschreibung zur 'Geschlechtergerechten Schreibung'

Der "Rat für deutsche Rechtschreibung" hat sich mit geschlechtergerechter Sprache befasst und Kriterien als Grundlage für "Geschlechtergerechte Schreibung" festgelegt. Es erfolgt aber keine Festlegung auf die Art einer neuen Schreibweise. Der Rat sieht die Entwicklung noch am Anfang und will daher keine Empfehlungen, z.B. für den Gender-Gap oder den Gender-Stern abgeben. Den Beschluss in Form einer Pressemitteilung finden Sie unter www.rechtschreibrat.com/der-rat/mitteilungen.

Richtig gendern

Richtig-gendern_DudenDas Buch "Richtig gendern", herausgegeben vom Dudenverlag, dient als Ratgeber zum Thema "Sprache geschlechtergerecht gestalten". Die Autorinnen geben mit ihrem Buch eine Hilfestellung zur schriftlichen sowie mündlichen Kommunikation, insbesondere im beruflichen Kontext. Hierfür werden beispielhaft Alltagssituationen beschrieben und analysiert, wodurch Anregungen für den eigenen Umgang mit Sprache geschaffen werden. Ferner möchten die Autorinnen das breite Spektrum der Gestaltungsmöglichkeiten aufzeigen und alternative Ausdrucksweisen beispielhaft fördern.Weiterlesen >>>

Glossar zum diskriminierungssensiblen Sprachgebrauch

Glossar-der-Neuen-deutschen-MedienmacherDie Initiative "Neue deutsche Medienmacher" entwickelt seit einigen Jahren ein umfangreiches Glossar für einen diskriminierungssensiblen Sprachgebrauch im Journalismus. In Zusammenarbeit mit dem Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit e.V. wurde das Glossar für die Jugendarbeit, die Erwachsenenbildung sowie für die Arbeit mit Migrantenorganisationen und Geflüchteten überarbeitet und als Broschüre herausgegeben.Weiterlesen >>>

Sprachhandeln - aber wie?

Was-tun_Sprachhandeln-aber-wieDer Leitfaden zu antidiskriminierenden Sprachhandlungen der AG Feministisch Sprachhandeln an der Humboldt-Universität Berlin gibt einen Anstoß zum Nachdenken über die unterschiedlichen Formen von Sprachgebrauch und über die darin zum Ausdruck kommenden oder diesen zugrunde liegenden gesellschaftlichen Machtverhältnisse.Weiterlesen >>>

Geschlechtergerechte Sprache beeinflusst kindliche Wahrnehmung von Berufen

Wenn Berufe in einer geschlechtergerechten Sprache dargestellt werden (Nennung der männlichen und weiblichen Form, zum Beispiel "Ingenieurinnen und Ingenieure" statt nur "Ingenieure") schätzen Kinder typisch männliche Berufe als erreichbarer ein und trauen sich selbst eher zu, diese zu ergreifen. Zu diesem Ergebnis kommen Psychologinnen und Psychologen an der Freien Universität Berlin, wie die Deutsche Gesellschaft für Psychologie (DGPs) berichtet.Weiterlesen >>>

Niedersachsen | Anfrage zu 'Geschlechtsneutralisierung' der Studentenwerke in NRW

Zur Umbenennung von 'Studentenwerken' in 'Studierendenwerke' gab es in Nordrhein-Westfalen zahlreiche Medienberichte. Abgeordnete der Landtagsfraktion der FDP hatten daher in Niedersachsen eine Anfrage zur Umgehensweise mit geschlechtergerechten Formulierungen in Niedersachsen gestellt. Diese Anfrage hat das Sozialministerium beantwortet. Die vollständige Anfrage und Antwort finden Sie auf der Website des Sozialministeriums.

Gerecht und Geschlecht - Neue sprachkritische Glossen

Gerecht-und-GeschlechtSpitzfindig, satirisch und geistreich präsentiert sich das Buch von Luise F. Pusch. Die darin gesammelten feministischen, sprachkritischen Glossen stammen vorwiegend aus dem frauenpolitisch turbulenten Jahr 2013. Die Autorin zeigt den Leserinnen und Lesern des Buches nicht nur Lücken des deutschen Wortschatzes, sondern informiert auch über die bereits erzielten Erfolge und, dass sich die feministische Linguistik auch gegen die sprachliche Diskriminierung von Männern einsetzt.Weiterlesen >>>

Nürnberg | Sie & er - nur so ist es fair

Sie-und-er_nur-so-ist-es-fairEine faire und geschlechtergerechte Sprache macht Frauen und Männer als Handelnde sichtbar. Sie zeigt deutlich, wer angesprochen wird. Dass eine solche zeitgemäße Sprache mit geschlechtergerechten Formulierungen weder umständlich noch unschön ist, zeigt eine praktische Kurzanleitung der Stadt Nürnberg. Sie soll die Umsetzung des Nürnberger Gleichstellungsaktionsplans im Rahmen der Europäischen Charta für die Gleichstellung von Männern und Frauen unterstützen.Weiterlesen >>>

Wien | Eine Sprache für Frauen und Männer

Leitfaden-fuer-geschlechtergerechtes-FormulierenEinen ausführlichen Leitfaden für geschlechtergerechtes Formulieren und eine diskriminierungsfreie Bildsprache hat die Stadt Wien herausgegeben. Es gibt den Leitfaden in einer Langfassung (19 Seiten) mit vielen Beispielen und in der Kurzfassung zum schnellen Nachlesen (4 Seiten). Besonders schön, auch auf die Darstellung von Bildern in Broschüren, Flyern usf. wird gesondert eingegangen. Dabei wird nicht nur auf die Kategorie Geschlecht abgehoben, sondern auch auf Alter, Migrationshintergrund, Sexueller Orientierung oder Behinderung. Zur Website der Stadt Wien.

Darmstadt-Dieburg | Fair in der Sprache

Fair-in-der-Sprache_Darmstadt-DieburgDieses Ziel nimmt sich auch der Landkreis Darmstadt-Dieburg vor. Kurz und prägnant helfen dabei ein Flyer, ein Plakat und ein Aufstellelement für den Schreibtisch. In diesen drei Medien werden Beispiele gegeben, die helfen, ohne großen Zeitaufwand geschlechtergerecht zu formulieren. Eine gute Idee, um das Thema in der Kommune zu platzieren. Die Veröffentlichungen sind mit Unterstützung der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Sigmaringen entstanden.

Abteilung für Chancengleichheit des Landkreises Darmstadt-Dieburg (Hrsg.), Fair in der Sprache, Darmstadt, o.J. | Kontakt: Landkreis Darmstadt-Dieburg, Abteilung für Chancengleichheit, Telefon (0 61 51) 881 10 40, Chancengleichheit@ladadi.de

Kommunikation mit Behörden noch schwieriger als gedacht

Eine Studie belegt: Behördenformulare sind zu schwierig. Menschen aus sozial benachteiligten Milieus haben häufig große Probleme bei der mündlichen und schriftlichen Kommunikation mit Behörden. Dies stellt eine wesentliche Barriere für gesellschaftliche Teilhabe dar. Dies fand ein Forschungsteam an der Technischen Universität Dortmund im Rahmen des Projektes "Schreiben zwischen Sprachen und Kulturen" heraus. Ausserdem wurde untersucht, welche Faktoren für diese Schwierigkeiten verantwortlich sind und ob auch mangelnde Deutschkenntnisse dazu beitragen.Weiterlesen >>>

Region Hannover & Landkreis Hildesheim | Fair in der Sprache!

Tipps für eine zeitgemäße Sprache gibt die Arbeitsgemeinschaft der Gleichstellungsbeauftragten in der Region Hannover - kurz und knapp in einem Flyer zusammengefasst. Auch der Landkreis Hildesheim hat die Broschüre übernommen.Weiterlesen >>>

Interview mit Prof. Dr. Karin M. Eichhoff-Cyrus

Prof-Dr-Karin-M-Eichhoff-CyrusDass Frauen durch Sprache diskriminiert werden, ist stärker ins öffentliche Bewusstsein getreten. Die Frauenbewegung hatte in den siebziger Jahren einen nachweislichen Anstoß gegeben. Doch gibt es wirklich stichhaltige Anzeichen für einen gravierenden Wandel im Sprachgebrauch? Die Vernetzungsstelle befragte dazu Prof. Dr. Karin M. Eichhoff-Cyrus, Geschäftsführerin der Gesellschaft für Deutsche Sprache.Weiterlesen >>>

Interview mit Renan Demirkan

Renan-DemirkanRenanDemirkan ist Schauspielerin und Autorin. Seit ihrem siebten Lebensjahr lebt sie in Deutschland. Sie hat mehrere Auszeichnungen erhalten, darunter 1998 das Bundesverdienstkreuz. Renan Demirkan ist beides: Türkin und Deutsche. Die Koexistenz der beiden Sprachen war für sie immer wieder ein großer Gewinn. Die Vernetzungsstelle befragte sie zum Thema.Weiterlesen >>>

Das Weiberlexikon

Von Abenteurerin bis Zyklus reichen die Stichworte, die die Herausgeberinnen Florence Hervé und Renate Wurms zusammen getragen haben. Das Weiberlexikon erscheint 20 Jahre nach seiner Erstauflage zum fünften Mal, erheblich überarbeitet, aktualisiert und erweitert.Weiterlesen >>>

Sprachliche Gleichbehandlung von Frauen und Männern

Sprachliche-Gleichbehandlung-von-Frauen-und-MaennernIm Merkblatt "Sprachliche Gleichbehandlung" des Bundesverwaltungsamtes wird dargestellt, welche Möglichkeiten der Personenbezeichnung die deutsche Sprache bietet, wenn maskuline Personenbezeichnungen als Oberbegriff für männliche und weibliche Personen (= so genanntes generisches Maskulinum) vermieden werden sollen. Es werden Anregungen gegeben, wie mit vielen verschiedenen sprachüblichen Formen die sprachliche Gleichbehandlung umgesetzt werden kann. Die Broschüre steht auf der Website des Bundesverwaltungsamtes online zur Verfügung.

Bibel in gerechter Sprache

Bibel-in-gerechter-SpracheDie "Bibel in gerechter Sprache" ist ein unabhängiges Basisprojekt mit Wurzeln in der Kirchentagsbewegung. Ehrenamtlich haben über 50 Theologinnen und Theologen in fünf Jahren die Bibel vollständig neu übersetzt. Etwa 300 Gruppen und Einzelpersonen begleiteten diese Arbeit und erprobten die vorläufigen Übersetzungen in der Praxis.Weiterlesen >>>

Weitere Informationen

Der Blaustrumpf - ein fast vergessenes Schimpfwort

Einen Beitrag über den Begriff "Blaustrumpf" finden Sie hier.

Gesetzliche Regelungen

Gesetz zur Förderung der Gleichstellung der Frau in der Rechts- und Verwaltungssprache (Niedersachsen) www.schure.de/ngg/89gvbl50.htm

In Niedersachsen schreibt der "Beschluss des Landesministeriums über Grundsätze für die Gleichbehandlung von Frauen und Männern in der Rechtssprache" (1991) die Verwendung einer geschlechtergerechten Sprache vor. Das Ministerialblatt mit den Ausführungsbestimmungen finden Sie auf der Website des Landes Niedersachsen.

Die Verwaltungsvorschrift des Landes Rheinland-Pfalz zur geschlechtergerechten Sprache finden Sie auf der Website der behördlichen Gleichstellungsbeauftragten.

Aktuelle Aktion

JungeOper-Hannover
Mit einem grotesk-komischen Unterton hinterfragt Komponistin Elena Kats-Chernin in ihrer Oper "Iphis" (geeignet für Kinder ab 13 Jahren) Rollen- und Geschlechterbilder und erzählt mit lustvoll zupackender Musik eine turbulente Familienkomödie. Für Schulklassen werden nach der Vorstellung an der Jungen Oper Hannover Workshops angeboten, in denen die Schülerinnen und Schüler interaktiv der "gender awareness" auf den Grund gehen. Weitere Infos gibt es auf www.genderundschule.de.

Broschüre der Woche

20-Jahre-Netzwerk-Gewaltschutz
Seit zwei Jahrzehnten arbeitet das Netzwerk Gewaltschutz in Stadt und Region Darmstadt-Dieburg zusammen. Eine Broschüre würdigt die engagierte Zusammenarbeit für einen verbesserten Schutz für betroffene Frauen, Mädchen und Jungen. Sie zeigt Meilensteine aus 20 Jahren der Entwicklung auf.
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Termine Alle Termine >>>

Dezember 2018

12.12.–13.12.2018 | Grundlagen für die Gleichstellungsarbeit | Basisseminar für kommunale Gleichstellungsbeauftragte - Ausgebucht!, Hannover

Januar 2019

30.1.2019 | Öffentlichkeitsarbeit mit Pfiff - Fast ohne Budget- und Zeitaufwand ALLE erreichen - Ausgebucht!, Hannover

Februar 2019

6.2.2019 | Fortbildung für Verwaltungsmitarbeiterinnen von Gleichstellungsbeauftragten, Hannover

27.2.–28.2.2019 | Grundlagen für die Gleichstellungsarbeit, Hannover

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Kalendermonatsblatt

12_Dezember_Kalenderblatt
"Women's Voice, Women's Choice" - Der Frauenkalender der Vernetzungsstelle 2018 widmet sich dem Thema 100 Jahre Frauenwahlrecht. Lesen Sie hier unseren Beitrag für den Monat Dezember: Wahlprüfsteine machen Gleichstellung sichtbar.