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Das Portal aus Niedersachsen für Gleichberechtigung, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte

Die UN Frauenrechtskonvention (CEDAW)

Die UN Frauenrechtskonvention beziehungsweise das "Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau" (Convention on the Elimination of All Forms of Discrimination Against Women – CEDAW) ist der Menschenrechtsvertrag, der sich mit den Rechten von Frauen befasst. Das Übereinkommen wurde am 18. Dezember 1979 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet und trat 1981 in Kraft. Mit der Frauenrechtskonvention wurde ein umfassendes internationales Menschenrechtsinstrument geschaffen, das die Diskriminierung nicht
nur allgemein aufgrund des Geschlechts verbietet, sondern alle Lebensbereiche von Frauen in den Blick nimmt. Die Staaten, die dem Abkommen beigetreten sind (Stand 2020 waren es 189), sind verpflichtet geeignete Maßnahmen zu ergreifen um Gleichstellung zwischen Frauen und Männern herbeizuführen. Mit ihrer Ratifizierung am 10. Juli 1985 wurde die UN-Frauenrechtskonvention durch die Bundesrepublik Deutschland anerkannt. 

Bundesregierung | Neunter CEDAW-Staatenbericht beschlossen

Die Bundesregierung hat am 19. Mai 2021 den neunten Staatenbericht zur Umsetzung der Frauenrechtskonvention der Vereinten Nationen (VN) beschlossen. Regelmäßig wird solch ein Bericht unter Federführung des Bundesfrauenministeriums erstellt. Staaten, die das Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau (Convention on the Elimination of All Forms of Discrimination against Women, CEDAW) unterzeichnet und ratifiziert haben, sind dazu verpflichtet. Die VN-Frauenrechtskonvention ist das wichtigste internationale Abkommen für die Rechte der Frau. Im neunten Staatenbericht wird erläutert, welche Maßnahmen Bund und Länder zwischen März 2017 und Mai 2021 zur Gleichstellung von Frauen umgesetzt haben. Das Bundesfrauenministerium wird den neunten Staatenbericht an den Deutschen Bundestag, den Bundesrat und die Zivilgesellschaft übermitteln und zeitnah veröffentlichen. Mehr dazu auf der Website des BMFSFJ.

Gleichstellung sichtbar machen - CEDAW in Niedersachsen

Das Projekt ist im Jahr 2018 zunächst an drei Modellstandorten angelaufen und hat nicht nur die UN Frauenrechtskonvention in Niedersachsen bekannt gemacht, sondern auch die Themen vor Ort vorangebracht: 'Gesunde Geburt auf dem Land' in Aurich und Ostfriesland, ‚Häusliche Gewalt´ in Stadt und Landkreis Osnabrück sowie ‚Politische Partizipation´ in der Stadt Göttingen sind in Workshops und Veranstaltungen vertieft worden. Stärken und Schwächen vor Ort wurden in den Blick genommen und der Öffentlichkeit präsentiert. Im Jahr 2019 sind zwei weitere Modellstandorte hinzugekommen. In der Stadt Stade wird das Thema Existenzsicherung von Frauen bearbeitet. Im Landkreis Schaumburg haben wir die Vereinbarkeit von Beruf und Familie bzw. Pflege im Blick. Darüber hinaus sind in weiteren Kommunen Projekte durchgeführt worden, die die Frauenrechtskonvention bekannt gemacht haben und die Themenschwerpunkte bearbeitet haben. Es steht eine Ausstellung zum Verleih zur Verfügung. Materialien sind online und in Printversion bestellbar.
Kontakt: Silke Gardlo (Projektleitung), Gleichberechtigung und Vernetzung e.V., Sodenstr. 2, 30161 Hannover, Telefon (0511) 33 65 06 25. Mehr unter www.cedaw-in-niedersachsen.de.

Die UN-Frauenrechtskonvention in der politischen Praxis

Was ist eigentlich die UN-Frauenrechtskonvention? Warum nennen manche Leute sie CEDAW? Was regelt die Konvention? Welche Auswirkungen hat ein internationales Gleichstellungsinstrument auf Kommunen? Und wer überprüft die Einhaltung? Diesen und anderen Fragen geht die Broschüre auf den Grund. Sie hat die wichtigsten Informationen zur UN-Frauenrechtskonvention gesammelt. Das Projekt "Gleichstellung sichtbar machen - CEDAW in Niedersachsen" fördert gleichstellungspolitische Aktivitäten, die mit den Schwerpunkten Gesunde Geburt, Existenzsicherung von Frauen, Häusliche Gewalt, Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf sowie politische Partizipation von Frauen einhergehen. Anhand beispielhafter kommunaler Aktivitäten wird in der Broschüre erläutert, welche Wirkungsweise das Abkommen im politischen Alltag hat.

Kommunale Gleichstellungsbeauftragte in Niedersachsen können kostenlos Broschüren bestellen. Wir verschicken sie je zu 160, 320 oder 480 Exemplaren. Kontaktieren Sie hierfür: Katja Möker, moeker@guv-ev.de. Unter www.cedaw-in-niedersachsen.de steht das Heft auch zum Download bereit.

Ausstellung zur Frauenrechtskonvention

Die UN-Frauenrechtskonvention feiert in diesem Jahr ihren 40. Geburtstag. Doch leider sind die Inhalte der Konvention nur wenigen Menschen bekannt. Gleichberechtigung und Vernetzung e.V. hat eine Ausstellung zur UN-Frauenrechtskonvention zum Verleih entwickelt. Durch ansprechende Grafiken, Bilder und Texte werden die Inhalte der UN-Frauenrechtskonvention, die auch unter dem Namen CEDAW bekannt ist, vorgestellt. Die Ausstellung informiert über die Reichweite, Entwicklung sowie Inhalte des CEDAW-Abkommens. Außerdem werden gleichstellungspolitische Themen der UN-Frauenrechtskonvention dargestellt, die auch auf kommunaler Ebene von Bedeutung sind. CEDAW ist das wichtigste internationale Instrument globaler Gleichstellungspolitik und für jeden Landkreis, jede Stadt oder Gemeinde von großer Bedeutung. Die Ausstellung ist in Form von Roll-ups sowie als Posterausstellung erhältlich. Mehr unter www.gleichstellung-sichtbar-machen.de/projekt/ausstellung

Recht auf Gleichstellung

Zum Stand der Umsetzung der Frauenrechtskonvention in Deutschland
Am 27.11.2019 hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in einem festlichen Akt das 40. Jubiläum der UN-Frauenrechtskonvention (CEDAW) und das 25. Jubiläum der Pekinger Erklärung und Aktionsplattform gefeiert. Aus diesem Anlass hat die CEDAW-Allianz Deutschland der Bundesregierung ihre Stellungnahme zum Umsetzungsstand von Mädchen- und Frauenrechten in Deutschland übergeben. Unter dem Titel "Recht auf Gleichstellung" umfasst diese Stellungnahme die Themen Stereotype, Bildung, Teilhabe, Institutionelle Mechanismen, Erwerbsleben, Gewalt gegen Mädchen und Frauen, Gesundheit und Internationales sowie die übergreifenden Themen digitale Transformation und Antifeminismus und Rechtsextremismus. Zu jedem Thema, mit Bezug auf den jeweiligen Artikel der Konvention, sind kurze Bemerkungen und Empfehlungen der Allianz zu finden.

CEDAW-Allianz Deutschland (Hrsg.): Recht auf Gleichstellung, Zum Stand der Umsetzung der Frauenrechtskonvention in Deutschland, Berlin 2019. Die Stellungnahme in Form einer Broschüre können Sie auf der Website des Deutschen Frauenrates als pdf-Datei herunterladen.

Was bedeutet "CEDAW"?

Im deutschsprachigen Raum ist die UN-Frauenrechtskonvention unter dem Namen "Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau" bekannt. Da Englisch eine der beiden Amts- und Arbeitssprachen der Vereinten Nationen ist, hat sich die Abkürzung CEDAW etabliert. Sie steht für "Convention on the Elimination of All Forms of Discrimination Against Women". Nach internationalem Phonetischen Alphabet [si:do] gesprochen.

Linktipps

Website der Vereinten Nationen zur "Convention on the Elimination of All Forms of Discrimination against Women" (CEDAW).

Deutsches Institut für Menschenrechte zum CEDAW Abkommen.

CEDAW Allianz - auf der Website des Deutschen Frauenrates.

www.gleichstellung-sichtbar-machen.de | www.cedaw-in-niedersachsen.de