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Das Portal aus Niedersachsen für Gleichberechtigung, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte

Rheinland-Pfalz: Neues Interessenbekundungsverfahren für zwei weitere „Second Stage“-Standorte an Frauenhäusern

Das Frauenministerium hat ein neues Interessenbekundungsverfahren für das Modellprojekt „Second Stage“ gestartet, um das Projekt, das Frauen nach einem Aufenthalt im Frauenhaus begleitet, weiter auszubauen.

„Insgesamt können wir ab diesem Jahr zwei weitere Standorte fördern. Das ist ein wichtiger Schritt, um die Frauenhäuser weiter zu entlasten. Durch den Umzug von weitgehend stabilisierten Frauenhausbewohnerinnen in einen ‚Second-Stage‘-Standort stehen Plätze im Frauenhaus schneller wieder zur Verfügung, sodass mehr Frauen in akuten Krisensituationen rascher Schutz finden können. Alle Träger der Frauenhäuser in Rheinland-Pfalz sind antragsberechtigt. Die Förderung beträgt bis zu 60.000 Euro pro Haushaltsjahr und Standort“, erklärt Frauenministerin Katharina Binz.

Die Fördermittel für „Second Stage“-Standorte können als Zuschuss zu Personal- und Sachkosten eingesetzt werden. Die Interessenbekundung ist bis zum 10.04.2026 beim Ministerium für Familie, Frauen, Kultur und Integration per E-Mail an Stephanie.Jost@mffki.rlp.de einzureichen.

Der Auszug aus dem geschützten Frauenhaus stellt für von Gewalt betroffene Frauen häufig einen besonders herausfordernden Schritt dar. Angespannter Wohnraum und fehlende berufliche Perspektiven erschweren den Übergang in ein eigenständiges Leben und bergen das Risiko einer Rückkehr in gewaltgeprägte Beziehungen – und damit unter Umständen eines erneuten Frauenhausaufenthalts. Hier setzt das Modellprojekt „Second Stage“ an. Ziel ist die aktive und bedarfsgerechte Begleitung der Frauen und ihrer Kinder im Anschluss an den Aufenthalt im Frauenhaus. Damit sollen die Betroffenen nachhaltig stabilisiert und in die Lage versetzt werden, den Kreislauf der Gewalt dauerhaft zu durchbrechen. Das Angebot richtet sich an weitgehend stabilisierte Frauenhausbewohnerinnen, die keinen akuten Schutzbedarf und keine Krisenintervention mehr benötigen. Das Modellprojekt wurde 2022 gestartet und ist inzwischen an neun Frauenhäusern erfolgreich etabliert. Aktuell profitieren 19 Frauen mit ihren Kindern von dem ergänzenden Unterstützungsangebot. Perspektivisch soll dieses Angebot an allen Frauenhäusern etabliert werden. 

Quelle: Pressemitteilung des Ministeriums für Familie, Frauen, Kultur und Integration des Landes Rheinland-Pfalz vom 26.2.2026

Gleich “behandelt”? Noch lange nicht!

Anlässlich des Internationalen Frauentags 2026 lädt das Göttinger Programmkino Méliès in Kooperation mit dem Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung am 6. März 2026 zu einer besonderen Film- und Diskussionsveranstaltung ein. Im Mittelpunkt steht das Thema „Medical Gaslighting“. Die Veranstaltung verbindet Kurzfilme mit einer anschließenden Podiumsdiskussion und bietet Raum für Austausch mit dem Publikum. Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.

Website gewaltschutz-niedersachsen.de

Die Website gewaltschutz-niedersachsen.de ist eine Weiterentwicklung der Website frauenhauser-niedersachsen.de und wird vom Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung gefördert. Alle vom Land Niedersachsen geförderten Frauenhäuser aktualisieren in einem internen Bereich der Website täglich die Anzahl der verfügbaren Plätze in ihren Einrichtungen, so dass schutzsuchenden Frauen zeitnah ein freier Platz in einem Frauenhaus angeboten werden kann. Das Portal Gewaltschutz Niedersachsen bietet außerdem allgemein zugängliche Informationen zum Thema Gewaltschutz mit Schwerpunkt auf niedersächsischen Projekten und Angeboten. Kernstück der Website ist eine umfangreiche Liste mit Kontaktadressen von Frauenhäusern, BISS und Fachberatungsstellen. Ein Terminkalender weist auf Fortbildungen und andere empfehlenswerte Veranstaltungen zum Thema Gewaltschutz hin. Die Startseite hält Nutzer:innen mit aktuellen Meldungen auf dem Laufenden.
www.gewaltschutz-niedersachsen.de

Die UN-Frauenrechtskonvention. Wissen – Verstehen – Umsetzen

Unsere neue Broschüre „Die UN-Frauenrechtskonvention. Wissen – Verstehen – Umsetzen“ erläutert die Grundlagen, Ziele und rechtlichen Verpflichtungen von CEDAW. Sie arbeitet ihre zentralen Inhalte sowie ihre Bedeutung für die Gleichstellungsarbeit heraus. Sie macht CEDAW sichtbar und zeigt, welche Bedeutung die Konvention für Staat, Kommunen und Gesellschaft hat und welches rechtliche und gesellschaftliche Potenzial in ihrer konsequenten Umsetzung liegt. weiterlesen>>>

Aktueller Kalendermonat: Februar 2026

Die ARD wollte den Journalisten Thilo Mischke als Moderator der Kultursendung „Titel Thesen Temperamente“ vor die Kamera bringen. Eine erfolgreiche Protestwelle von Journalistinnen verhinderte das. Kernpunkt der Kritik: Der sexistische Ton früherer Veröffentlichungen. Die Medienfrauen fordern eine Diskussion über patriarchale Machtstrukturen im Medienbetrieb.
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Termine

Alle Termine >>>
13.04.2026 | Fortbildung "Keine sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz"
29.04.2026 | Fortbildung "Genderkompetenz"
15.06.2026 | Fortbildung "Gleichstellung erfolgreich kommunizieren"
07.09.2026 | Fortbildung "Stärke: Gleichstellung - Gleichstellung stärken" Teil 1
28.09.2026 | Fortbildung "Eingruppierungsrecht für kommunale Gleichstellungsbeauftragte nach dem TVöD"
03.12.2026 | Fortbildung "Strategisches Netzwerken"

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Stellenausschreibungen

Hier finden Sie aktuelle Stellenausschreibungen aus den Themenfeldern Gleichstellung und Frauenpolitik:

Die Stadt Wilhelmshaven sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Gleichstellungsbeauftragte unbefristet in Vollzeit. Die Vergütung erfolgt nach EG 11 TVöD. Bewerbungen sind bis zum 07.03.2026  möglich. Weitere Informationen zu Stelle finden Sie auf der Website der Stadt Wilhelmshaven.

Förderhinweis Vernetzungsstelle.de