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Bayern | Mentoring-Programm für kommunale Gleichstellungsbeauftragte

Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf hat erstmalig ein Mentoring-Programm für kommunale Gleichstellungsbeauftragte in Bayern gestartet: „Mit dem Mentoring-Programm unterstützen wir motivierte und engagierte Gleichstellungsbeauftragte in den Kommunen. Ein Jahr lang werden erfahrene und noch wenig erfahrene Gleichstellungsbeauftragte in einem Tandem zusammenarbeiten. Beide werden voneinander profitieren, weil wir die Erfahrung der einen mit dem frischen Blick der anderen zusammenbringen! Auf diese Weise führt Mentoring zu mehr Erfolg – und genau darauf kommt’s beim Zukunftsthema Gleichstellung an!“

Erklärtes Ziel der bayerischen Gleichstellungspolitik ist es, allen Menschen in Bayern die Chance zu geben, ihr Leben nach ihren individuellen Anlagen und Befähigungen zu gestalten, egal, ob Frau oder Mann. Denn Talent ist gleich verteilt – das Geschlecht spielt hier keine Rolle. Der öffentliche Dienst in Bayern hat hier eine besondere Vorbildfunktion. Kommunale Gleichstellungsbeauftragte wirken innerhalb der öffentlichen Verwaltung in Städten, Gemeinden oder Kreisverwaltungen, stehen aber darüber hinaus auch Bürgerinnen und Bürgern mit Rat und Tat zur Seite. Durch das nun beginnende Mentoring unterstützen sich die kommunalen Gleichstellungsbeauftragten gegenseitig bei ihrer sensiblen und herausfordernden Aufgabe. Die Durchführung des Mentoring-Programms übernimmt die Frauenakademie München e.V.

(Pressemitteilung des Bayerischen Sozialministeriums vom 10.5.2022)

Frau.Macht.Demokratie | Mentoring-Programm ausgewertet

Mehr Frauen in die Politik, das ist – auf einen kurzen Nenner gebracht – das Ziel der bewährten Mentoring-Programme des Landes. Im Vorfeld der Kommunalwahl 2021 fand der bereits sechste Durchgang statt. „Viele Frauen interessieren sich für Politik und wollen ihr Lebensumfeld aktiv mitgestalten“, unterstreicht die Niedersächsische Sozial- und Gleichstellungsministerin Daniela Behrens, „ihnen fehlen oft nur Erfahrungen mit dem männlich dominierten Politikbetrieb. Deshalb ist Mentoring so wichtig. Dabei geht es nicht nur um die Theorie, die Frauen lernen vielmehr auch den politischen Alltag kennen.“

Das Interesse an dem Mentoring-Programm Frau.Macht.Demokratie. war von Anfang an groß. 443 Frauen traten 2019 an, um sich in Zukunft aktiv in die Kommunalpolitik einzubringen. Fast 400 aktive Politikerinnen und Politiker hatten sich bereit erklärt, diese Interessierten als Mentorinnen und Mentoren zu unterstützen. „Dieses Programm läuft nicht im luftleeren Raum“, erklärt Ministerin Behrens, „es ging von Anfang an darum, die Frauen fit für die Kommunalwahl 2021 zu machen und sie zu einer Kandidatur zu veranlassen.“ Obwohl die Zusammenarbeit durch die Pandemiebedingungen erheblich erschwert wurde, fällt die Bilanz fast durchgehend positiv aus. Die Umstellung auf digitale Formate wurde im Großen und Ganzen als gelungen empfunden. Die Auswertung durch das Niedersächsische Sozialministerium hat zudem ergeben, dass rund 145 Frauen bei der Kommunalwahl im September 2021 mindestens ein Mandat errungen haben. Zwei Teilnehmerinnen wurden zur Bürgermeisterin gewählt. Über 70 Prozent der Teilnehmerinnen, die bis zum Schluss dabeigeblieben sind, haben die Unterstützung durch ihre Mentorin oder ihren Mentor als hilfreich empfunden.

Das Fazit der Niedersächsischen Gleichstellungsministerin fällt daher positiv aus. „Das Mentoring-Programm für angehende Politikerinnen ist eine Erfolgsgeschichte“ stellt Daniela Behrens fest und kündigt an: „Wir werden auch künftig alles dazu tun, den Anteil der Frauen an Ämtern und Mandaten zu erhöhen.“

Die Auswertung zum Programm Frau.Macht.Demokratie. finden Sie hier.

Deutsche Gesellschaft für Mentoring

Die Deutsche Gesellschaft für Mentoring e.V. (DGM) ist ein Zusammenschluss von Mentoring-Expertinnen und -Experten aus Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft. www.dg-mentoring.de