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Das Portal aus Niedersachsen für Gleichberechtigung, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte

Hamburger Gleichstellungsmonitor veröffentlicht

Wie steht es um die Gleichstellung von Frauen und Männern in Hamburg? Wo zeigen sich Fortschritte, wo besteht Handlungsbedarf? Auf diese Fragen soll der Gleichstellungsmonitor der Stadt Hamburg konkrete Antworten liefern. Nun ist die fünfte Auflage (vierte Fortschreibung) erschienen. 

Anhand von mittlerweile 78 zentralen Indikatoren beleuchtet der Gleichstellungsmonitor Bereiche wie politische Teilhabe, Bildung und wissenschaftliche Qualifizierung, Arbeit, Einkommen und Vermögen, Sorgearbeit, Mobilität sowie ganz neu: Gesundheit. Viele der Indikatoren liegen nun über einen Zeitraum von zehn Jahren vor, sodass zunehmend zeitliche Trends ablesbar sind.

Ein Blick auf die Daten zeigt: Wichtige Fortschritte wurden erzielt. Bei der Bürgerschaftswahl 2025 haben sich erstmals mehr Frauen als Männer beteiligt. Der Frauenanteil bei den Mandaten lag nach der Wahl bei einem bisherigen Höchststand von 49 Prozent. Und im Senat sind zum ersten Mal in der Geschichte mehr Frauen als Männer vertreten. Auch in Wissenschaft und Bildung gibt es deutliche Fortschritte: Der Frauenanteil der Hamburger Studierenden ist von 49 (WS 2015/2016) auf 54 Prozent (WS 2024/2025) gestiegen, bei Promovierenden (Anstieg auf 49 Prozent) und Professuren (Anstieg auf 34 Prozent) geht es ebenfalls voran. Doch der Monitor macht ebenso deutlich: Auch in Hamburg ist die Realität vieler Frauen noch immer von Ungleichheit geprägt. Für das gleiche Jahreseinkommen arbeiten sie im Durchschnitt neun Wochen länger als Männer. Frauen tragen weiterhin den Großteil der Sorgearbeit, arbeiten deutlich häufiger in Teilzeit, sind stärker von Altersarmut betroffen und in Führungspositionen nach wie vor unterrepräsentiert. Im Bereich Gesundheit zeigen die erstmals im Gleichstellungsmonitor abgebildeten, geschlechterdifferenziert ausgewerteten Daten, dass Frauen im Vergleich zu Männern seltener rauchen oder Alkohol und Drogen konsumieren. 

Wer Gleichstellung ernst nimmt, muss genau hinsehen – und Mehrfachdiskriminierung mitdenken. Mehr als ein Viertel der Frauen ohne Migrationshintergrund verfügt über kein oder maximal 1.000 Euro monatliches Nettoeinkommen, bei Frauen mit Migrationsgeschichte sind es mehr als die Hälfte. Wirksam handeln können wir nur, wenn wir diese Vielfalt sichtbar machen und erfassen. Deshalb wird das Gender Monitoring konsequent weiterentwickelt: intersektional, differenziert und nah an den realen Lebensbedingungen. 

Der Hamburger Gleichstellungsmonitor wird vom Referat Frauen und Gleichstellung, Amt für Gleichstellung und gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung (BWFG) in Zusammenarbeit mit dem Statistikamt Nord erstellt. Datenlücken der amtlichen Statistik werden dabei mit Daten aus weiteren Quellen geschlossen, u. a. mit Daten der Hamburger Fachbehörden und – erstmalig – des Universitätsklinikums Eppendorf (UKE).

Die vierte Fortschreibung des Hamburger Gleichstellungsmonitors ist hier abrufbar: www.hamburg.de/politik-und-verwaltung/behoerden/bwfg/unsere-themen/gleichstellung/gleichstellungsmonitor 

Quelle: Pressemitteilung der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung vom 23.6.2026.

Fachtag

Der interaktive Fachtag am 26.08.2026 beleuchtet, wie Klassismus und geschlechtsspezifische Machtverhältnisse den Zugang zu Familienplanung, Gesundheitsversorgung, Selbstbestimmung und gesellschaftlicher Teilhabe beeinflussen. Im Mittelpunkt stehen gesundheitliche, beratungsbezogene und intersektionale Perspektiven sowie die Reflexion eigener Haltungen. Ein Impulsvortrag von Brigitte Theißl und praxisorientierte Workshops bieten Raum für fachlichen Austausch und neue Impulse. Ihre Anmeldung können Sie HIER vornehmen.

Anita Augspurg Preis

Die Landeshauptstadt München vergibt den Anita Augspurg Preis seit dem Jahr 1994. In Umsetzung des grundgesetzlichen Gleichheitsgebots werden damit Leistungen ausgezeichnet, die zu mehr Gleichberechtigung von Mädchen* und Frauen* beitragen. Letztes Jahr feierte der Anita Augspurg Preis 30-jähriges Jubiläum. Die Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert und wird jeweils im März im Rahmen eines festlichen Empfangs des Oberbürgermeisters im Alten Rathaus vergeben. Die Bewerbungsfrist endet am 10. Juli 2026. Hier finden Sie weitere Informationen. https://stadt.muenchen.de/infos/anitaaugspurgpreis.html 

GFMK

Frauenarmut ganzheitlich begegnen – Teilhabe stärken
Am 18. und 19. Juni tagten die Gleichstellungsministerinnen, -minister und -senatorinnen der Länder in Dresden, da Sachsen in diesem Jahr den Vorsitz hatte. Im Mittelpunkt der Beratungen stand das Leitthema: gleichwertige Teilhabe durch Ressourcengerechtigkeit und die Bekämpfung der Armut von Frauen. Die Beschlüsse der GFMK finden Sie in Kürze unter www.gleichstellungsministerkonferenz.de/dokumente-beschluesse.html. Im Jahr 2027 wird Schleswig-Holstein den Vorsitz der 37. GFMK übernehmen.

Aktueller Kalendermonat: Juli 2026

Der Juliane Bartel Medienpreis wird seit 2001 in Niedersachsen vergeben und zeichnet Beiträge aus, die ein faires und gleichberechtigtes Frauenbild fördern. 2026 feiert er sein 25-jähriges Jubiläum und gilt heute als wichtiges Signal gegen Klischees und für vielfältige Rollenbilder in den Medien. weiterlesen>>>

Termine

Alle Termine >>>
26.08.2026 | Fachtag "(K)eine Frage der Klasse - Klassismus und reproduktive Gerechtigkeit"
02.09.2026 | Fortbildung "Den Verfassungsauftrag umsetzen" - für Verwaltungskräfte/Büromitarbeitende von Gleichstellungsbeauftragten (bundesweit)
07.09.2026 | Fortbildung "Stärke: Gleichstellung - Gleichstellung stärken" Teil 1
28.09.2026 | Fortbildung "Eingruppierungsrecht für kommunale Gleichstellungsbeauftragte nach dem TVöD"
03.12.2026 | Fortbildung "Strategisches Netzwerken"

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Stellenausschreibungen

Hier finden Sie aktuelle Stellenausschreibungen aus den Themenfeldern Gleichstellung und Frauenpolitik:

Das Ministerium für Soziales, Jugend, Familie, Senioren, Integration und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Mitarbeiterin/einen Mitarbeiter in der Stabstelle Gleichstellung und Antidiskriminierung. Die Vollzeitstelle ist auf 53 Monate befristet und wird nach A9g-A13 SHBesO bzwE 12 TV-L vergütet. Bewerbungen sind bis zum 17.07.2026 möglich. Weitere Informationen zu Stelle finden Sie auf der Website des  Ministeriums Soziales, Jugend, Familie, Senioren, Integration und Gleichstellung.

Förderhinweis Vernetzungsstelle.de