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Das Portal aus Niedersachsen für Gleichberechtigung, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte

Gleichstellung in Arbeit und Wirtschaft

Für die Gleichstellung von Frauen und Männern im Erwerbsleben braucht es Rahmenbedingungen auf staatlicher und betrieblicher Ebene. Seit vielen Jahren sind Gesetze und Initiativen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf, zur Umsetzung von Equal Pay oder zur stärkeren Teilhabe von Frauen an Führungspositionen ein Thema in Deutschland. Dass sich eine familienfreundliche Personalpolitik auszahlt ist nicht nur in Zeiten des demografischen Wandels und des Fachkräftemangels in den Unternehmen angekommen. Trotzdem bleiben Quotenregelungen und andere Maßnahmen notwendig, wie nicht nur alljährlich am Equal Pay Day sichtbar wird. Gleichstellungsbeauftragte in Kommunen, Betrieben und Verwaltungen setzen sich mit vielen Fragen der Gleichstellung im Erwerbsleben auseinander.

Neuer Förderaufruf RIKA: Einrichtung und Betrieb von Koordinierungsstellen Frauen und Wirtschaft in Niedersachsen

Auf Grundlage des Programms „Förderung Regionaler Initiativen und Kooperationen für Frauen am Arbeitsmarkt (RIKA)“ können neue oder bestehende Koordinierungsstellen gefördert werden. Die Förderung erfolgt nach der aktuell gültigen Richtlinie des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung (MS).

Antragsschluss: 30. Juni 2026
Projektbeginn: 1. Januar 2027
Laufzeit: bis zu 30 Monate (bis 30. Juni 2029)
Eigenanteil des Trägers: 30 % der zuwendungsfähigen Gesamtausgaben
Antragstellung: ausschließlich digital im Kundenportal der NBank

Was wird gefördert?

Die Koordinierungsstellen unterstützen Frauen bei der Entwicklung einer beruflichen Perspektive für eine existenzsichernde Beschäftigung. Die Aufgaben orientieren sich an den Vorgaben der RIKA-Richtlinie und umfassen unter anderem:

  • lebensphasenorientierte Beratung
  • Informations- und Orientierungsveranstaltungen
  • Initiierung von Qualifizierungsangeboten
  • Aufbau und Pflege von Unternehmensverbünden
  • regionale Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit

Die Koordinierungsstellen können im Rahmen ihrer Aufgaben eigene Schwerpunkte setzen. Zur Steigerung der Beratungszahlen kann ein Fokus auf besondere Zielgruppen gelegt werden. Besonders erwünscht ist die Ausrichtung auf Zielgruppen mit erhöhtem Unterstützungsbedarf wie:

  • Alleinerziehende
  • Frauen mit Migrations- oder Fluchterfahrung
  • ältere Frauen
  • Frauen mit Gewalterfahrung

Auch aufsuchende Beratungsangebote (z. B. in Kooperation mit Müttertreffs, Stadtteiltreffs oder Frauenhäusern) sind möglich.

Um die regionale Struktur weiterzuentwickeln, sind Anträge für zusätzliche Standorte, insbesondere in der niedersächsischen Übergangsregion, ausdrücklich erwünscht.

Mehr dazu auf der Website der NBank.

Stand der Gleichstellung von Frauen und Männern auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland

Wo es bei der Gleichstellung der Geschlechter Fortschritte gegeben hat und wo nicht, beleuchtet anhand von 28 Indikatoren und aktueller Daten ein neuer Report, den das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung vorlegt hat. Die Auswertung zeigt: Bei schulischer und beruflicher Qualifikation sowie bei der Beteiligung an Weiterbildung haben Frauen im Durchschnitt ein höheres Niveau als Männer erreicht. Die Erwerbsbeteiligung von Frauen liegt aktuell (Ende 2020) aber noch um rund 7 Prozentpunkte niedriger. 

Yvonne Lott, Dietmar Hobler, Svenja Pfahl, Eugen Unrau: Stand der Gleichstellung von Frauen und Männern in Deutschland. WSI-Report Nr. 72, Februar 2022. Der Report steht auf der Website des WSI zum Download bereit.

Gleichstellungspolitik öffentlicher Arbeitgeber

Welche Dynamiken wirken bei der Implementierung und Durchsetzung von politischen Maßnahmen zur Gleichstellung im Beruf? Und wie können Gleichstellungspolitiken künftig besser konzipiert und abgestimmt werden? Um Antworten auf diese Fragen zu finden, untersuchen die Autorinnen vergleichend die Strukturen und Maßnahmen betrieblicher Gleichstellungspolitik öffentlicher Arbeitgeber am Beispiel der Bundesverwaltungen in der Schweiz, in Deutschland und Österreich.

Eine sehr detaillierte Studie, die in allen drei untersuchten Ländern wichtige Einblicke in die Gleichstellungsaktivitäten öffentlicher und privater Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber bietet und Ansätze für Weiterentwicklungen aufzeigt.

Gesine Fuchs, Silke Bothfeld, Andrea Leitner, Sophie Rouault (Hrsg.): Gleichstellungspolitik öffentlicher Arbeitgeber. Betriebliche Gleichstellung in den Bundesverwaltungen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz, Verlag Barbara Budrich, Opladen 2016

Frauen gewinnen

Frauen gewinnen - Arbeitsmarktförderung in Niedersachsen so lautet der Titel einer neuen Website, die Informationen rund um das Thema Arbeitsmarkt bietet. Neben aktuellen Nachrichten, sind auch die Koordinierungsstellen Frauen und Wirtschaft hier zu finden sowie die Förderrichtlinie RIKA (Regionale Initiativen und Kooperationen für Frauen am Arbeitsmarkt), mit der das Land Niedersachsen Projekte fördert, die Frauen bessere Chancen am Arbeitsmarkt bieten. Schauen Sie selbst www.frauen-gewinnen.eu.

Hans-Böckler-Stiftung

Auf der Website der Hans-Böckler-Stiftung finden Sie Informationen zum Thema Arbeitsmarkt aus Gendersperspektive. www.boeckler.de/de/geschlechtergerechtigkeit.htm 

Das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung liefert viele Studien zum Thema Arbeitsmarkt. www.wsi.de/de/geschlechtergerechtigkeit.htm 

DIW | Gender Economics

Die Forschungsgruppe Gender Economics untersucht Gender Gaps am Arbeitsmarkt sowie die gleichstellungspolitischen Auswirkungen von Steuer-, Sozial- und Familienpolitik. Zum Schwerpunkt Gender Economics auf der Website des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung e.V. (DIW Berlin).

Existenzgründung

Informationen und Serviceleistungen der bundesweiten gründerinnenagentur aus Forschung und Praxis. Ziel ist den Anteil von Frauen an Unternehmensgründungen mittelfristig erhöhen. www.existenzgruenderinnen.de