Das Portal aus Niedersachsen für Gleichberechtigung, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte

Gendern?!

Gendern_DudenDie Eine kann und will es nicht mehr lassen - die Andere sieht es eher entspannt: das Gendern. Anne Wizorek und Hannah Lühmann beziehen in ihrer Streitschrift engagiert und kompetent Stellung zu generischem Maskulinum und Genderstern. Die Leitfragen bieten gleichzeitig Raum für persönliche Statements: Wann sind Genderfragen für das eigene Leben wichtig geworden und warum hat Sprache dabei eine wichtige Rolle gespielt? Was spricht für das Gendern, was dagegen? Wie wird es in zehn Jahren aussehen?Weiterlesen >>>

Empfehlungen des Rats für deutsche Rechtschreibung zur 'Geschlechtergerechten Schreibung'

Der "Rat für deutsche Rechtschreibung" hat sich mit geschlechtergerechter Sprache befasst und Kriterien als Grundlage für "Geschlechtergerechte Schreibung" festgelegt. Es erfolgt aber keine Festlegung auf die Art einer neuen Schreibweise. Der Rat sieht die Entwicklung noch am Anfang und will daher keine Empfehlungen, z.B. für den Gender-Gap oder den Gender-Stern abgeben. Den Beschluss in Form einer Pressemitteilung finden Sie unter www.rechtschreibrat.com/der-rat/mitteilungen.

Bundesgerichtshof | Kein Anspruch auf weibliche Personenbezeichnungen in Vordrucken und Formularen

Der Bundesgerichtshof hat in seinem heutigen Urteil festgestellt, dass Sparkassen ihre Kundinnen und Kunden weiterhin pauschal mit der männlichen Bezeichnung ansprechen dürfen. Der Bundesgerichtshof wies die Revision einer Sparkassen-Kundin aus dem Saarland zurück, die sich wegen der ausschließlichen Nutzung der männlichen Form diskriminiert fühlte. Die Entscheidung des Bundesgerichtshofs: Der unter anderem für Rechtsstreitigkeiten über Ansprüche aus unerlaubten Handlungen zuständige VI. Zivilsenat des Bundesgerichtshof hat die Revision zurückgewiesen. Die Klägerin beansprucht von der Beklagten, allgemein in Formularen und Vordrucken nicht unter grammatisch männlichen, sondern ausschließlich oder zusätzlich mit grammatisch weiblichen Personenbezeichnungen erfasst zu werden. Einen derartigen allgemeinen Anspruch hat sie nicht, so der BGH.Weiterlesen >>>

Richtig gendern

Richtig-gendern_DudenDas Buch "Richtig gendern", herausgegeben vom Dudenverlag, dient als Ratgeber zum Thema "Sprache geschlechtergerecht gestalten". Die Autorinnen geben mit ihrem Buch eine Hilfestellung zur schriftlichen sowie mündlichen Kommunikation, insbesondere im beruflichen Kontext. Hierfür werden beispielhaft Alltagssituationen beschrieben und analysiert, wodurch Anregungen für den eigenen Umgang mit Sprache geschaffen werden. Ferner möchten die Autorinnen das breite Spektrum der Gestaltungsmöglichkeiten aufzeigen und alternative Ausdrucksweisen beispielhaft fördern.Weiterlesen >>>

Glossar zum diskriminierungssensiblen Sprachgebrauch

Glossar-der-Neuen-deutschen-MedienmacherDie Initiative "Neue deutsche Medienmacher" entwickelt seit einigen Jahren ein umfangreiches Glossar für einen diskriminierungssensiblen Sprachgebrauch im Journalismus. In Zusammenarbeit mit dem Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit e.V. wurde das Glossar für die Jugendarbeit, die Erwachsenenbildung sowie für die Arbeit mit Migrantenorganisationen und Geflüchteten überarbeitet und als Broschüre herausgegeben.Weiterlesen >>>

Sprachhandeln - aber wie?

Was-tun_Sprachhandeln-aber-wieDer Leitfaden zu antidiskriminierenden Sprachhandlungen der AG Feministisch Sprachhandeln an der Humboldt-Universität Berlin gibt einen Anstoß zum Nachdenken über die unterschiedlichen Formen von Sprachgebrauch und über die darin zum Ausdruck kommenden oder diesen zugrunde liegenden gesellschaftlichen Machtverhältnisse.Weiterlesen >>>

Geschlechtergerechte Sprache beeinflusst kindliche Wahrnehmung von Berufen

Wenn Berufe in einer geschlechtergerechten Sprache dargestellt werden (Nennung der männlichen und weiblichen Form, zum Beispiel "Ingenieurinnen und Ingenieure" statt nur "Ingenieure") schätzen Kinder typisch männliche Berufe als erreichbarer ein und trauen sich selbst eher zu, diese zu ergreifen. Zu diesem Ergebnis kommen Psychologinnen und Psychologen an der Freien Universität Berlin, wie die Deutsche Gesellschaft für Psychologie (DGPs) berichtet.Weiterlesen >>>

Gerecht und Geschlecht - Neue sprachkritische Glossen

Gerecht-und-GeschlechtSpitzfindig, satirisch und geistreich präsentiert sich das Buch von Luise F. Pusch. Die darin gesammelten feministischen, sprachkritischen Glossen stammen vorwiegend aus dem frauenpolitisch turbulenten Jahr 2013. Die Autorin zeigt den Leserinnen und Lesern des Buches nicht nur Lücken des deutschen Wortschatzes, sondern informiert auch über die bereits erzielten Erfolge und, dass sich die feministische Linguistik auch gegen die sprachliche Diskriminierung von Männern einsetzt.Weiterlesen >>>

Nürnberg | Sie & er - nur so ist es fair

Sie-und-er_nur-so-ist-es-fairEine faire und geschlechtergerechte Sprache macht Frauen und Männer als Handelnde sichtbar. Sie zeigt deutlich, wer angesprochen wird. Dass eine solche zeitgemäße Sprache mit geschlechtergerechten Formulierungen weder umständlich noch unschön ist, zeigt eine praktische Kurzanleitung der Stadt Nürnberg. Sie soll die Umsetzung des Nürnberger Gleichstellungsaktionsplans im Rahmen der Europäischen Charta für die Gleichstellung von Männern und Frauen unterstützen.Weiterlesen >>>

Wien | Eine Sprache für Frauen und Männer

Leitfaden-fuer-geschlechtergerechtes-FormulierenEinen ausführlichen Leitfaden für geschlechtergerechtes Formulieren und eine diskriminierungsfreie Bildsprache hat die Stadt Wien herausgegeben. Es gibt den Leitfaden in einer Langfassung (19 Seiten) mit vielen Beispielen und in der Kurzfassung zum schnellen Nachlesen (4 Seiten). Besonders schön, auch auf die Darstellung von Bildern in Broschüren, Flyern usf. wird gesondert eingegangen. Dabei wird nicht nur auf die Kategorie Geschlecht abgehoben, sondern auch auf Alter, Migrationshintergrund, Sexueller Orientierung oder Behinderung. Zur Website der Stadt Wien.

Darmstadt-Dieburg | Fair in der Sprache

Fair-in-der-Sprache_Darmstadt-DieburgDieses Ziel nimmt sich auch der Landkreis Darmstadt-Dieburg vor. Kurz und prägnant helfen dabei ein Flyer, ein Plakat und ein Aufstellelement für den Schreibtisch. In diesen drei Medien werden Beispiele gegeben, die helfen, ohne großen Zeitaufwand geschlechtergerecht zu formulieren. Eine gute Idee, um das Thema in der Kommune zu platzieren. Die Veröffentlichungen sind mit Unterstützung der Gleichstellungsbeauftragten des Landkreises Sigmaringen entstanden.

Abteilung für Chancengleichheit des Landkreises Darmstadt-Dieburg (Hrsg.), Fair in der Sprache, Darmstadt, o.J. | Kontakt: Landkreis Darmstadt-Dieburg, Abteilung für Chancengleichheit, Telefon (0 61 51) 881 10 40, Chancengleichheit@ladadi.de

Region Hannover & Landkreis Hildesheim | Fair in der Sprache!

Tipps für eine zeitgemäße Sprache gibt die Arbeitsgemeinschaft der Gleichstellungsbeauftragten in der Region Hannover - kurz und knapp in einem Flyer zusammengefasst. Auch der Landkreis Hildesheim hat die Broschüre übernommen.Weiterlesen >>>

Bibel in gerechter Sprache

Bibel-in-gerechter-SpracheDie "Bibel in gerechter Sprache" ist ein unabhängiges Basisprojekt mit Wurzeln in der Kirchentagsbewegung. Ehrenamtlich haben über 50 Theologinnen und Theologen in fünf Jahren die Bibel vollständig neu übersetzt. Etwa 300 Gruppen und Einzelpersonen begleiteten diese Arbeit und erprobten die vorläufigen Übersetzungen in der Praxis.Weiterlesen >>>

Weitere Informationen

Der Blaustrumpf - ein fast vergessenes Schimpfwort

Einen Beitrag über den Begriff "Blaustrumpf" finden Sie hier.

Gesetzliche Regelungen

Gesetz zur Förderung der Gleichstellung der Frau in der Rechts- und Verwaltungssprache (Niedersachsen) www.schure.de/ngg/89gvbl50.htm

In Niedersachsen schreibt der "Beschluss des Landesministeriums über Grundsätze für die Gleichbehandlung von Frauen und Männern in der Rechtssprache" (1991) die Verwendung einer geschlechtergerechten Sprache vor. Das Ministerialblatt mit den Ausführungsbestimmungen finden Sie auf der Website des Landes Niedersachsen.

Die Verwaltungsvorschrift des Landes Rheinland-Pfalz zur geschlechtergerechten Sprache finden Sie auf der Website der behördlichen Gleichstellungsbeauftragten.

Gründerinnen stärken durch den FEMALE HEALTH INCUBATOR!

Female-Health-Incubator
Mit dem neuen Projekt "FEMALE HEALTH INCUBATOR" der hannoverimpuls GmbH sollen Gründerinnen mit Geschäftsideen aus dem Themenfeld Frauengesundheit unterstützt werden. Die Startups und Einzelgründerinnen werden innerhalb von sechs Monaten mit Hilfe von Workshops und Mentorings bei einer zielgerichteten Weiterentwicklung ihres Geschäftsmodells unterstützt. Außerdem hilft das Programm den Gründerinnen dabei, sich mit Branchenexpertinnen, und -experten, Investorinnen und Investoren sowie weiteren Unterstützenden zu vernetzen. Die Kernphasen starten im September 2020, im Mai 2021 und im Januar 2022 und laufen dann jeweils sechs Monate. Kontakt: hannoverimpuls GmbH, Telefon (0511) 935 77 06, www.fhi-hannover.de

Neu vorgestellt

Frauen-Macht-Berlin
Frauen MACHT Berlin! - Im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung hat die EAF Berlin eine Studie zur politischen Teilhabe von Frauen in Berlin erstellt. Wie gestaltet sich Teilhabe von Frauen in der Politik Berlins? Wie hoch ist der Anteil von Frauen in den Bezirksverordnetenversammlungen, im Abgeordnetenhaus und im Senat und wie hat er sich seit der Wiedervereinigung entwickelt? Wie sind die geringen Frauenanteile zu erklären? Welche Rolle spielt das Wahlrecht, was tun die Parteien? Und welche nötigen nächsten Schritte zu mehr Teilhabe von Frauen in der Berliner Politik ergeben sich daraus? weiterlesen >>>

Termine Alle Termine >>>

September 2020

1.9.2020 | Keine sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz - Handlungssicherheit in Beratung, Begleitung und Prävention | Ausgebucht, Hannover

17.9.2020 | Öffentlichkeitsarbeit mit Pfiff - Fast ohne Budget- und Zeitaufwand ALLE erreichen | Ausgebucht, Hannover

22.9.–23.9.2020 | Grundlagen für die Gleichstellungsarbeit - Ausgebucht!, Hannover

Oktober 2020

5.10.–6.10.2020 | Fachkraft der Antidiskriminierungsberatung, Lüneburg

22.10.–23.10.2020 | Zeitpolitik im/in Betrieb - Atmende Lebensläufe ermöglichen!, Mülheim an der Ruhr

Newsletter

Monatlich erscheint unser Newsletter mit aktuellen Nachrichten, Aktionen, Veranstaltungen und Veröffentlichungen. Sie können den Newsletter kostenlos abonnieren. Hier geht es zur Anmeldung. Die letzten Ausgaben finden Sie hier als pdf-Datei zum Download.

Ausstellung zur Frauenrechtskonvention

Cedaw-Ausstellung
Über 40 Jahre gibt es die UN-Frauenrechtskonvention (engl. Abk. CEDAW) schon. Doch leider sind die Inhalte der Konvention nur wenigen Menschen bekannt. Gleichberechtigung und Vernetzung e.V. hat eine Ausstellung zum Verleih entwickelt. Sie informiert über die Reichweite, Entwicklung sowie Inhalte des CEDAW-Abkommens. Außerdem werden gleichstellungspolitische Inhalte der UN-Frauenrechtskonvention dargestellt, die auch auf kommunaler Ebene von Bedeutung sind. Die Ausstellung ist in Form von Roll-ups sowie als Posterausstellung erhältlich. Mehr unter www.gleichstellung-sichtbar-machen.de/projekt/ausstellung