Wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) mitteilt, arbeiteten im April 2025 in Niedersachsen 357.000 Frauen und 266.000 Männer in Beschäftigungsverhältnissen unterhalb der Niedriglohnschwelle. Demnach waren die Jobs bei jeder fünften Frau (20,0%) im Niedriglohnsektor. Bei den Männern liegt der Wert bei 14,1%.
Ein Jahr zuvor, im April 2024, hatten Frauen 363.000 Jobs im Niedriglohnsektor innegehabt, was einem Anteil von 20,9% entsprach. Bei den Männern lag der Anteil bei 13,9% (259.000 Jobs).
Der Anteil der Beschäftigungsverhältnisse im Niedriglohnsektor in Niedersachsen lag bei 17,0% (rund 623.000 Jobs). Im vergangenen Jahr lag dieser Wert bei 17,3%. Die bundeseinheitliche Niedriglohnschwelle lag im April 2025 bei einem Bruttostundenverdienst von 14,32 Euro. Im Vorjahresmonat lag dieser Wert bei 13,79 Euro.
Rund 83,5% der Niedriglohnjobs im Dienstleistungssektor
Von den insgesamt 623.000 Beschäftigungsverhältnissen im Niedriglohnsektor befanden sich 520.000 (rund 83,5%) im Dienstleistungsbereich. Dort arbeitet fast jede bzw. jeder fünfte Beschäftigte (18,9%) für einen Stundenlohn von unter 14,32 Euro.
Lohn der Besserverdienenden rund 2,8-mal so hoch wie bei Geringverdienenden
Die Lohnspreizung (Verdienstabstand zwischen Gering- und Besserverdienenden) ist ein Maß zur Beschreibung der Lohnungleichheit. Hierzu wird der Verdienstabstand zwischen den Geringverdienenden (untere 10% der Lohnskala) und Besserverdienenden (obere 10%) gemessen. Konkret wird der Bruttostundenverdienst, ab dem eine Person zu den Besserverdienenden zählt (2025: 36,93 Euro), ins Verhältnis gesetzt zum Verdienst, bis zu dem Geringverdienende reichen (2025: 13,27 Euro). Besserverdienende verdienten 2025 also das 2,78-Fache des Bruttostundenverdienstes von Geringverdienenden.



