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Das Portal aus Niedersachsen für Gleichberechtigung, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte

Kundgebung der Hebammen bei Gesundheitsministerkonferenz

Am 10.06. kamen in Hannover die Gesundheitsminister:innen zur Gesundheitsministerkonferenz (GMK) zusammen. Zu diesem Anlass protestierten Hebammenlandesverbände und der Deutsche Hebammenverband (DHV) gegen das geplante Beitragssatzstabilisierungsgesetz und für bessere Arbeitsbedingungen.

Alle 16 Landesverbände sowie der Bundesverband sind vor Ort direkt mit verschiedenen Landesminister:innen ins Gespräch gekommen und haben ihre Forderungen sichtbar gemacht.

Dazu sagt Hilke Schauland, Erste Landesvorsitzende des Hebammenlandesverbandes im gastgebenden Bundesland Niedersachsen: “Wir fordern den Erhalt der vollständigen Refinanzierung von Personalkosten bis zur Tarifgrenze – einschließlich Leitungsfunktionen, Hebammenkreißsälen und Praxisanleitung. Wir nehmen den Bundesrat beim Wort, dass sich die Länder hierfür einsetzen werden. Das Einfrieren des Pflegebudgets ab 2027 gefährdet die Hebammenversorgung in Kreißsälen massiv. Statt der notwendigen Eins-zu-einsBetreuung drohen wieder Betreuungsrelationen von einer Hebamme auf bis zu fünf Gebärende. Die Folgen sind mehr Interventionen, höhere Folgekosten, eine stärkere psychische Belastung der Frauen sowie eine zunehmende Abwanderung von Fachkräften.”

Ursula Jahn-Zöhrens, Beirätin für den Freiberuflichenbereich im DHV-Präsidium, ergänzt: “Wir begrüßen, dass der Bundesrat sich gegen eine Deckelung des Pflegebudgets ausgesprochen und zu einer Refinanzierung der Tariflöhne bekannt hat. Aber das allein reicht nicht aus. Die Sicherung von Personal und qualitativer Versorgung muss auch im ambulanten Bereich umgesetzt werden. Die dauerhafte Begrenzung der Vergütungssteigerungen muss ersatzlos gestrichen werden. Nicht nur ist das eine ungerechte und dauerhafte Schlechterstellung aller freiberuflich tätigen Menschen in den Gesundheitsberufen. Hebammen werden doppelt gestraft, da sie gerade erst den mangelhaften Hebammenhilfevertrag hinnehmen mussten. Wenn jetzt nicht nachgebessert wird, droht der Berufszweig wegzubrechen, obwohl die Studierendenzahlen in den letzten Jahren deutlich gestiegen sind. Hebammen brauchen eine funktionierende Selbstverwaltungsstruktur, eine angemessene Entlohnung und gute Arbeitsbedingungen.”

Mehr Informationen zum Thema auf der Website des Nds. Hebammenverbandes, https://hebammen-niedersachsen.de 

Der Unterhaltsvorschuss - Eine Hilfe für Alleinerziehende

Der Unterhaltsvorschuss ist eine wichtige finanzielle Hilfe für Alleinerziehende: Bleiben die Unterhaltszahlungen des zweiten Elternteils unter dem festgesetzten Regelbedarf, springt der Staat ein. Wer hat Anspruch, wo und wie wird der Anspruch geltend gemacht, wer muss den Vorschuss zurückzahlen? Das Bundesfamilienministerium informiert über die Regelungen zum Unterhaltsvorschuss unter familienportal.de/familienportal/familienleistungen/unterhaltsvorschuss

Das Bundesfamilienministerium plant derzeit Änderungen beim Unterhaltsvorschuss, da die Höhe der Leistungen enorm angestiegen sei. Die Nicht-Leistung von Unterhalt gehört auch zum Themenfeld Häusliche Gewalt, nämlich der ökonomischen Gewalt. Hier finden Sie Informationen zum Thema ökonomische Gewalt.

Gewalthilfegesetz: Informationen für Träger in Niedersachsen

Das "Gesetz zur Sicherung des Zugangs zu Schutz und Beratung bei geschlechtsspezifischer und häuslicher Gewalt" (Gewalthilfegesetz) bildet eine eigenständige fachgesetzliche Grundlage für ein verlässliches und bedarfsgerechtes Hilfesystem bei häuslicher und geschlechtsspezifischer Gewalt gegen Frauen. Herzstück des Gesetzes ist ein Rechtsanspruch auf Schutz und Beratung bei geschlechtsspezifischer und häuslicher Gewalt für Frauen und ihre Kinder. Dieser tritt am 1. Januar 2032 in Kraft. 

Das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung informiert Trägereinrichtungen in Niedersachsen mit FAQs über die Umsetzung des Gewalthilfegesetzes. Hier geht es zu den FAQ auf der Website Gewaltschutz Niedersachsen. Stand 13.7.2026

Fachtag

Der interaktive Fachtag am 26.08.2026 beleuchtet, wie Klassismus und geschlechtsspezifische Machtverhältnisse den Zugang zu Familienplanung, Gesundheitsversorgung, Selbstbestimmung und gesellschaftlicher Teilhabe beeinflussen. Im Mittelpunkt stehen gesundheitliche, beratungsbezogene und intersektionale Perspektiven sowie die Reflexion eigener Haltungen. Ein Impulsvortrag von Brigitte Theißl und praxisorientierte Workshops bieten Raum für fachlichen Austausch und neue Impulse. Ihre Anmeldung können Sie HIER vornehmen.

GFMK

Frauenarmut ganzheitlich begegnen – Teilhabe stärken
Am 18. und 19. Juni tagten die Gleichstellungsministerinnen, -minister und -senatorinnen der Länder in Dresden, da Sachsen in diesem Jahr den Vorsitz hatte. Im Mittelpunkt der Beratungen stand das Leitthema: gleichwertige Teilhabe durch Ressourcengerechtigkeit und die Bekämpfung der Armut von Frauen. Die Beschlüsse der GFMK finden Sie in Kürze unter www.gleichstellungsministerkonferenz.de/dokumente-beschluesse.html. Im Jahr 2027 wird Schleswig-Holstein den Vorsitz der 37. GFMK übernehmen.

Aktueller Kalendermonat: Juli 2026

Der Juliane Bartel Medienpreis wird seit 2001 in Niedersachsen vergeben und zeichnet Beiträge aus, die ein faires und gleichberechtigtes Frauenbild fördern. 2026 feiert er sein 25-jähriges Jubiläum und gilt heute als wichtiges Signal gegen Klischees und für vielfältige Rollenbilder in den Medien. weiterlesen>>>

Termine

Alle Termine >>>
26.08.2026 | Fachtag "(K)eine Frage der Klasse - Klassismus und reproduktive Gerechtigkeit"
02.09.2026 | Fortbildung "Den Verfassungsauftrag umsetzen" - für Verwaltungskräfte/Büromitarbeitende von Gleichstellungsbeauftragten (bundesweit)
07.09.2026 | Fortbildung "Grundlagen. Haltung. Wirkung." Teil 1
28.09.2026 | Fortbildung "Eingruppierungsrecht für kommunale Gleichstellungsbeauftragte nach dem TVöD"
03.12.2026 | Fortbildung "Strategisches Netzwerken"

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Stellenausschreibungen

Hier finden Sie aktuelle Stellenausschreibungen aus den Themenfeldern Gleichstellung und Frauenpolitik:

Die Universität sucht zum 01.10.2026 ein:e Mitarbeiter:in der Gleichstellungsbeauftragten (m/w/d). Die Stelle mit einem Umfang von 16 Stunden ist befristet bis zum 31.05.2029. Die Eingruppierung erfolgt in EG 13 TV-L. Bewerbungen sind bis zum  12.08.2026 möglich. Weitere Informationen zur Stellen finden Sie auf der Website des Karriereportals Mecklenburg-Vorpommern.

Die Stadt Syke sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Gleichstellungsbeauftragte mit 20,0 Std./Woche. Die Stelle ist für zwei Jahre befristet. Die Vergütung erfolgt nach TVöD EG 10. Bewerbungen sind bis zum 16.08.2026 möglich. Weitere Informationen entnehmen sie der Website der Stadt Syke.

Förderhinweis Vernetzungsstelle.de