Das Portal aus Niedersachsen für Gleichberechtigung, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte

Internationaler Hebammentag

hebammentag-2020Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat das Jahr 2020 zum "Jahr der Pflegenden und Hebammen" ausgerufen. Die großen Leistungen beider Professionen sollten in diesem Jahr stärker in das öffentliche Bewusstsein rücken und gestärkt werden. Zum Internationalen Hebammentag am 5. Mai zieht der Deutsche Hebammenverband e. V. (DHV) unter dem Motto "Stark in der Krise – Ihre Hebammen" eine erste Bilanz: Hebammen, Pflegende und viele weitere Berufsgruppen leisten in der Corona-Krise Tag für Tag Außerordentliches. Und dies trotz der Versäumnisse der Vergangenheit, welche nun besonders sichtbar werden.

"Wer für unsere Gesellschaft systemrelevant ist, zeigt sich weltweit gerade mit großer Wucht", betont Ulrike Geppert-Orthofer, Präsidentin des Deutschen Hebammenverbandes. "Wir alle können den Millionen Menschen, welche uns durch die Krise helfen, nicht genug danken. Aber deutlich wird auch mehr denn je: Das bisheriges Wertesystem spiegelt nicht wider, welche Berufsgruppen für ein gesundes und sicheres Zusammenleben notwendig sind. Das muss sich ändern. Eine Rückkehr zur alten Normalität ist für mich keine Option." Der DHV hat in den letzten Wochen wiederholt die Bundesländer unter anderem dazu aufgefordert, Hebammen flächendeckend bei den Bestimmungen für systemrelevante Berufe einzubeziehen und sie bei der Verteilung von Schutzmasken und persönlicher Schutzkleidung oder für die Kindernotbetreuung zu berücksichtigen. Dies geschieht nur vereinzelt. Außerdem ist bis zum heutigen Tag kein Schutzschirm für freiberuflich tätige Hebammen angedacht, um ihre teils hohen finanziellen Ausfälle abzumildern.

"Wir müssen neue Wege finden – das gilt ganz besonders für unser Gesundheitssystem und die Geburtshilfe", so Geppert-Orthofer. "Dazu gehört auch die Bedeutung der Hebammenbetreuung in unserer Gesellschaft neu zu definieren. Denn der Start ins Leben muss sicher und verantwortungsvoll gestaltet werden: frauenzentriert, selbstbestimmt, und interventionsarm."

Der Internationale Hebammentag findet seit 1992 statt. Zahlreiche Hebammen und ihre Unterstützerinnen und Unterstützer weisen jedes Jahr am 5. Mai weltweit mit Aktionen und Infoveranstaltungen auf den Wert von Hebammenarbeit für Frauen und Neugeborene hin. Durch die Corona-Pandemie sind Versammlungen jedoch derzeit nicht möglich. Deshalb hat der Deutsche Hebammenverband Druckvorlagen für Autofahnen und Aktionen für Soziale Medien zur Verfügung gestellt: www.unsere-hebammen.de/mitmachen/hebammentag-2020. Außerdem präsentiert der Verband auf seiner Facebook-Seite in den nächsten Tagen Grußworte von Akteuren des Gesundheitswesens.

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Brandenburg | Richtlinie zur Förderung von Hebammen gestartet – Unterstützung für Ausbildungsbegleitung, Gründung und Fortbildung

Um Hebammen zu unterstützen und so die flächendeckende Versorgung mit Hebammenhilfe im Land Brandenburg zu gewährleisten, hat das Land Brandenburg eine Hebammenförderrichtlinie auf den Weg gebracht. Damit können in Brandenburg tätige Hebammen finanzielle Unterstützung für die Ausbildungsbegleitung, Gründung einer eigenen Praxis oder Fortbildungen beantragen. Insgesamt stehen im Jahr 2020 rund 395.000 Euro zur Verfügung. Anträge können ab sofort über das Landesamt für Soziales und Versorgung (LASV) gestellt werden. (28.8.2020)

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Gutachten zur stationären Hebammenversorgung

Stationaere-HebammenversorgungDas IGES Institut hat im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) ein Gutachten zur stationären Hebammenversorgung erstellt. Demnach sind Einrichtungen der Geburtshilfe gut zu erreichen und Mütter weitgehend zufrieden mit der Hebammenversorgung im Krankenhaus. Aber stellenweise zeigt sich eine Überlastung von Geburtsstationen in größeren Städten.

Das Gutachten liefert eine umfangreiche Datengrundlage zur stationären Versorgungssituation mit Hebammenleistungen. Dafür wurden statistische Bevölkerungs- und Krankenhausdaten ausgewertet sowie Geburtskliniken, Hebammen und Mütter befragt.

Anfang 2019 hatte das BMG "Sofortmaßnahmen zur Stärkung der Geburtshilfe" vorgestellt, um eine flächendeckende Versorgung mit Hebammenleistungen auch künftig sicherzustellen. Neben der Vergabe des im Januar 2020 vorgestellten Gutachtens gehören dazu unter anderem die bereits erfolgte Einrichtung einer Datenbank zur Hebammensuche durch den Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen sowie die Reform der Hebammenausbildung, nach der Hebammen nun in einem dualen Studium auf ihren Beruf vorbereitet werden.

IGES Institut (Hrsg.): Stationäre Hebammenversorgung, Gutachten für das Bundesministerium für Gesundheit, Berlin 2019

Weitere Informationen

Pressemitteilung BMG vom 10.01.2020 und Download des Gutachtens unter www.bundesgesundheitsministerium.de

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Hebammenzentrale für Region Hannover gestartet


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Sie beraten während der Schwangerschaft und unterstützen bei der Vorbereitung auf die Geburt - Hebammen sind wichtige Begleiterinnen für werdende Mütter. Jede Frau hat einen gesetzlichen Anspruch auf die Hilfe einer Hebamme, doch diese sind rar: Viele Schwangere haben große Mühe, eine Hebamme zu finden, die verfügbar ist. Die Region Hannover hat am 19. August 2019 gemeinsam mit pro familia Niedersachsen e.V. und dem Hebammenverband Niedersachsen e.V. eine Hebammenzentrale eröffnet, die die Versorgung von Schwangeren und jungen Familien verbessern soll

"Die Hebammenzentrale wird dazu beitragen, die angespannte Versorgungssituation von werdenden Müttern und Familien in der Region deutlich zu entschärfen", so Cora Hermenau, Dezernentin für Öffentliche Gesundheit, Sicherheit, IT und EU-Angelegenheiten der Region Hannover. "Hebammen stärken Familien in dieser aufregenden Umbruchphase nachhaltig - wir wollen allen werdenden Müttern in der gesamten Region die Teilhabe an diesem präventiven und gesundheitsfördernden Angebot ermöglichen."

Dr. Mustafa Yilmaz, Leiter des Gesundheitsamtes der Region Hannover, ergänzt: "Schwangerenvorsorge, Geburtshilfe und Wochenbettbetreuung sind aus medizinischer Sicht wichtige Aufgaben, die dem Kind die besten gesundheitlichen Voraussetzungen auf den Lebensweg geben und damit die Lebensqualität von jungen Familien steigern."

Website mit Hebammenbörse
Die Hebammenzentrale, die jetzt offiziell an den Start gegangen ist, bündelt und vermittelt Hebammenhilfen, berät Hebammen, die in die Freiberuflichkeit (wieder) einsteigen wollen und ist Ansprechpartnerin für werdende Familien rund um die Suche nach einer Hebamme. Die Internetseite der Zentrale soll zur übersichtlichen Hebammenbörse werden: Hier können sich alle freiberufliche Hebammen aus der Region mit ihren freien Kapazitäten registrieren.

Das Projekt ist zunächst auf drei Jahre angelegt, die Evaluation während der Projektlaufzeit soll Daten über die aktuelle Versorgungssituation in der Region Hannover und damit Impulse für künftiges Arbeiten liefern. Die Region übernimmt die Kosten von 360.000 Euro, der Hebammenverband Niedersachsen begleitet die Hebammenzentrale konzeptionell, pro familia Niedersachsen übernimmt die Trägerschaft. "Wir haben zum einen das nötige Know-how und können zum anderen unsere Erfahrungen in der Schwangerenberatung einbringen", sagt Landesgeschäftsführerin Uta Engelhardt von pro familia. "Mit der Zentrale unterstützen wir die Ziele des Hebammenverbandes und können unsere bestehenden Beratungsangebote und Netzwerke zielgerichtet einbringen. Damit schaffen wir einen transparenten Überblick über die Angebote für Familien vor und nach der Geburt in der Region Hannover. Das hilft den schwangeren Frauen."

Ein weiterer Partner ist der Hebammenverband Niedersachsen e.V., der bereits einige Hebammenzentralen in Niedersachsen erfolgreich begleitet. "Der Hebammenmangel verschärft sich zunehmend angesichts der steigenden Geburtsrate. Hinzu kommt, dass viele der älteren Hebammen in den Ruhestand gehen. Dieser Notstand schlägt zurück auf die Eltern, die keine Hebamme mehr finden", so Veronika Bujny, Vorsitzende des Verbandes. Die Zentrale trägt dazu bei, dass die Hebammenleistungen besser verteilt werden können und Eltern eine zentrale Ansprechpartnerin für ihre Suche haben, ist sich Bujny sicher.

Telefonisches Sprechzeiten für werdende Eltern und Hebammen
Die Leitung der Hebammenzentrale liegt in den Händen der Hebamme Christina Aust, die zusammen mit ihren Kolleginnen Nina Obermayer und Christina Reinartz die telefonischen Sprechzeiten - täglich sechs Stunden - der Zentrale betreut. Frauen und Familien bekommen hier Hilfe, wenn sie Fragen zur Hebammenhilfe haben oder einen Platz in einem Geburtsvorbereitungs- oder Rückbildungskursus suchen. Hebammen erhalten Unterstützung etwa zu Fragen rund um die Freiberuflichkeit, auch bei der Suche nach Praktikumsstellen hilft die Zentrale. Kernstück des Projekts ist die Internetseite www.hebammenzentrale-region-hannover.de.

"Als freiberufliche Hebamme musste ich früher selbst jeden Tag vielen Frauen absagen, das war frustrierend für die Frauen. Hebammensuche soll keinen Frust auslösen - unsere Homepage zeigt auf einen Blick, welche Hebammen wo verfügbar sind. Wichtig ist, dass wir die Hebammen ins Boot holen und so viele wie möglich mitmachen und sich registrieren!", sagt Christina Aust, die in den vergangenen Wochen in der Region unterwegs war, um auf das neue Angebot aufmerksam zu machen. Zum offiziellen Auftakt gab es am 19. August 2018 außerdem eine große Infoveranstaltung für freiberufliche Hebammen aus der Region.

Weitere Informationen

Kontakt
Hebammenzentrale Region Hannover
Dieterichsstraße 25 (Vorderhaus)
30159 Hannover

Telefon (0511) 30 18 57 98
hebammenzentrale.region.hannover@profamilia.de
www.hebammenzentrale-region-hannover.de

Telefonische Sprechzeiten

  • Montags und donnerstags: 09.00 bis 12.00 Uhr und 16.30 bis 19.30 Uhr
  • Dienstags und freitags: 09.00 bis 12.00 Uhr und 15.00 bis 18.00 Uhr
  • Mittwochs: 09.00 bis 12.00 Uhr und 14.00 bis 17.00 Uhr

Quelle: Pressemittelung Region Hannover, 19.08.2019

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Niedersachsen | Hebammen sollen künftig studieren

Die Ausbildung von Hebammen in Niedersachsen wird vollständig akademisiert. Alle Hebammenschülerinnen und -schüler sollen zukünftig ein Bachelorstudium aufnehmen können. Das Studium soll schrittweise an vier Hochschulstandorten nach neuen gesetzlichen Vorgaben aufgebaut werden: In Osnabrück mit der Hochschule Osnabrück, in Hannover mit der Medizinischen Hochschule Hannover, in Göttingen mit der Universitätsmedizin Göttingen und der HAWK Hildesheim/Holzminden/Göttingen sowie in Oldenburg mit der Universität Oldenburg und der Jade Hochschule Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth. Bisher fand die dreijährige Ausbildung an Fachschulen statt.

"Der Fachkräftebedarf ist erheblich und die Anforderungen an die Geburtshilfe sind gestiegen. Zudem wird die Nachfrage nach Hebammen mit dem Ausscheiden der Babyboomer-Generation weiter steigen. Mit dem Studienangebot wollen wir die Nachwuchskräfte bestmöglich auf die künftigen Aufgaben vorbereiten und den Beruf zugleich attraktiver machen. Wir werden alles daran setzen, schon zum WS 2020/21 ein akademisches Studium des Hebammenwesens nach den neuen gesetzlichen Vorgaben anzubieten und die Standorte schrittweise aufzubauen", sagt der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler.

Die Studiengänge verbinden ein wissenschaftliches Studium mit längeren begleiteten Praxiszeiten, etwa in Krankenhäusern oder bei freiberuflichen Hebammen. Niedersachsen setzt damit die vom Bundesgesetzgeber auf dem Weg gebrachte Reform der Hebammenausbildung um, die nach der Verabschiedung des Gesetzentwurfs ab Januar 2020 ausschließlich einen akademischen Ausbildungsweg vorsieht. Der Bund setzt damit eine entsprechende Richtlinie der Europäischen Union um. Nach den geplanten Übergangsregeln können Interessierte noch bis Ende 2021 eine Ausbildung an Fachschulen beginnen.

In Niedersachsen soll eine Gesamtkapazität von rund 185 Studienanfängerplätzen entstehen. Davon sollen 140 Studienplätze für Hebammen neu geschaffen werden. Für diese zusätzlichen Plätze sind im Entwurf des Haushalts für 2020 Mittel in Höhe von rund 945.000 Euro eingeplant, die in den Folgejahren weiter aufwachsen sollen.

Hinzu kommen 45 Anfängerplätze, die die Hochschule Osnabrück bereits im Studiengang Midwifery anbietet. "Wir schaffen damit mehr Studienplätze, als aktuell Fachschulplätze zur Verfügung stehen", betont Thümler. Derzeit beginnen etwa 100 bis 120 Hebammenschülerinnen und Entbindungspfleger ihre Ausbildung in Niedersachsen.

Die Hebammenversorgung in Niedersachsen erfordere erhebliche Anstrengungen, so Thümler. Dies betreffe nicht nur die Kosten, sondern auch die Neukonzeption der Studiengänge durch die Hochschulen und die Suche nach Partnern für die praktische Ausbildung. "Eine große Herausforderung ist es auch, das akademische Personal für die Lehre zu gewinnen", so Thümler. Neben den Hebammen, die direkt in den Beruf gehen, würden daher später auch Absolventinnen und Absolventen aus Masterstudiengängen benötigt.

Die Akademisierung allein sei allerdings kein Allheilmittel, sagt der Minister. "Wir müssen uns ebenso um gute Arbeitsbedingungen kümmern, die zum Beispiel der Vereinbarkeit von Familie und Beruf Rechnung tragen."

Weitere Informationen

Pressemitteilung des Nds. Ministerium für Wissenschaft und Kultur vom 28.8.2019, www.mwk.niedersachsen.de

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Landkreis Stade: Hebammenzentrale gestartet

Mit Beginn des neuen Jahres 2020 hat mit Anna-Lena Topp und Iris Freyer die Hebammenzentrale für den Landkreis Stade ihre Arbeit aufgenommen.

Der Wunsch nach einer Hebammenzentrale kam aus den Reihen der im Landkreis Stade tätigen Hebammen", so Kreis-Sozialdezernentin Susanne Brahmst. Die Versorgung von Frauen vor und nach der Geburt sei - wie auch in anderen Landkreisen in Niedersachsen - als unzureichend angesehen worden. Um auch den Frauen im Landkreis Stade eine möglichst effiziente Betreuung zu bieten und zu gewährleisten, war der politische Beschluss gefasst worden, eine Hebammenzentrale im Landkreis Stade einzurichten.

Die Hebammenzentrale soll dazu beitragen, die Effektivität der Vermittlung der Hebammen zu erhöhen und insbesondere damit eine Entlastung der Hebammen zu erreichen. Brahmst: "Ein Herumtelefonieren soll zukünftig vermieden und eine zeitliche Entlastung der Hebammen erreicht werden." Weiterhin wird es in der Hebammenzentrale eine Warteliste geben, um bei freiwerdenden Kapazitäten den Schwangeren auch kurzfristig helfen zu können.

Die Hebammenzentrale wird vom Landkreis Stade finanziert. Die Umsetzung wurde dem Diakonieverband Buxtehude-Stade übertragen. Die Hebammenzentrale ist mit den Hebammen Anna-Lena Topp und Iris Freyer besetzt. Beide stehen für die Vermittlung der Hebammen zur Verfügung.

Weitere Informationen

Die Hebammenzentrale ist seit 2. Januar 2020 online unter www.hebammenzentrale-stade.de erreichbar. Die Interseite ermöglicht es den Frauen, aus den unterschiedlichen Betreuungsangeboten und Verfügbarkeiten der Hebammen zu wählen. Telefonisch ist der Kontakt unter (04141) 997 43 80 sowie unter 0151-17 93 02 50 (zunächst montags bis donnerstags von 9 bis 12 Uhr) möglich.

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Niedersachsen | Landtag debattiert Hebammenversorgung

Die Niedersächsische Sozialministerin Dr. Carola Reimann hat im Landtag erklärt: "Niedersachsen braucht eine flächendeckende medizinische und versorgende Geburtshilfe. Dazu gehört zum einen die Versorgung mit Geburtsstationen in Krankenhäusern. In Niedersachsen gibt es in fast allen Landkreisen und kreisfreien Städten eine entsprechende Geburtsklinik und wir wollen, dass das so bleibt. Zum anderen ist es für werdende Eltern wichtig, frühzeitig eine Hebamme für die Vor- und Nachsorge zu finden. Eine ganze Reihe von Kommunen hat zu diesem Zweck bereits sogenannte Hebammenzentralen eingerichtet. Als Land schaffen wir für diese Einrichtungen eine Landeskoordinierungsstelle. Durch das Angebot von Beratungsleistungen in fachlichen und rechtlichen Fragestellungen, einer überregionalen fachlichen Vernetzung sowie landesweiten Informationsveranstaltungen unterstützt das Land die Hebammenzentralen vor Ort und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur Versorgungssicherheit." www.ms.niedersachsen.de (29.1.2020)

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Gesundheit rund um die Geburt in Niedersachsen

Gemeinsam für ein landesweites Aktionsprogramm zum nationalen Gesundheitsziel
Am 26. Juni hat auf Einladung des Aktionsbündnisses eine breite Diskussion zum Thema stattgefunden. Das Aktionsbündnis "Gesundheit rund um die Geburt in Niedersachsen", die Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen und das Projekt "Gleichstellung sichtbar machen - CEDAW in Niedersachsen" förderten und initiierten diesen Fachaustausch, um über das Gesundheitsziel "Gesunde Geburt" zu diskutieren. Aus wissenschaftlicher, verbandlicher und aus der Perspektive Betroffener wurde über Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und auch Rahmenbedingungen und Lebenswelten sowie Bedarfe im 1. Lebensjahr gesprochen. Die Ergebnisse des Fachaustauschs sollen die Basis zukünftiger politischer Forderungen sein, ein Papier wird vom Aktionsbündnis erstellt. www.gesundheit-rund-um-die-geburt.de (28.6.2019)

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Niedersachsen | Gesundheitsbericht zur Hebammenversorgung

Das Niedersächsische Landesgesundheitsamt (NLGA ) hat einen Bericht zur Hebammenversorgung in Niedersachsen veröffentlicht. Damit erhält die Diskussion über eine flächendeckende und ausreichende Hebammenversorgung und Schwangerschaftsbegleitung eine aussagekräftige Datengrundlage zur Einschätzung der aktuellen Versorgungslage. Der Bericht nutzt offizielle Statistiken und Daten der Krankenversicherungen, der Berufsgenossenschaften und des Öffentlichen Gesundheitsdienstes.

Mit dem Gesundheitsziel "Gesundheit rund um die Geburt" stellt der Bund die Sicherstellung der geburtshilflichen Versorgung in den Fokus des öffentlichen Interesses. Eine Arbeitsgruppe begleitet die Umsetzung dieses Ziels, das die Lebensphase vom Beginn der Schwangerschaft bis zum Ende des ersten Lebensjahres umfasst. Direkt daran schließt sich das Gesundheitsziel "Gesund aufwachsen" an.

Aufrufe von Hebammenverbänden warnen vor einer Unterversorgung von Frauen in dieser vulnerablen Lebensphase. Daher hat die Gesundheitsministerkonferenz den Bund zu einem Gutachten über die Versorgungssituation in der Geburtshilfe durch Hebammen aufgefordert, das die Versorgungslage prüfen soll.

Der Bericht des NLGA informiert über gesetzliche Grundlagen und Regelungen zur Ausübung des Berufes der Hebamme bzw. des Entbindungspflegers und stellt die derzeit verfügbare Datenlage zu diesem Tätigkeitsbereich dar, unter anderem zum Anstieg des Brutto-Jahresbeitrages der Berufshaftpflichtprämie für Hebammen.

Im Bericht werden vorhandene Daten aus Niedersachsen zusammengetragen, die Versorgungsstrukturen auch auf regionaler Ebene darstellbar machen können. Neben Angaben zu den arbeitenden Hebammen selbst sind das Bevölkerungszahlen, insbesondere differenzierte Angaben über Frauen im gebärfähigem Alter (15 – 44 Jahre), Geburtenhäufigkeiten im Zeitverlauf sowie gegebenenfalls Daten zu Krankenhäusern mit geburtshilflichen Abteilungen.

Die Einschätzung der Versorgungssituation wird derzeit vor allem dadurch erschwert, dass eine aussagekräftige Erfassung des Tätigkeitsumfangs von Hebammen durch die Kombination aus freiberuflicher und angestellter Tätigkeit kaum möglich ist.

Drohende Versorgungsengpässe in einzelnen Regionen werden seit geraumer Zeit diskutiert. In Niedersachsen gibt es in einigen Landkreisen bereits sogenannte Hebammenzentralen, die eine Vermittlung von freien Hebammen an suchende Frauen optimieren sollen, zum Beispiel in den Landkreisen Emsland, Friesland, Hannover, Leer, Oldenburg, Osnabrück und Wesermarsch.

Damit die Akademisierung der Hebammenausbildung die Versorgungslage nicht zusätzlich erschwert, müssen außerdem zeitnah neue Ausbildungsstudiengänge in ausreichender Zahl geschaffen werden.

Weitere Informationen

Niedersächsisches Landesgesundheitsamt (Hrsg.): Gesundheitsbericht Hebammenversorgung in Niedersachsen. Datenlage. Hannover Januar 2019.

Download des Berichts von der Website des NLGA

Druckexemplare können per Mail an internet-redaktion@nlga.niedersachsen.de bestellt werden.

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Hebammentag 2019: Hebammen verteidigen Frauenrechte

Der Hebammentag am 5. Mai findet in diesem Jahr unter dem Motto "Hebammen verteidigen Frauenrechte" statt. Der Deutsche Hebammenverband (DHV) fordert in dem Zusammenhang eine gute Geburtshilfe mit einem Geburtshilfe-Stärkungsgesetz. Deutschlands Kreißsäle sind lebenswichtig. Frauen und Neugeborene müssen dort bestmöglich versorgt werden. Die Situation werde jedoch von Jahr zu Jahr schlechter, so der DHV. Gefordert wird deshalb ein Wandel in der Geburtshilfe - damit Frauen und ihre Kinder wieder im Mittelpunkt stehen. Der DHV setzt sich für eine familienorientierte, individuelle und sichere Betreuung während der Geburt, nachhaltig gesichert für die Zukunft, ein. Am 2. Mai lädt der DHV zu einer Fotoaktion in Berlin ein. In Aurich und Hannover sind Informationsstände und eine Postkartenaktion zum Hebammentag geplant. www.hebammenverband.de/hebammentag2019 (30.4.2019)

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Niedersachsen | Bündnis 'Gesundheit rund um die Geburt'

Buendnis-Gesunde-Geburt
Das Aktionsbündnis in Niedersachsen orientiert sich inhaltlich am Nationalen Gesundheitsziel "Gesundheit rund um die Geburt" mit seinen fünf definierten Unterzielen. Diese sollen in der Landespolitik verankert werden. Darüber hinaus fordert das Bündnis einen Landesaktionsplan. Mehr unter gesundheit-rund-um-die-geburt.de

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Eckpunkte für ein Geburtshilfe-Stärkungsgesetz im klinischen Bereich

Der Deutsche Hebammenverband stellt Eckpunkte für ein Geburtshilfe-Stärkungsgesetz vor. Die Forderungen des Deutschen Hebammenverbands zielen auf eine individuelle und sichere Betreuung jeder Frau und ihrer Familie. "In der Geburtshilfe muss wieder der Mensch im Mittelpunkt sein. Frauen benötigen eine individuelle und zugewandte Betreuung rund um die Geburt. Hebammen brauchen bessere Arbeitsbedingungen. Wir fordern deshalb einen Wandel in der Geburtshilfe und entschiedene politische Maßnahmen", so Ulrike Geppert-Orthofer, Präsidentin des Deutschen Hebammenverbands e. V. Die Forderungen sind auf der Website des Hebammenverbandes abrufbar. (26.2.2019)

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Planungsauftakt für Studiengang Hebammenwissenschaft in Bremen

Die Fakultät Gesellschaftswissenschaften der Hochschule Bremen nimmt zum Wintersemester 2020 / 2021 den Lehrbetrieb im neuen Studiengang Hebammenwissenschaft auf. Der dafür erforderliche Planungsprozess startete am 25. Februar 2019 mit einer Auftaktveranstaltung, auf der die wichtigsten Beteiligten zusammenkamen. Auch die Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz, Prof. Dr. Eva Quante-Brandt, war bei diesem Treffen zugegen.

Im Rahmen der Akademisierung der Gesundheitsfachberufe ist Deutschland aufgefordert, aufgrund der EU-weiten Anpassung Hebammen-Studiengänge ab 2020 einzurichten. Es handelt dabei um einen kompletten Systemumstieg, die bisherige berufliche Ausbildung wird abgeschafft.

Der neue primärqualifizierende Bachelor-Studiengang Hebammenwissenschaft an der Hochschule Bremen umfasst das gesamte Spektrum originärer Hebammentätigkeit. Er vermittelt eine wissenschaftlich fundierte, praxisorientierte Qualifikation auf Hochschulniveau sowohl zur Ausübung des Hebammenberufes als auch für akademische Tätigkeiten im Bereich Hebammen- und Gesundheitswissenschaften.

Der Studiengang soll dem Bedarf an anwendungsorientierten, qualifizierten Fach- und Führungspersonen in Einrichtungen der Geburtshilfe und frühen Hilfen Rechnung tragen. Damit werden in der Fakultät Gesellschaftswissenschaften auch Bezüge zu den Studiengängen der Sozialen Arbeit hergestellt. Eine entsprechende Verankerung wurde im Wissenschaftsplans 2025 vorgenommen.

Weitere Informationen

Pressemitteilung der Hochschule Bremen vom 25.2.2019, www.hs-bremen.de


Weitere Informationen zur Akademisierung der Hebammenausbildung finden Sie auf der Website des Deutschen Hebammenverbandes. www.hebammenverband.de/beruf-hebamme/akademisierung

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Westersteder Erklärung | Studienort für Hebammen im Nordwesten gefordert


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Der Lenkungskreis zur "Westersteder Erklärung" fordert die Einrichtung eines Hochschulstandortes im Nordwesten Niedersachsens.
Bei einem ersten Treffen Ende Mai 2018 in Westerstede hatten - aus der Region Oldenburg/Küste angereiste - Gleichstellungsbeauftragte, Hebammen, Chefärzte, eine Sozialdezernentin, ein Pflegedirektor und weiteres Gesundheitspersonal den Hebammenmangel in der Region Ostfriesland, Friesland und Oldenburg deutlich aufgezeigt. Für den Landkreis Leer, den Landkreis Friesland und die Stadt Oldenburg wurde die mangelnde Versorgung mit Hebammenhilfe sehr detailliert dargestellt. Auch andere Regionen verwiesen auf ihre Unterversorgung. Frauen finden keine Kurse, müssen sehr viele Hebammen anrufen, um eine Betreuung nach der Geburt zu finden, was nicht immer gelingt. Kliniken können freiwerdende Hebammenstellen kaum besetzen. Der Druck würde immer größer, weil keine Hebammen "auf dem Markt" seien, sagt Oliver Bungenstock, Pflegedirektor des Emder Krankenhauses. Zudem gehen in den nächsten acht Jahren viele Hebammen in den Ruhestand, die derzeit einen Großteil der Arbeit leisten.

Auf diesem Treffens wurde mit der "Westersteder Erklärung" einstimmig beschlossen: "¨schnellstmöglich in der Region einen Studiengang Hebammenwesen einzurichten. Der drängende Bedarf an Hebammen im gesamten nordwestlichen Niedersachsen soll, durch einen mit 40-60 Plätzen pro Jahr ausgestatteten dualen Studiengang, für die Zukunft abgesichert werden¨"

Es wurde ein Lenkungskreis eingerichtet. Dieser erläutert die aktuelle Situation und die weitere Vorgehensweise. Ein zentraler Aspekt eines dualen Studiums der Hebammenwissenschaft hier im Nordwesten wird darin gesehen, die Praxisanteile durch Kooperationen in der gesamten Region zu streuen. So würden insbesondere auch die ländlichen Strukturen profitieren. Für die Theorie brauche es einen gut erreichbaren Studienort, mit Nähe zur Medizin und Versorgungsforschung, mit möglichst internationaler Vernetzung.
In der ländlichen Region fehlen Hebammen und viele, die anderswo ihre Ausbildung absolvieren, kommen nicht zurück.

Birgit Ehring-Timm, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Aurich, bemängelte die fehlenden Kapazitäten der freiberuflichen Hebammen, wodurch Frauen in der Schwangerschaft und im Wochenbett ohne Betreuung blieben.

Dagmar Sachse, Sozialdezernentin aus Oldenburg wies auf die Hebammenzentrale hin, die zwar in Oldenburg seit mehreren Jahren die Bedarfe koordiniert, den Mangel aber zukünftig nicht komplett auffangen könne.

Auch die ärztlichen Leitungen der geburtshilflichen Abteilungen sähen den Bedarf an gut qualifizierten Hebammen, damit auch in Zukunft die Stellen in den Kreißsälen besetzt werden können, verdeutlichte Dr. Thomas Möller, leitender Oberarzt der Ubbo-Emmius-Klinik Aurich

Die Leitung der einzigen Hebammenschule in der Region, Astrid Kruid, äußerte, dass derzeit nur alle drei Jahre 15 Hebammen in Oldenburg ausgebildet werden.

Deutschland ist in Europa das Schlusslicht bei der Umsetzung der EU Richtlinien zur Angleichung der Bildungsabschlüsse. Nun muss hier bis Januar 2020 eine Richtlinie umgesetzt sein, die zwölf Jahre Schulbildung zur Eingangsvoraussetzung in die Hebammenausbildung macht und die Vermittlung genauer wissenschaftlicher Kenntnisse vorschreibt. Der Hebammenverband Niedersachsen fordert seit Langem eine rasche Umsetzung der EU Vorgaben und die Einrichtung von Studienstandorten. Durch die Ausbildung in der Region bestehe die berechtigte Hoffnung, dass genügend Fachkräfte auch blieben.

Die "Westersteder Erklärung" soll nun aufzeigen, wie groß der Druck in der Region ist und dass hier gemeinsam Lösungen gesucht werden. Viele Entscheidungsträger sollen nun im Weiteren zur Unterzeichnung eingeladen werden. Die Landesregierung wird zum Handeln aufgefordert.

Weitere Informationen

Weitere Informationen finden sich auf der Internetseite des Hebammenverbands: www.hebammen-niedersachsen.de

Gleichstellung-sichtbar-machenDie Westersteder Erklärung ist im Projekt "Gleichstellung sichtbar machen - CEDAW in Niedersachsen" im Rahmen des Modellstandortes Aurich "Gesunde Geburt auf dem Land" gemeinsam mit dem Hebammenverband Niedersachsen entstanden. www.gleichstellung-sichtbar-machen.de

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Hebammenverband begrüßt Einführung des dualen Studiums für Hebammen

Der Deutsche Hebammenverband e. V. (DHV) begrüßt eine Zusage des Bundesgesundheitsministeriums zur Einführung des dualen Studiums für Hebammen. Hintergrund ist eine EU-Leitlinie, die eine Akademisierung bis zum 18. Januar 2020 fordert. Deutschland ist das letzte Land in der EU, das Hebammen noch nicht an Hochschulen ausbildet. Der Deutsche Hebammenverband e. V. (DHV) setzt sich seit Jahren für eine volle Akademisierung der Hebammenausbildung ein.

Eine bestmögliche Ausbildung durch ein Studium sei notwendig und gewährleiste auch zukünftig eine hohe Qualität in der Geburtshilfe. Der Verband drängt auf einen raschen Start aller Neuregelungen und eine gut gestaltete Übergangszeit. Die Kompetenzen der bisher an den Fachschulen Lehrenden müssten bei den Regelungen berücksichtigt und für das Hebammenstudium genutzt werden. Die Ausgestaltung des dualen Studiums müsse eine bestmögliche praktische Ausbildung und eine angemessene Finanzierung berücksichtigen.

"Die Akademisierung des Hebammenberufs ist richtig und dringend nötig. Damit erzielen wir die bestmögliche Versorgung der Frauen und Kinder. Zudem erhält ein traditioneller Frauenberuf damit neue berufliche Perspektiven. Wir erhoffen uns durch die Akademisierung auch wieder mehr Hebammen in den Kreißsälen und eine bessere interprofessionelle Zusammenarbeit auf Augenhöhe in der Geburtshilfe", so Ulrike Geppert-Orthofer, Präsidentin des Deutschen Hebammenverbands e. V. Präsidiumsmitglied Yvonne Bovermann drängt auf eine rasche Umsetzung und betont: "Wir brauchen gute Übergangsregelungen. Die qualifizierten Lehrenden aus den Hebammenschulen sollten einbezogen werden."

Die Folgen des gesellschaftlichen Wandels werden auch im Bereich der Geburtshilfe deutlich: unterschiedliche wirtschaftliche, soziale und ethnische Hintergründe in den Lebenswelten der Frauen bedeuten für Hebammen immer öfter neue Herausforderungen. Weiterhin bringt der medizinisch-technische Fortschritt sowohl hohe Ansprüche an die geburtshilfliche Versorgung als auch neue Bedürfnisse der Frauen und Familien mit sich.

Hebammen übernehmen heute in hohem Umfang andere Aufgaben als noch beispielsweise in den 1980er Jahren. Auch wenn die theoretische Ausbildung an der Hochschule stattfindet, sollte die Verzahnung zwischen theoretischer und praktischer Ausbildung bestmöglich gewährleistet sein, so der DHV. Damit sich die Bedingungen hierzu nicht verschlechtern, hält der Verband das Konzept der dualen, praxisintegrierenden Studiengänge für am besten geeignet und hat dazu bereits Vorschläge entwickelt. Besonders der Erhalt und Ausbau der Finanzierung der praktischen Ausbildung an Kliniken und im ambulanten Bereich über den bestehenden Ausbildungsfonds ist nötig.

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Niedersachsen | Landesweites Bündnis 'Gesundheit rund um die Geburt'

Mit der Landesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauen- und Gleichstellungsbüros Niedersachsen (lag), dem Landesfrauenrat Niedersachsen e.V. (LFRN) und seinen Mitgliedsvereinen sowie dem Niedersächsischen Hebammenverband haben sich seit November 2017 über 60 Organisationen, Vereine und Verbände in Niedersachsen zusammengeschlossen. Dazu gehören ebenso die Träger der freien Wohlfahrtsverbände, der Sozialverband Niedersachsen e.V. (SoVD) sowie Vertreterinnen aus den Kirchen. Das Bündnis orientiert sich inhaltlich am Nationalen Gesundheitsziel "Gesundheit rund um die Geburt" mit seinen fünf definierten Unterzielen. Diese sollen in der Landespolitik verankert werden. Darüber hinaus fordert das Bündnis einen Landesaktionsplan. Das Bündnispapier in dem auch die Mitglieder verzeichnet sind, können Sie hier als pdf-Datei abrufen. (28.9.2018)

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Hebammenhilfe im Landkreis Wesermarsch

Das Referat für Gleichstellungsfragen - Frauenbüro des Landkreises Wesermarsch gibt eine "Hebammenliste Wesermarsch" heraus. Die Information zur örtlichen Hebammenhilfe erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit. "Es gibt erstmals wieder einen Anstieg bei der Anzahl der Hebammen, die in die Liste aufgenommen werden konnten", so Ulla Bernhold, Gleichstellungsbeauftragte Landkreis Wesermarsch. "Vermutlich hat der finanzielle Anreiz, den der Landkreis Wesermarsch für eine Hebammentätigkeit im Kreisgebiet geschaffen hat, den Entschluss von auswärtigen Hebammen, auch in der Wesermarsch zu arbeiten, befördert."

Für Geburten (vorerst) für die Jahre 2018 und 2019 können Hebammen eine Fallpauschale zum Ausgleich von Nachteilen, die etwa durch Arbeitszeitverlust durch lange Fahrtzeiten im ländlichen Raum entstehen können, erhalten (Kreistagsbeschluss auf Antrag der Gleichstellungsbeauftragten am 18. Dezember 2017). Voraussetzung ist eine Anmeldung für die Hebammenzentrale Wesermarsch mit Vorlage der Hebammenurkunde und eine Bestätigung der Wöchnerin über den Erhalt von Hebammenhilfe.

"Ich hoffe, dass die freiwilligen Fördermaßnahmen des Landkreises Wesermarsch – Hebammenliste (seit 2005), Hebammenzentrale und Fallpauschale (seit 2018) – weiterhin helfen, der Nachfrage von Schwangeren und Müttern nach Hebammenhilfe gerecht zu werden. Ein erster Erfolg aufgrund der neuen Projekte ist auf jeden Fall zu verzeichnen", so Ulla Bernhold.

Weitere Informationen

Die Hebammenliste liegt bei den Städten und Gemeinden sowie in vielen Arztpraxen und Beratungseinrichtungen aus. Sie ist auch auf der Website des Landkreises als pdf-Datei abrufbar.

Für weitere Informationen steht die Gleichstellungbeauftragte des Landkreises Wesermarsch, Ulla Bernhold unter Telefon (04401) 927 288 oder gleichstellungsbeauftragte@lkbra.de zur Verfügung.

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Gesunde Geburt auf dem Land | Auftaktveranstaltung in Aurich


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Im Rahmen des Projektes "Gleichstellung sichtbar machen - CEDAW in Niedersachsen" wird am Modellstandort Aurich/ Ostfriesland die "Gesunde Geburt auf dem Land" in den Blick genommen. Auf der Auftaktveranstaltung am 23. April 2018 wurde das Projekt vorgestellt und das Thema Geburtshilfe mit Vertreterinnen des Niedersächsischen Sozialministeriums, dem Niedersächsischen Landesverband der Hebammen sowie den örtlichen Hebammen, der Politik, Vertreterinnen und Vertretern von Gesundheitsämtern, Kliniken, Elterninitiativen und den kommunalen Gleichstellungsbeauftragten diskutiert. Dabei wurden Probleme, aber auch Lösungen identifiziert um langfristig eine bessere Versorgung von Frauen bzw. Eltern und Kindern zu erreichen.

Das Projekt "Gleichstellung sichtbar machen - CEDAW in Niedersachsen"
In Niedersachsen soll die Vernetzung der aktuellen Gleichstellungsarbeit sichtbar gemacht, etabliert und verstärkt werden. Dabei werden regionale Unterschiede beim Grad der Umsetzung von Gleichstellung erkennbar sowie Lösungen und positive Beispiele aufgezeigt. Ziel ist es, Gleichstellungsthemen vor Ort vertiefend zu behandeln und eine Struktur zu schaffen, die eine Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteurinnen und Akteure langfristig verfestigt. Thematisch soll dabei auf die Grundlagen des Übereinkommens der Vereinten Nationen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau (CEDAW) zurückgegriffen werden.

Gesunde Geburt auf dem Land
Am Modellstandort Aurich und Ostfriesland wird ein wichtiges Anliegen vor Ort stärker in den Blick genommen, bei dem auch Niedersachsenweit ein großer Handlungsbedarf besteht. Es geht um die "Gesunde Geburt auf dem Land", d.h. die Versorgung von Schwangeren, Kindern und Familien im ländlichen Raum. Das Thema ist sehr aktuell: Auf nationaler Ebene wird über das Gesundheitsziel "Gesundheit rund um die Geburt" daran gearbeitet, in Niedersachsen ist insbesondere die Hebammenversorgung ein großes Problem. Ein Aktionsbündnis initiiert von LAG, Landesfrauenrat, Sozialverbänden und weiteren Akteurinnen und Akteuren hat mit einem Bündnispapier wichtige Anliegen und notwendige Maßnahmen benannt, zu denen auf Landesebene, aber auch auf kommunaler sowie Bundesebene gearbeitet werden muss.

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Internationaler Hebammentag am 5. Mai

Im Jahr 2016 leisteten insgesamt 11.077 Hebammen und Entbindungspfleger Geburtshilfe in deutschen Krankenhäusern. Wie das Statistische Bundesamt anlässlich des Internationalen Hebammentages am 5. Mai mitteilt, waren davon 9.301 festangestellte Kräfte (9.297 Hebammen und 4 Entbindungspfleger) sowie 1.776 Belegkräfte. Der Anteil der Belegkräfte lag bundesweit bei 16,0%. Am geringsten war der Belegkräfteanteil in Hamburger Krankenhäusern mit 2,6%. Die Geburtshilfe in bayerischen Krankenhäusern arbeitete dagegen mit einem Belegkräfteanteil von 51,1%. www.destatis.de (26.4.2018)

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Mehr Hebammen in Berlin - Anteil aktiver Hebammen sinkt – aktuelle Daten der Gesundheitsverwaltung

Das Berliner Abgeordnetenhaus hat am 22.3.2018 in seiner aktuellen Stunde zur Situation der Geburtshilfe in Berlin debattiert. Zu diesem Anlass legt die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung eine aktuelle statistische Auswertung zur Situation der Hebammen in Berlin vor.

Die Zahl der beim Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) gemeldeten freiberuflich tätigen Hebammen ist seit 2007 gestiegen. Vor 10 Jahren waren berlinweit 706 Hebammen registriert, 2016 waren es 1.021. Seit 2013 arbeiteten in Berlin 4-6 % der freiberuflichen Hebammen zusätzlich im Belegsystem (2016: 36 Beleghebammen). Neben den freiberuflich tätigen Hebammen stehen den werdenden Eltern in den Krankenhäusern festangestellt tätige Hebammen zur Seite. Innerhalb der vergangenen 10 Jahre stieg die Zahl um 23,5 % auf 431 im Jahr 2016. Somit waren 2016 in Berlin insgesamt 1.452 Hebammen tätig, 37,6 % mehr als im Jahr 2007 (1.055).

Die Zahl der aktiven Hebammen hält dennoch mit dem Anstieg der Geburtenzahlen nicht Schritt. Ihr Anteil an der Gesamtzahl sinkt. Obwohl im Jahr 2016 gegenüber 2007 etwa 12,7 % mehr freiberufliche Hebammen eine Aktivität gemeldet haben, ist der Anteil an den registrierten Hebammen mit 67,9 % gegenüber den Vorjahren weitaus geringer ausgefallen (2015: 75,3 %).

Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach Hebammenleistungen. Die Anzahl der durch Hebammen betreuten Schwangeren hat in den letzten 10 Jahren zugenommen. Weiterhin ist ein kontinuierlicher Anstieg der Inanspruchnahme von Vorsorgeangeboten seitens der Schwangeren erkennbar. Entsprechend ist auch die Zahl der betreuten Mütter seit 2007 gestiegen.

Drei der bundesweit 58 Hebammenschulen befinden sich in Berlin. Die Zahl der Auszubildenden hat seit 2007 stetig zugenommen. Im Jahr 2007 ließen sich in Berlin 85 Schülerinnen zur Hebamme ausbilden, 2016 waren es über 170. Seit dem Wintersemester 2013/2014 besteht die Möglichkeit einen achtsemestrigen dualen Vollzeitstudiengang zu belegen und neben dem Abschluss als "Bachelor of Science" auch die Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung "Hebamme/Entbindungspfleger" zu erlangen. In Berlin wird dieser Modellstudiengang an der Evangelischen Hochschule Berlin in Kooperation mit dem St. Joseph Krankenhaus angeboten. Weiterhin nutzen bereits examinierte Hebammen die Möglichkeit, vorhandene Kompetenzen anrechnen zu lassen und direkt in das 5. Semester des Studiengangs einzusteigen. Laut der Evangelischen Hochschule Berlin haben im Sommersemester 2017 die ersten 13 Absolventinnen das Studium erfolgreich abgeschlossen, 86 Studentinnen waren im Studiengang Hebammenkunde immatrikuliert.

In Umsetzung EU-rechtlicher Vorgaben ist die Hebammenausbildung bis zum Januar 2020 grundlegend in Richtung einer akademischen Ausbildung zu überarbeiten.

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Für eine gute und sichere Geburt: Runder Tisch beschließt Aktionsprogramm für Geburtshilfe in Berlin

Mehr als 50 Vertreterinnen und Vertreter von Eltern, Geburtskliniken, Hebammen, Krankenkassen, Ausbildungsstätten, Ärzten und Verwaltung haben sich auf Einladung der Gesundheitssenatorin zum zweiten Mal am Runden Tisch Geburtshilfe getroffen. Gemeinsam verabschiedeten sie das Aktionsprogramm "Für eine gute und sichere Geburt in Berlin" mit 10 einzelnen Maßnahmen. Der Runde Tisch wird fortgesetzt, um die Bearbeitung des Aktionsplans zu kontrollieren und zu begleiten.

Der Berliner Aktionsplan "Sichere und gute Geburt" sieht im Einzelnen folgende Maßnahmen vor:

1. Mehr Hebammen: Die Hebammenschulen in Berlin werden ihre Kapazitäten um von derzeit 202 auf 332 Ausbildungsplätze im Jahr 2020 erhöhen. Das entspricht einer Steigerung von 64 Prozent.

2. 20 Millionen Euro für neue Kreißsäle: Derzeit sechs Geburtskliniken planen konkret, ihre Kreißsäle auch baulich zu erweitern. Das Land Berlin unterstützt die Krankenhäuser bei der Umsetzung mit einem gezielten Förderprogramm im Umfang von 20 Millionen Euro. Die besonders nachgefragten Perinatalzentren (hochspezialisierte Geburtskliniken, die Frühchen und lebensbedrohlich kranke Säuglinge versorgen) werden mit mehr Personal und effizienterer Organisation kurzfristig mindestens 900 Geburten mehr ermöglichen und so ohne Baumaßnahmen kurzfristige Engpässe auffangen.

3. Bessere Arbeitsbedingungen für Hebammen: Die Krankenhäuser werden sich auf Grundlage von best-practice-Beispielen darüber verständigen, wie sich in allen Berliner Geburtskliniken die Arbeitsbedingungen für Hebammen verbessern lassen und nach Wegen suchen, wie sie Beleghebammen bei den Haftpflichtprämien entlasten können. Der Senat wird sich auf Bundesebene – unter anderem durch eine Initiative im Bundesrat – dafür einsetzen, dass eine Personaluntergrenze auch für Hebammen auf Geburtsstationen gilt. Die Berliner Krankenhäuser werden gemeinsam mit dem Berliner Hebammenverband für mehr Hebammen in den Kliniken werben.

4. Akademische Ausbildung der Hebammen: Die Hebammenausbildung ist nach EU-Vorgaben bis Anfang 2020 zu einer akademischen Ausbildung weiterzuentwickeln. Bereits heute bietet die Evangelische Hochschule Berlin (EHB) dies an. Die Charité entwickelt derzeit einen Studiengang. Das Land Berlin wird EHB, Charité und Vivantes bei der Akademisierung der Hebammenausbildung unterstützen.

5. Anerkennung ausländischer Hebammen: Im Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) wurden vier zusätzliche Stellen für die Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen geschaffen. Dies wird die Antragsbearbeitung beschleunigen. Die Berliner Hebammenschulen richten einen Anpassungslehrgang für Hebammen aus Drittstaaten in Berlin ein. Diesen gab es bisher nur in Niedersachsen. Das LAGeSo und das IQ-Netzwerk Berlin unterstützen den Lehrgang, bieten E-Learning an und fördern die notwendige Praxisanleitung finanziell.

6. Online-Vermittlungsplattform für Hebammen: Der Berliner Hebammenverband baut eine digitale Plattform zur Vermittlung von Hebammen auf, die aus Lottomitteln gefördert wird. Mit der Plattform sollen Schwangere schneller und zuverlässiger eine Hebamme finden, umgekehrt auch Hebammen eine Vertretung.

7. Kreißsaalkapazitäten transparent darstellen: Mit dem digitalen Bettennachweis IVENA wird es möglich, Hochschwangere schnell und unkompliziert in ein Haus mit freien Kapazitäten zu verlegen. Ab April 2018 werden die Krankenhäuser dort in Echtzeit abrufen, welche Kreißsäle frei sind.

8. Bettenzahl bedarfsgerecht erhöhen: Die Bettenkapazitäten in der Geburtshilfe werden nach Bedarf flexibel, aber auch durch dauerhafte Aufstockung erhöht. Auch die Zahl der neonatologischen Betten, wo insbesondere Frühgeborene und kranke Neugeborene behandelt werden, soll dem Bedarf entsprechend wachsen.

9. Sensibel und situationsgerecht mit Schwangeren kommunizieren: Die Geburtskliniken kommunizieren zugewandt und transparent, sodass Schwangere sich bei ihnen jederzeit gut aufgehoben fühlen. Unter Federführung der Patientenbeauftragten und gemeinsam mit Elternvertretern überarbeiten Geburtskliniken und niedergelassene Ärztinnen und Ärzte die Informationen für Schwangere so, dass werdende Eltern eine bewusste Wahl für die Geburt treffen können. Die Krankenhäuser verpflichten sich bei Engpässen untereinander besser zu kooperieren und ihr Personal im Umgang mit Hochschwangeren zu schulen.

10. Aktionsprogramm Geburtshilfe aktiv umsetzen und kontrollieren: Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Runden Tisches verpflichten sich, einen Beitrag zur Verbesserung der Berliner Geburtshilfe zu leisten. In einer nächsten Sitzung Ende 2018 wird der Runde Tisch überprüfen, wie die beschlossenen Maßnahmen umgesetzt wurden.

Den vollständigen Aktionsplan finden Sie unter folgender Adresse:
www.berlin.de/sen/gesundheit/themen/stationaere-versorgung/krankenhaus-versorgung/

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Aktionsbündnis fordert Landesaktionsplan 'Gesundheit rund um die Geburt' in Niedersachsen

Die Landesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauen- und Gleichstellungsbüros Niedersachsen (lag) warnt: Die Versorgung von Schwangeren und jungen Familien rund um die Geburt ist im Flächenland Niedersachsen nicht gewährleistet. Gemeinsam mit dem Landeshebammenverband und dem Landesfrauenrat Niedersachsen (LFRN) haben wir ein Aktionsbündnis gegründet und fordern die Erstellung eines Landesaktionsplans "Gesundheit rund um die Geburt" zur Umsetzung des nationalen Gesundheitsziels. Dazu soll eine landesweite Koordinierungsstelle eingerichtet werden, die durch einen Fachbeirat oder einen flankierenden Runden Tisch "Geburtshilfe" unterstützt wird. Diese Forderung wird vom LFRN unterstützt, der über 60 Mitgliedsorganisationen mit 2,2 Millionen Frauen vertritt.

Weitere Wohlfahrtsverbände und Institutionen wollen sich diesem Bündnis anschließen. Derzeit gibt es weder eine verlässliche Datenerhebung zur Versorgungssituation von Schwangeren und jungen Familien noch eine verbindliche Zielsetzung, um die Weichen für die Zukunft zu stellen. Es ist dringend erforderlich, dass alle Beteiligten gemeinsame Strategien entwickeln, um die aktuellen Probleme zu lösen. "Schwangere finden oft keine Hebammen mit freien Kapazitäten und den Geburtsort können sie sich schon gar nicht mehr aussuchen, weil es zu wenig Hebammen gibt, die Hausgeburten durchführen und auch Geburtshäuser stehen oft nicht zur Verfügung. Insbesondere in ländlichen Strukturen besteht ein großer Handlungsbedarf. Wir brauchen dringend vielschichtige kreative Lösungen.", so Birgit Ehring-Timm vom Vorstand der lag.

Veronika Bunjy, Landesvorsitzende des Hebammenverbandes sieht zusätzlich große Probleme in der Nachwuchsgewinnung: "In den nächsten Jahren geht etwa jede 4. Hebamme in Niedersachsen in den Ruhestand. Gleichzeitig werden nicht genügend junge Frauen ausgebildet. Wir fordern die Landesregierung auf, die EU-Richtlinie umzusetzen, die eine Akademisierung der Hebammenausbildung vorsieht. Deutschland bildet mit Luxemburg, Estland und Lettland das Schlusslicht der EU. Alle anderen EU-Länder verfügen bereits über eine akademische Hebammenausbildung. Wir sind in Verzug und dürfen jetzt keine Zeit mehr verlieren!"

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Baden-Württemberg | Landesgesundheitskonferenz beschließt Runden Tisch Geburtshilfe

Die Landesgesundheitskonferenz Baden-Württemberg hat dem Vorschlag des Sozial- und Gesundheitsministeriums zugestimmt, einen Runden Tisch Geburtshilfe einzurichten. Mit dem Runden Tisch Geburtshilfe, an dem Vertreterinnen und Vertreter der Hebammen, der Krankenkassen, der Frauenärzte, der Landesärztekammer sowie der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft teilnehmen werden, will das Land darauf reagieren, dass immer mehr Hebammen ihren Beruf aufgeben oder junge Frauen gar nicht erst in diesem Beruf arbeiten wollen. Den Beschluss im Wortlaut finden Sie auf dem Landesgesundheitsportal www.gesundheitsdialog-bw.de (7.11.2016)

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Akademisierung der Hebammenausbildung

Die Akademisierung der Hebammenausbildung zum 18. Januar 2020 -
Informationen zur Akademisierung der Hebammenausbildung finden Sie auf der Website des Deutschen Hebammenverbandes. www.hebammenverband.de/beruf-hebamme/akademisierung

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Frankfurt | Plakatkampagne gegen Übergriffe im öffentlichen Raum gestartet

Plakatkampagne-Uebergriffe-oeffentlicher-Raum
"Alle Frauen und Mädchen haben das Recht auf Respekt" - so lautet der Slogan einer neuen Plakatkampagne des Frauenreferats der Stadt Frankfurt am Main gegen Übergriffe im öffentlichen Raum. Die Plakatmotive der Kampagne sind inspiriert von Erfahrungen und Forderungen von Mädchen und jungen Frauen. An über 600 Litfaßsäulen und Plakatwänden sind ihre Appelle zu sehen. weiterlesen >>>

Neu vorgestellt

Frauenkalender-2021
Zwölf Frauen stellen wir in unserem Kalender 2021 vor. "Zwölf von uns". Frauen, die zu den Themen, unter denen Frauen leiden, die Frauen zugemutet werden, tätig sind. Zwölf Frauen, die sich besonders einsetzen, um unsere Welt gerechter zu machen. In der Politik, im Recht, in der Kirche, in der Wirtschaft.
Ein hochwertiges Geschenk für Ihre Netzwerkpartnerinnen und -partner, Rats- und Kreistagsmitglieder und andere, die Sie zum Jahreswechsel beschenken wollen, mit denen Sie sich für Frauenrechte und für Menschenrechte engagieren wollen. weiterlesen >>>

Termine Alle Termine >>>

September 2020

22.9.–23.9.2020 | Grundlagen für die Gleichstellungsarbeit - Ausgebucht!, Hannover

28.9.–29.9.2020 | Deutscher Präventionstag, online

Oktober 2020

5.10.–6.10.2020 | Fachkraft der Antidiskriminierungsberatung, Lüneburg

7.10.2020 | Fortbildung für Verwaltungsmitarbeiterinnen von Gleichstellungsbeauftragten, Hannover

7.10.2020 | Gründen als Antwort auf die VUCA-Welt - Vision, Understanding, Clarity und Agility, online

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Ausstellung zur Frauenrechtskonvention

Cedaw-Ausstellung
Über 40 Jahre gibt es die UN-Frauenrechtskonvention (engl. Abk. CEDAW) schon. Doch leider sind die Inhalte der Konvention nur wenigen Menschen bekannt. Gleichberechtigung und Vernetzung e.V. hat eine Ausstellung zum Verleih entwickelt. Sie informiert über die Reichweite, Entwicklung sowie Inhalte des CEDAW-Abkommens. Außerdem werden gleichstellungspolitische Inhalte der UN-Frauenrechtskonvention dargestellt, die auch auf kommunaler Ebene von Bedeutung sind. Die Ausstellung ist in Form von Roll-ups sowie als Posterausstellung erhältlich. Mehr unter www.gleichstellung-sichtbar-machen.de/projekt/ausstellung