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Das Portal aus Niedersachsen für Gleichberechtigung, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte

Ende 2023 rund 30 600 Prostituierte bei Behörden angemeldet

Zum Jahresende 2023 waren bei den Behörden in Deutschland rund 30.600 Prostituierte nach dem Prostituiertenschutzgesetz (ProstSchG) gültig angemeldet. Das waren 8,3% mehr als im Vorjahr. Trotz dieses Anstiegs lag die Zahl somit weiterhin deutlich niedriger als vor der Corona-Pandemie: So waren Ende 2019 und damit vor der Pandemie noch 40.400 Prostituierte angemeldet. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, blieb die Zahl der gültigen oder vorläufigen Genehmigungen für ein Prostitutionsgewerbe im Vergleich zum Vorjahr mit 2.300 Erlaubnissen unverändert. Die Statistik beinhaltet die Anmeldungen und Erlaubnisse auf Basis des seit dem 1. Juli 2017 geltenden ProstSchG. Nicht angemeldete Gewerbe und Prostituierte werden in der Statistik nicht erfasst. weiterlesen >>>

Zehn Jahre Unterstützung für Schwangere in Notlagen

Das Gesetz zum Ausbau der Hilfen für Schwangere und zur Regelung der vertraulichen Geburt (SchwHiAusbauG) feiert 10-jähriges Jubiläum: Seit 2014 werden Frauen, die in einer Notlage sind oder ihre Schwanger- und Mutterschaft geheim halten wollen, durch das Angebot der vertraulichen Geburt unterstützt. Ergänzend hat der Bund das Hilfetelefon "Schwangere in Not" eingerichtet. Es bietet unter der Nummer 0800 40 40 020 rund um die Uhr und in 19 Sprachen einen niederschwelligen Zugang zum Beratungs­system an. Anlässlich des Jubiläums hat das Bundesfamilienministerium eine Publikation und einen Film veröffentlicht, in dem Betroffene und Multiplikator:innen zu Wort kommen. weiterlesen >>>

Durch Entwürfe eines Women’s Shelter House in Berlin machen Architektur-Studierende auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam

Bloß nicht auffallen. Frauenhäuser sind in Deutschland meist gut versteckt auf Hinterhöfen, verlassenen Industriegeländen oder auf verborgenen Waldgrundstücken. Schließlich sollen sie Frauen mit Gewalterfahrungen Schutz bieten. Prof. Dipl.-Ing. Bernd Niebuhr vom Campus Minden der Hochschule Bielefeld hat einen anderen, genau entgegengesetzten Ansatz: „Frauenhäuser sollten sichtbar sein und sicher zugleich.“ Wie das funktionieren kann, zeigen zwei Architektur-Studierende mit ihren Entwürfen für ein Frauenhaus mitten in Berlin. weiterlesen >>>

Studie | AfD wählen macht unglücklich

Eine Studie des Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung gGmbH (WZB) zeigt den Zusammenhang zwischen AfD-Unterstützung und Wohlbefinden. Menschen, die sich der AfD zuwenden, erleben laut der Studie eine Verschlechterung ihres Wohlbefindens. Erstmals weisen die WZB-Ökonomin Maja Adena und ihr Kollege Steffen Huck nach, dass die negative Rhetorik rechtspopulistischer Parteien wie der AfD die persönliche Lebenszufriedenheit verringern kann. Vor allem neue Anhänger:innen der AfD sind unzufriedener. weiterlesen >>>

Alleinerziehende sind noch immer am stärksten von Armut betroffen

Alleinerziehende Familien sind nach wie vor die am stärksten von Armut betroffene Familienform in Deutschland. Fast 700.000 von ihnen oder 41 Prozent gelten als einkommensarm, und damit deutlich mehr als bei Paarfamilien. Hier sind zwischen 8 Prozent (bei einem Kind) und 30 Prozent (bei 3 und mehr Kindern) armutsgefährdet. Knapp die Hälfte aller Kinder, die in einer Familie mit Bürgergeldbezug aufwachsen, leben mit nur einem Elternteil zusammen. Seit 2020 sind alleinerziehende Familien in Westdeutschland häufiger von Sozialleistungen abhängig als in den ostdeutschen Ländern. Der Anteil von alleinerziehenden Haushalten, die Bürgergeld beziehen, ist in Bremen mit 55 Prozent am höchsten und in Thüringen mit 27 Prozent am niedrigsten. Diese Ergebnisse zeigt eine aktuelle Veröffentlichung der Bertelsmann Stiftung. weiterlesen >>>

German Equal Pay Award verliehen

Bundesfrauenministerin Lisa Paus hat am 25. Juni in Berlin den dritten German Equal Pay Award verliehen. Ausgezeichnet wurden die Unternehmen Barilla Deutschland GmbH, die metafinanz Informationssysteme GmbH und die Oper Leipzig. Sie erhielten den Preis für ihr besonderes Engagement zur Förderung der Entgeltgleichheit von Frauen und Männern. weiterlesen >>>

Frauen brauchen durch Klimawandel bis zu 30 Prozent mehr Zeit, um Trinkwasser zu holen

Die Zeit, die Frauen in Haushalten ohne Trinkwasseranschluss mit Wasserholen verbringen, könnte infolge des Klimawandels bis 2050 um bis zu 30 Prozent steigen, so das Ergebnis einer neuen Studie, die in Nature Climate Change veröffentlicht wurde. Aufgrund höherer Temperaturen könnte sich in Regionen Südamerikas und Südostasiens der Zeitaufwand für das Wasserholen sogar verdoppeln. weiterlesen >>>

Deutscher Frauenrat für eine Neuregelung des Schwangerschaftsabbruchs

Der Deutsche Frauenrat hat sich für eine Neuregelung des Schwangerschaftsabbruchs ausgesprochen, um die Versorgung von ungewollt Schwangeren sicherzustellen und zu verbessern. Laut Mitgliederbeschluss soll ein Schwangerschaftsabbruch auf Verlangen der Schwangeren mit einer Fristenlösung außerhalb des Strafgesetzbuchs geregelt und damit betroffene Schwangere und Ärzt:innen entkriminalisiert werden. Das beschloss die Mitgliedersammlung des Dachverbands von rund 60 gleichstellungspolitischen Organisationen, die vom 22. - 23. Juni in Berlin tagte. weiterlesen >>>

Bildungsbericht 2024: Sozial benachteiligte Familien können Bedarfe seltener decken

Über 56.000 Kindertageseinrichtungen gibt es mittlerweile in Deutschland. Dies sind so viele wie noch nie. Zudem besuchen etwa 900.000 Kinder mehr als noch im Jahr 2006 ein Angebot der Frühen Bildung. Doch trotz dieses enormen Ausbaus können noch immer nicht alle Elternwünsche nach einem Platz erfüllt werden. Insbesondere bei den 1- und 2-Jährigen liegt der Elternbedarf noch deutlich über der Beteiligungsquote. Dies ist eines der Ergebnisse der Auswertungen des Deutschen Jugendinstituts (DJI) im Rahmen des Berichts „Bildung in Deutschland 2024“. weiterlesen >>>

Anteil weiblicher Schutzsuchender in Deutschland steigt - Berücksichtigung spezifischer Bedürfnisse ist entscheidend

Der Anteil von Frauen unter den nach Deutschland Schutzsuchenden hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Waren 2016 etwa 36 Prozent der Schutzsuchenden in Deutschland weiblich, so stieg nach Angaben des Ausländerzentralregisters ihr Anteil bis Jahresende 2023 auf rund 45 Prozent an. Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) geht davon aus, dass rund die Hälfte aller Schutzsuchenden weltweit weiblich ist. Anlässlich dieser Entwicklung wirft das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung (BiB) zum Weltflüchtlingstag einen Blick auf die Familien- und Beziehungskonstellationen von schutzsuchenden Frauen aus der Ukraine, Syrien und Eritrea bei ihrer Ankunft in Deutschland. weiterlesen >>>

GFMK fordert Beschleunigung beim Gewalthilfegesetz für Frauen

Um Frauenhäuser, Schutzeinrichtungen und Beratungsstellen effektiver zu unterstützen, hat die Konferenz der Gleichstellungs- und Frauenministerinnen und -minister, -senatorinnen und -senatoren der Länder (GFMK) die Bundesregierung am heutigen Donnerstag in Ludwigsburg auf Antrag des Landes Niedersachsen aufgefordert, schnellstmöglich einen bundeseinheitlichen Rechtsrahmen für eine verlässliche Finanzierung aufzustellen. Zudem drängt die GFMK in ihrem gemeinsamen Beschluss auf die Einhaltung des Versprechens, das Hilfesystem für Frauen bedarfsgerecht auszubauen und sich an der dauerhaften Regelfinanzierung zu beteiligen. weiterlesen >>>

Rund sechs Millionen für Koordinierungsstellen Frauen und Wirtschaft und Projekte zur Beratung von Existenzgründerinnen – neuer Förderaufruf veröffentlicht

Mit dem Programm RIKA (kurz für Regionale Initiativen und Kooperationen für Frauen am Arbeitsmarkt) fördert das Land in der Förderperiode 2021 – 2027 Projekte, die Frauen bessere Chancen am Arbeitsmarkt bieten. Für den neuen Förderzeitraum von 2025 bis 2026 stehen insgesamt 5,8 Millionen Euro aus Mitteln des europäischen Strukturfonds (ESF+) und aus Landesmitteln zur Verfügung. weiterlesen >>>

Häusliche Gewalt ist ein gesamtgesellschaftliches Problem: Gewalthilfegesetz dringend notwendig

Die Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen hat sich zum Lagebild „Häusliche Gewalt“ geäußert, das vom Bundesfamilien- und Bundesinnenministerium vorgestellt wurde. Das Lagebild bietet eine bundesweite Übersicht zur Partnerschaftsgewalt und innerfamiliärer Gewalt von und gegen alle Angehörige (Eltern, Kinder, Geschwister). weiterlesen >>>

BMFSFJ und BMI | Häusliche Gewalt im Jahr 2023 um 6,5 Prozent gestiegen

256.276 Menschen in Deutschland wurden 2023 Opfer häuslicher Gewalt, davon sind 70 Prozent weiblich. Dies ist ein Anstieg um 6,5 Prozent im Vergleich zum Jahr 2022. 78.341 Menschen wurden 2023 Opfer innerfamiliärer Gewalt zwischen nahen Angehörigen. Dies sind 6,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Das zeigt das neue umfassende Lagebild, das heute von Bundesinnenministerin Nancy Faeser, Bundesfrauenministerin Lisa Paus und der Vizepräsidentin beim Bundeskriminalamt, Martina Link, in Berlin vorgestellt wurde. weiterlesen >>>

Landesregierung gibt Gesetzentwurf zum Niedersächsischen Gleichberechtigungsgesetz (NGG) zur Verbandsbeteiligung frei

Die Niedersächsische Landesregierung möchte Benachteiligungen für Frauen im öffentlichen Dienst abbauen und zu diskriminierungsfreien Strukturen für alle Beschäftigten unabhängig vom Geschlecht beitragen. Hierzu hat das Kabinett in seiner Sitzung am 14.5. einem Entwurf zur Novellierung des Niedersächsischen Gleichberechtigungsgesetzes (NGG) zugestimmt und diesen zur Verbandsbeteiligung freigegeben. weiterlesen >>>

30 Jahre Vernetzungsstelle

Wir sammeln hier Eindrücke aus 30 Jahren Gleichstellungsarbeit. In loser Reihenfolge werden wir "Fundstücke" aus unserem Archiv und darüber hinaus veröffentlichen. Es lohnt sich also, immer mal wieder vorbeizuschauen. Aktuell ergänzt sind Eindrücke vom Parlamentarischen Abend im April 2024. >>>weiterlesen

Beratungsstellen und Hintergrundinformationen zum Thema Zwangsheirat

TERRE DES FEMMES betreibt seit vielen Jahren eine Website zum Thema Zwangsheirat. Nun wurde die Seite umfassend neu gestaltet, aktualisiert und mit neuen Funktionen versehen.Sie finden auf der Website:

  • Bundesweite Beratungsstellensuche (mit diversen Filterfunktionen)
  • Hilfestellungen für (potenziell) Bedrohte und Betroffene
  • Handlungsempfehlungen und Hintergrundinformationen für helfende Dritte

www.zwangsheirat.de

Niedersachsen | HORIZONTE - Qualifikation von Frauen für das höhere Management

Die Polizeiakademie Niedersachsen bietet mit HORIZONTE ein 15-monatiges organisationsübergreifendes Qualifizierungsprogramm für Frauen mit mehrjähriger Führungserfahrung für den Aufstieg ins höhere Management. Die Basis des Programmes bildet eine Seminarreihe in modularem Aufbau zur weiteren Qualifizierung und zum Kompetenzausbau, in der es um den Perspektivwechsel von der (Personal-)Führung hin zu Management und Leitung geht sowie um die Fokussierung der eigenen Kompetenzen und deren Entwicklung. Zurzeit wird der 6. landesweite Durchgang vorbereitet, der im September 2024 starten wird. Veranstaltungsort für die Seminare wird Hannover sein. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Polizeiakademie Niedersachsen

Termine

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15.09.2024 | 28. Bundeskonferenz der Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen
24.09.2024 | „Keine sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz“ – 2-tägige Fortbildung
25.11.2024 | Internationaler Tag 'NEIN zu Gewalt an Frauen'
06.02.2025 | Internationaler Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung
14.02.2025 | One Billion Rising for Justice - der weltweite Aktionstag für Gerechtigkeit

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Stellenausschreibungen

Hier finden Sie aktuelle Stellenausschreibungen aus den Themenfeldern Gleichstellung und Frauenpolitik:

Die Gemeinde Blankenfelde - Mahlow sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Gleichstellungsbeaufragte (m/w/d). Die Stelle wird nach EG 11 TVöD vergütet. Bewerbungen sind bis zum 31.07.2024 möglich. Weitere Informationen zur Stelle finden Sie auf der Website der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow.

Die Stadt Osterholz-Scharmbeck sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Gleichstellungsbeauftragte. Die Teilzeitstelle wird nach Entgeltgruppe 10 TVöD bzw. Besodungsgruppe A 11 NBesG bezahlt. Bewerbungen sind bis zum 05.08.2024 möglich. Weitere Informationen zur Stellen finden Sie auf der Website der Stadt Osterholz-Scharmbeck.

Förderhinweis