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Bremen | Landesstrategie für Gendergerechtigkeit im Erwerbsleben

Der Bremer Senat will sich weiterhin für mehr Geschlechtergerechtigkeit auf dem Arbeitsmarkt einsetzen Die Senatskommission Geschlechtergerechtigkeit auf dem Arbeitsmarkt hat die Fortschreibung der Landesstrategie für Gendergerechtigkeit im Erwerbsleben und Entgeltgleichheit beschlossen. Die überarbeitete und um neue Maßnahmen erweiterte Strategie umfasst künftig insgesamt 32 Maßnahmen zur Verbesserung der Erwerbschancen von Frauen und zur Stärkung der Entgeltgleichheit. 

 Auch wenn Bremen in den vergangenen Jahren Fortschritte erzielen konnte, bestehen weiterhin strukturelle Ungleichheiten auf dem Arbeitsmarkt. Frauen arbeiten häufiger in Teilzeit, in Minijobs oder im Niedriglohnsektor und sind in vielen Branchen weiterhin unterrepräsentiert. Die fortgeschriebene Landesstrategie reagiert auf diese Herausforderungen mit einem ressortübergreifenden Paket von Unterstützungsangeboten. Neben der Weiterführung bestehender Maßnahmen werden 18 neue aufgenommen. Dazu gehören unter anderem Initiativen zur besseren Vereinbarkeit von Erwerbs- und Sorgearbeit, zur Stärkung von Frauen in Weiterbildung und Qualifizierung sowie zur Förderung moderner Arbeitszeitmodelle in Unternehmen.

Bürgermeister Andreas Bovenschulte: "Geschlechtergerechtigkeit auf dem Arbeitsmarkt ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Deswegen freut es mich ganz besonders, dass wir die Landesstrategie im gemeinsamen Schulterschluss mit Wirtschafts- und Sozialpartnerinnen und Sozialpartnern fortschreiben. Diese breite Zusammenarbeit ist ein zentraler Faktor zur langfristigen und strukturellen Verbesserung der Geschlechtergerechtigkeit. Die zweite Auflage der Landesstrategie für Gendergerechtigkeit im Erwerbsleben und Entgeltgleichheit schafft durch ihre Kooperation sowie durch die Breite der entwickelten Maßnahmen die Grundlage, um strukturelle Barrieren für Frauen auf dem Arbeitsmarkt weiter abzubauen und Chancen zwischen den Geschlechtern gerechter zu verteilen."

Die Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration, Dr. Claudia Schilling: "Geschlechtergerechtigkeit auf dem Arbeitsmarkt ist nicht nur eine Frage der Gleichstellung. Sie ist ebenso ein entscheidender Faktor für Fachkräftesicherung und damit die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit im Land Bremen, und darüber hinaus auch
für das Selbstverständnis unserer Stadtgesellschaft. Die Fortschreibung der Landesstrategie setzt daher auf langfristige strukturelle Verbesserungen und darauf, dass wir Unterstützungen und Projekte kontinuierlich weiterentwickeln."

Die Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz, Claudia Bernhard: "Eins ist klar: Ohne ökonomische Unabhängigkeit und gleiche Bezahlung für gleichwertige Arbeit funktioniert Gleichstellung nicht. Dass wir hier noch einen weiten Weg zu gehen haben, zeigt sich am Gender Pay Gap, der nur langsam kleiner wird. Deshalb brauchen wir eine Landesstrategie für Gendergerechtigkeit im Erwerbsleben und Entgeltgleichheit."

Landesfrauenbeauftragte Bettina Wilhelm: "Eine entscheidende Stellschraube für die Erwerbstätigkeit von Frauen ist eine ausreichende und flexible Kinderbetreuung – insofern begrüße ich, dass viele Maßnahmen in diesem Bereich in der Fortschreibung der Landesstrategie enthalten sind. Genauso wichtig sind jedoch konkrete Angebote zur Arbeitsmarktintegration oder Qualifizierung sowie das Engagement der öffentlichen und privaten Unternehmen. Ohne sie geht es nicht.

Schwerpunkt auf Frauen mit Migrationsbiografie und Alleinerziehenden

Ein Schwerpunkt der Landesstrategie wird künftig auf der Situation von Frauen mit Migrationsbiografie und Alleinerziehenden liegen. Die Landesstrategie integriert deshalb auch Handlungsempfehlungen aus der Studie "Bilanz und Perspektiven der Förderprogramme für Alleinerziehende in Bremen" (Böhme/Kramer 2024, Universität Bremen, Institut Arbeit und Wirtschaft). Für diese Zielgruppen gibt es neue Maßnahmen zur Optimierung von Anerkennungsverfahren, zur Priorisierung von Alleinerziehenden bei der Kita-Platzvergabe sowie zum besseren Zugang zu Gesundheitsangeboten.

Darüber hinaus wird die Umsetzung der neuen EU-Entgelttransparenzrichtlinie frühzeitig vorbereitet. Gemeinsam mit Wirtschafts- und Sozialpartnern sollen Unternehmen im Land Bremen über die neuen Anforderungen informiert und bei deren Umsetzung unterstützt werden. Insgesamt wird die Landesstrategie ressortübergreifend in enger Zusammenarbeit mit Wirtschafts- und Sozialpartnerinnen und -partnern, Kammern, Gewerkschaften sowie weiteren Institutionen im Land Bremen umgesetzt.

Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung der Senatskanzlei, der Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration, der Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz und der Bremischen Zentralstelle für die Verwirklichung der Gleichberechtigung der Frau vom 17.3.2026
 

Website gewaltschutz-niedersachsen.de

Die Website gewaltschutz-niedersachsen.de ist eine Weiterentwicklung der Website frauenhauser-niedersachsen.de und wird vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung gefördert. Alle vom Land Niedersachsen geförderten Frauenhäuser aktualisieren in einem internen Bereich der Website täglich die Anzahl der verfügbaren Plätze in ihren Einrichtungen, so dass schutzsuchenden Frauen zeitnah ein freier Platz in einem Frauenhaus angeboten werden kann. Das Portal Gewaltschutz Niedersachsen bietet außerdem allgemein zugängliche Informationen zum Thema Gewaltschutz mit Schwerpunkt auf niedersächsischen Projekten und Angeboten. Kernstück der Website ist eine umfangreiche Liste mit Kontaktadressen von Frauenhäusern, BISS und Fachberatungsstellen. Ein Terminkalender weist auf Fortbildungen und andere empfehlenswerte Veranstaltungen zum Thema Gewaltschutz hin. Die Startseite hält Nutzer:innen mit aktuellen Meldungen auf dem Laufenden.
www.gewaltschutz-niedersachsen.de

Die UN-Frauenrechtskonvention. Wissen – Verstehen – Umsetzen

Unsere neue Broschüre „Die UN-Frauenrechtskonvention. Wissen – Verstehen – Umsetzen“ erläutert die Grundlagen, Ziele und rechtlichen Verpflichtungen von CEDAW. Sie arbeitet ihre zentralen Inhalte sowie ihre Bedeutung für die Gleichstellungsarbeit heraus. Sie macht CEDAW sichtbar und zeigt, welche Bedeutung die Konvention für Staat, Kommunen und Gesellschaft hat und welches rechtliche und gesellschaftliche Potenzial in ihrer konsequenten Umsetzung liegt. weiterlesen>>>

Aktueller Kalendermonat: März 2026

Das Global Media Monitoring Project (GMMP) untersucht seit 30 Jahren alle fünf Jahre, wie Frauen in den weltweiten Nachrichten repräsentiert sind – und deckt dabei stereotype Darstellungen sowie strukturelle Ungleichheiten auf. Die Ergebnisse sollen Regierungen, Medien und Gesellschaft dazu bewegen, Gleichstellungsthemen sichtbarer zu machen und Frauen stärker in Entscheidungs- und Gestaltungsprozesse einzubeziehen. weiterlesen>>>

Termine

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13.04.2026 | Fortbildung "Keine sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz"
29.04.2026 | Fortbildung "Genderkompetenz"
15.06.2026 | Fortbildung "Gleichstellung erfolgreich kommunizieren"
07.09.2026 | Fortbildung "Stärke: Gleichstellung - Gleichstellung stärken" Teil 1
28.09.2026 | Fortbildung "Eingruppierungsrecht für kommunale Gleichstellungsbeauftragte nach dem TVöD"
03.12.2026 | Fortbildung "Strategisches Netzwerken"

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Stellenausschreibungen

Hier finden Sie aktuelle Stellenausschreibungen aus den Themenfeldern Gleichstellung und Frauenpolitik:

Der Kreis Recklinghausen sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte unbefristet  in Teilzeit (19,5 Stunden). Die Vergütung erfolgt nach EG 9c TVöD. Bewerbungen sind bis zum 18.03.2026 möglich. Die Ausschreibung finden Sie auf der Website des Kreis Recklinghausen.

Die Hochschule für angewandte Wissenschaften Hamburg sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n Gleichstellungsbeauftragte*n in Vollzeit. Die Stelle ist auf 6 Jahre befristet. Die Vergütung erfolgt nach EG 13 TV-L. Bewerbungen sind bis zum 25.03.2026  möglich. Weitere Informationen zu Stelle finden Sie auf der Website der HAW Hamburg.

Die Europa Universität Flensburg sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Gleichstellungsbeauftragte, in Vollzeit und auf fünf Jahre befristet. Die Vergütung erfolgt nach EG 13 TV-L. Bewerbungen sind bis zum 29.03.2026 möglich. Weitere Informationen zur Stelle finden Sie auf der Website der Europa Universität Flensburg.

Die Stadt Wunstorf sucht zum 30.06.2026 eine Gleichstellungsbeauftragte als Elternzeitvertretung in Vollzeit. Die Stelle ist zunächst bis zum 07.10.2027 befristet. Die Vergütung erfolgt nach TVöD EG 11. Bewerbungen sind bis zum 04.04.2026 möglich. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Stadt Wunstorf.

Förderhinweis Vernetzungsstelle.de