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Das Portal aus Niedersachsen für Gleichberechtigung, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte

Deutscher Frauenrat | Reformen: Für Frauen steht jetzt alles auf dem Spiel

Die Bundesregierung will mit umfassenden Reformen aus der Krise kommen. Der Deutsche Frauenrat warnt davor, bei den Vorhaben auf Kosten von Frauen zu sparen. Im Zusammenwirken drohen Reformpläne und Haushaltskürzungen für Frauen einen gleichstellungspolitischen Erdrutsch auszulösen.

Dazu sagt die Vorsitzende des Deutschen Frauenrats, Dr. Beate von Miquel:

„Mit jedem Reform- und Sparvorschlag geraten hart erkämpfte gleichstellungspolitische Fortschritte weiter unter Druck. Denn was geschlechtsneutral als dringend gebotene Kürzung verkauft wird, wirkt sich vor allem negativ auf Frauen aus. Wenn Pflegegrade nicht mehr erteilt werden, der Unterhaltsvorschuss gekürzt wird oder die sich Pflege von Angehörigen nicht mehr in der Altersversorgung niederschlägt, spart der Staat auf ihre Kosten. Wo der Sozialstaat Lücken lässt, springen Frauen ein. Das ist Teil des Kalküls.

Als größte frauenpolitische Interessenvertretung werden wir das nicht hinnehmen. Frauen sind keine Lückenbüßer bei stockendem Kitaausbau und keine stille Reserve der Pflegekassen.

Wir brauchen Reformen, wir brauchen Wachstum und dafür mehr Investitionen in Gleichstellung. Die Bundesregierung muss die Reformen nutzen, um strukturelle Hürden für Frauen am Arbeitsmarkt, ihre schwächere wirtschaftliche Position sowie ihre überproportionale Verantwortung für unbezahlte Sorgearbeit endlich anzugehen. Gleichstellung muss gestärkt werden – statt sie im Spardruck zur Privatsache zu erklären. Das gefährdet nicht nur die Wirtschaft, sondern auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Gleichstellung ist kein „Nice-to-have“, sondern eine der zentralen Antworten, um aus der Krise zu kommen.“

Pressemitteilung des Deutschen Frauenrates vom 2.7.2026

Fachtag

Der interaktive Fachtag am 26.08.2026 beleuchtet, wie Klassismus und geschlechtsspezifische Machtverhältnisse den Zugang zu Familienplanung, Gesundheitsversorgung, Selbstbestimmung und gesellschaftlicher Teilhabe beeinflussen. Im Mittelpunkt stehen gesundheitliche, beratungsbezogene und intersektionale Perspektiven sowie die Reflexion eigener Haltungen. Ein Impulsvortrag von Brigitte Theißl und praxisorientierte Workshops bieten Raum für fachlichen Austausch und neue Impulse. Ihre Anmeldung können Sie HIER vornehmen.

Anita Augspurg Preis

Die Landeshauptstadt München vergibt den Anita Augspurg Preis seit dem Jahr 1994. In Umsetzung des grundgesetzlichen Gleichheitsgebots werden damit Leistungen ausgezeichnet, die zu mehr Gleichberechtigung von Mädchen* und Frauen* beitragen. Letztes Jahr feierte der Anita Augspurg Preis 30-jähriges Jubiläum. Die Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert und wird jeweils im März im Rahmen eines festlichen Empfangs des Oberbürgermeisters im Alten Rathaus vergeben. Die Bewerbungsfrist endet am 10. Juli 2026. Hier finden Sie weitere Informationen. https://stadt.muenchen.de/infos/anitaaugspurgpreis.html 

GFMK

Frauenarmut ganzheitlich begegnen – Teilhabe stärken
Am 18. und 19. Juni tagten die Gleichstellungsministerinnen, -minister und -senatorinnen der Länder in Dresden, da Sachsen in diesem Jahr den Vorsitz hatte. Im Mittelpunkt der Beratungen stand das Leitthema: gleichwertige Teilhabe durch Ressourcengerechtigkeit und die Bekämpfung der Armut von Frauen. Die Beschlüsse der GFMK finden Sie in Kürze unter www.gleichstellungsministerkonferenz.de/dokumente-beschluesse.html. Im Jahr 2027 wird Schleswig-Holstein den Vorsitz der 37. GFMK übernehmen.

Aktueller Kalendermonat: Juli 2026

Der Juliane Bartel Medienpreis wird seit 2001 in Niedersachsen vergeben und zeichnet Beiträge aus, die ein faires und gleichberechtigtes Frauenbild fördern. 2026 feiert er sein 25-jähriges Jubiläum und gilt heute als wichtiges Signal gegen Klischees und für vielfältige Rollenbilder in den Medien. weiterlesen>>>

Termine

Alle Termine >>>
26.08.2026 | Fachtag "(K)eine Frage der Klasse - Klassismus und reproduktive Gerechtigkeit"
02.09.2026 | Fortbildung "Den Verfassungsauftrag umsetzen" - für Verwaltungskräfte/Büromitarbeitende von Gleichstellungsbeauftragten (bundesweit)
07.09.2026 | Fortbildung "Stärke: Gleichstellung - Gleichstellung stärken" Teil 1
28.09.2026 | Fortbildung "Eingruppierungsrecht für kommunale Gleichstellungsbeauftragte nach dem TVöD"
03.12.2026 | Fortbildung "Strategisches Netzwerken"

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Stellenausschreibungen

Hier finden Sie aktuelle Stellenausschreibungen aus den Themenfeldern Gleichstellung und Frauenpolitik:

Das Ministerium für Soziales, Jugend, Familie, Senioren, Integration und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Mitarbeiterin/einen Mitarbeiter in der Stabstelle Gleichstellung und Antidiskriminierung. Die Vollzeitstelle ist auf 53 Monate befristet und wird nach A9g-A13 SHBesO bzwE 12 TV-L vergütet. Bewerbungen sind bis zum 17.07.2026 möglich. Weitere Informationen zu Stelle finden Sie auf der Website des  Ministeriums Soziales, Jugend, Familie, Senioren, Integration und Gleichstellung.

Förderhinweis Vernetzungsstelle.de