Am 25. und 26. Februar beginnt in Leipzig die Frühjahrstagung der GFMK. Sachsen hat in diesem Jahr den Vorsitz der GFMK inne. Es ist das erste Treffen der Vertreterinnen und Vertreter aus den Ländern und dem Bund im sächsischen Jahr der Gleichstellungs- und Frauenministerkonferenz. Erwartet werden rund 50 Teilnehmende. Im Zentrum der Tagung steht die Diskussion des Leitantrags der diesjährigen GFMK: “Gleichwertige Teilhabe durch Ressourcengerechtigkeit - Frauenarmut ganzheitlich verstehen und wirksam begegnen”.
Gleichstellungsministerin Köpping: »Armut darf nicht allein als Mangel an finanziellen Mitteln verstanden werden. Sie bedeutet auch eingeschränkte Chancen, fehlende Zeit und begrenzte Teilhabemöglichkeiten. Frauenarmut ist Ausdruck struktureller Ungleichheit – etwa auf dem Arbeitsmarkt, durch ungleiche Verteilung unbezahlter Sorgearbeit, sowie beim Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung und bezahlbarem Wohnraum. Besonders betroffen sind Alleinerziehende, Frauen in Teilzeit- oder Minijobbeschäftigung, pflegende Angehörige, ältere Frauen sowie Frauen mit Migrationsgeschichte.«
Die für Gleichstellungspolitik zuständigen Abteilungs- und Stabsstellenleitungen der Ministerien der Länder werden sich weiterhin mit dem Bund fachlich zu Themen wie die wirtschaftliche Eigenständigkeit von Frauen, zentrale Umsetzungsfragen im Kontext von Prävention, Rechtspraxis sowie Versorgung bei häuslicher und geschlechtsspezifischer Gewalt befassen.
Gleichstellungsministerin Petra Köpping: “Die gleichwertige gesellschaftliche Teilhabe von Frauen ist eine zentrale Frage von Gerechtigkeit, sozialem Zusammenhalt und der Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft. Frauenarmut ist dabei kein individuelles Versagen, sondern häufig das Ergebnis ungleicher Ressourcenverteilung und struktureller Benachteiligung.”
Vor diesem Hintergrund befasst sich die Frühjahrstagung mit der Frage, wie Frauen über den gesamten Lebensverlauf besser abgesichert und gleichwertige Teilhabechancen gestärkt werden können.
Hintergrund:
Die Konferenz der Gleichstellungs- und Frauenministerinnen und -minister, -senatorinnen und -senatoren der Länder (GFMK) ist das zentrale Gremium der Länder zur Abstimmung einer gemeinsamen Gleichstellungs- und Frauenpolitik. Seit ihrem ersten Zusammentritt im Jahr 1991 verfolgt sie das Ziel, die Chancengleichheit von Frauen und Männern in allen Lebensbereichen zu fördern. Der Konferenz gehören die Gleichstellungs- und Frauenpolitik zuständigen Ministerinnen und Minister sowie Senatorinnen und Senatoren der Länder an. Das Bundesministerium für Bildung, Familien, Senioren, Frauen und Jugend ist als ständiger Gast beteiligt. Der Vorsitz der GFMK wechselt jährlich zwischen den Ländern. Die nächste Hauptkonferenz findet am 18./19. Juni 2026 in Dresden statt.
Mehr Informationen: www.gleichstellungsministerkonferenz.de/
Quelle: Pressemitteilung des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt vom 24.2.2026




