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Das Portal aus Niedersachsen für Gleichberechtigung, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte

Internationales Jahr der Frauen in der Landwirtschaft

2026 steht weltweit im Zeichen der Frauen in der Landwirtschaft: Die Vereinten Nationen haben das Jahr zum „International Year of the Woman Farmer“ erklärt. Der Deutsche LandFrauenverband e.V. (dlv) nimmt dies zum Anlass, um mit einem neuen Positionspapier auf bestehende Ungleichheiten hinzuweisen und konkrete politische Veränderungen einzufordern. Denn noch immer sind Frauen in der Agrarförderung, bei Finanzierung und Mitbestimmung strukturell benachteiligt, obwohl sie eine tragende Rolle für Betriebe, Innovationen und ländliche Räume spielen.

„Das Internationale Jahr macht sichtbar, was Frauen in der Landwirtschaft leisten und welchen Herausforderungen sie tagtäglich gegenüberstehen“, erklärt dlv-Präsidentin Petra Bentkämper. „Ich werde nicht müde zu betonen: Gleichstellung ist kein Zusatzthema, sondern eine Voraussetzung für zukunftsfähige Landwirtschaft.“

Gendermainstreaming in der GAP verankern

Mit der aktuellen Förderperiode der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) wurde Gleichstellung erstmals als Ziel benannt. In der Praxis profitieren Frauen davon jedoch kaum. Förderkriterien wie Mindestbetriebsgrößen oder Altersgrenzen benachteiligen insbesondere Frauen, die Betriebe oft später übernehmen oder kleinere Flächen bewirtschaften. Die Folge: geringere Direktzahlungen und weniger Spielraum für Investitionen.

Der dlv fordert deshalb, Gendermainstreaming verbindlich in allen Phasen der GAP umzusetzen – von der Planung über die Vergabe bis zur Auswertung. Dazu gehören geschlechterdifferenzierte Daten, der Abbau von Zugangshürden sowie ein verbindliches Gender-Tracking ab der Förderperiode 2028. Auch eine ausgewogene Beteiligung von Frauen in entscheidenden Gremien ist aus Sicht des Verbandes unerlässlich.

Gezielte Programme für Frauen ausbauen

Spezielle Förderangebote für Frauen in der Landwirtschaft sind bislang die Ausnahme. Das baden-württembergische Programm „Innovative Maßnahmen für Frauen im Ländlichen Raum“ zeigt, welches Potenzial gezielte Unterstützung entfalten kann. Vergleichbare Programme fehlen jedoch in den meisten Bundesländern.

„Frauen brauchen Angebote, die sie bei Betriebsübernahmen, Neugründungen und neuen Einkommenszweigen gezielt unterstützen“, betont Christine Reitelshöfer, Vorsitzende des dlv-Fachausschusses Agrarpolitik und Ernährung. Der dlv fordert daher den bundesweiten Ausbau von Beratungs-, Coaching- und Förderprogrammen speziell für Frauen.

Faire Finanzierung ermöglichen

Der Klimawandel und wirtschaftliche Unsicherheiten erschweren vielen Betrieben den Zugang zu Krediten. Studien zeigen zugleich: Frauengeführte Unternehmen arbeiten oft besonders nachhaltig und weisen ein geringeres Ausfallrisiko auf. Dennoch haben Frauen häufig schlechtere Chancen auf Finanzierung, etwa aufgrund geringeren Eigenkapitals oder kleinerer Betriebsstrukturen.

„Diese Realität muss sich endlich in der Kreditvergabe widerspiegeln“, so Bentkämper. Der dlv spricht sich für geschlechtersensible Bewertungsverfahren sowie begleitende Coachingangebote aus, die Finanzwissen stärken und Hemmnisse abbauen.

Das „Internationale Jahr der Frauen in der Landwirtschaft“ ist für den dlv mehr als ein symbolisches Jahr. Es ist ein politischer Auftrag, Gleichstellung in der Landwirtschaft strukturell voranzubringen – mit fairer Förderung, gezielten Programmen und besseren Rahmenbedingungen für Frauen.

Das Positiionspapier steht auf der Website des Deutschen LandFrauenverbandes zur Vergügung.

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen LandFrauenverbandes

Website gewaltschutz-niedersachsen.de

Die Website gewaltschutz-niedersachsen.de ist ein Weiterentwicklung der Website frauenhauser-niedersachsen.de und wird vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung gefördert. Alle vom Land Niedersachsen geförderten Frauenhäuser aktualisieren in einem internen Bereich der Website täglich die Anzahl der verfügbaren Plätz in ihren Einrichtungen, so dass schutzsuchenden Frauen zeitnah ein freier Platz in einem Frauenhaus angeboten werden kann. Das Portal Gewaltschutz Niedersachsen bietet außerdem allgemein zugängliche Informationen zum Thema Gewaltschutz mit Schwerpunkt auf niedersächsischen Projekten und Angeboten. Kernstück der Website ist eine umfangreiche Liste mit Kontaktadressen von Frauenhäusern, BISS und Fachberatungsstellen. Ein Terminkalender weist auf Fortbildungen und andere empfehlenswerte Veranstaltungen zum Thema Gewaltschutz hin. Die Startseite hält Nutzer:innen mit aktuellen Meldungen auf dem Laufenden.
www.gewaltschutz-niedersachsen.de

Die UN-Frauenrechtskonvention. Wissen – Verstehen – Umsetzen

Unsere neue Broschüre „Die UN-Frauenrechtskonvention. Wissen – Verstehen – Umsetzen“ erläutert die Grundlagen, Ziele und rechtlichen Verpflichtungen von CEDAW. Sie arbeitet ihre zentralen Inhalte sowie ihre Bedeutung für die Gleichstellungsarbeit heraus. Sie macht CEDAW sichtbar und zeigt, welche Bedeutung die Konvention für Staat, Kommunen und Gesellschaft hat und welches rechtliche und gesellschaftliche Potenzial in ihrer konsequenten Umsetzung liegt. weiterlesen>>>

Aktueller Kalendermonat: Februar 2026

Die ARD wollte den Journalisten Thilo Mischke als Moderator der Kultursendung „Titel Thesen Temperamente“ vor die Kamera bringen. Eine erfolgreiche Protestwelle von Journalistinnen verhinderte das. Kernpunkt der Kritik: Der sexistische Ton früherer Veröffentlichungen. Die Medienfrauen fordern eine Diskussion über patriarchale Machtstrukturen im Medienbetrieb.
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Termine

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20.02.2026 | Abschlussveranstaltung Mentoring Programm
23.02.2026 | Fortbildung "Stärke: Gleichstellung - Gleichstellung stärken" Teil 1
13.04.2026 | Fortbildung "Keine sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz"
29.04.2026 | Fortbildung "Genderkompetenz"
15.06.2026 | Fortbildung "Gleichstellung erfolgreich kommunizieren"
07.09.2026 | Fortbildung "Stärke: Gleichstellung - Gleichstellung stärken" Teil 1

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Stellenausschreibungen

Hier finden Sie aktuelle Stellenausschreibungen aus den Themenfeldern Gleichstellung und Frauenpolitik:

Das Städtische Klinikum Karlsruhe gGmbH sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n Gleichstellungsbeauftragte*n für eine unbefristete Teilzeitstelle (29,25 Stunden). Die Vergütung erfolgt nach TVöD. Bewerbungen sind bis zum 31.01.2026 möglich. Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Städtischen Klinikums Karlsruhe.

Die Stadt Rietberg sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Gleichstellungsbeauftragte, unbefristet undin Teilzeit (19,5 Stunden). Die Vergütung erfolgt nach EG 9c TVöD. Bewerbungen sind bis zum 08.02.2026 möglich. Weitere Informationen zur Stelle finden Sie auf der Website der Stadt Rietberg.

Die Stadt Seelze sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Gleichstellungsbeauftragte in Teilzeit (19,5 Stunden). Die Vergütung erfolgt zunächst nach EG 9c TVöD. Bewerbungen sind bis zum 08.02.2026 möglich. Die Ausschreibung finden Sie auf der Website der Stadt Seelze.

Die Stadt Neustadt am Rübenberge sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Gleichstellungsbeauftragte in Teilzeit (19,5 Stunden). Die Vergütung erfolgt nach EG 11 TVöD. Bewerbungen sind bis zum 15.02.2026  möglich. Weitere Informationen zu Stelle finden Sie auf der Website der Stadt Neustadt am Rübenberge.

Förderhinweis Vernetzungsstelle.de