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Das Portal aus Niedersachsen für Gleichberechtigung, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte

Gewaltschutz stärken: Schutzlücken konsequent schließen

Der Deutsche Juristinnenbund e.V. (djb) begrüßt in seiner aktuellen Stellungnahme den Referentenentwurf zur Verbesserung des Schutzes bei häuslicher Gewalt. Die Änderungen seien wichtig, müssten jedoch zwingend durch Reformen im Kindschafts- und Familienverfahrensrecht ergänzt werden. "Wirksamer Gewaltschutz muss alle Betroffenen erreichen, auch Kinder und pflegebedürftige Menschen. Dafür braucht es ein umfassendes Schutzkonzept", erklärt djb-Präsidentin Prof. Dr. Susanne Baer.

Der djb begrüßt, dass Schutzmaßnahmen künftig auf abhängige Personen erstreckt werden sollen. Eine Schutzlücke bleibe jedoch für gemeinsame minderjährige Kinder. Für Menschen, die von einer Pflege- oder Assistenzperson abhängig sind, muss im Fall von Gewalt eine Notversorgung gewährleistet werden. Zu begrüßen sei, dass Gewaltbetroffene leichter aus gemeinsamen Mietverträgen entlassen werden können; allerdings seien die hier formulierten Ausnahmen zu weit gefasst. "Die Entlassung aus dem Mietverhältnis muss die Verbindung zu der Person, die Gewalt ausübt, wirksam beenden. Nachträgliche Forderungen dürfen
nicht dazu dienen, die Kontrolle fortzusetzen", betont Prof. Dr. Anna Lena Göttsche, Vorsitzende der djb-Kommission Familien-, Erb- und Zivilrecht. Die verbleibenden Schutzlücken, die weiterhin auch Betroffene von digitalen Gewaltformen erfassen, müssten geschlossen und die Reformen im Kindschafts- und Familienverfahrensrecht zügig verabschiedet werden.

Quelle: Pressemitteilung des Juristinnenbundes vom 30.10.2026

Informationen zum Niedersächsischen Gleichberechtigungsgesetz (NGG)

Aktuelle Informationen zur Novelle des NGG haben wir hier zusammengestellt. Nach langer Beratungszeit hat der zuständige Sozialausschuss das Gesetz mit Mehrheit zur Beschlussfassung empfohlen. Das Gesetz soll im November Plenum des Landtages (17.-19.11.2026) beschlossen werden!

Wusstest du schon…? - Niedersachsen startet Infokampagne für werdende Eltern

Zeitgleich mit der Weltstillwoche startet das Niedersächsische Sozialministerium mit der vom Runden Tisch Geburtshilfe entworfenen Kampagne "Wusstest du schon…?". Ziel ist es, werdende Eltern und ihr direktes Umfeld möglichst niedrigschwellig auf hilfreiche Angebote rund um die Themen Schwangerschaft, Geburt und frühe Elternschaft aufmerksam zu machen. Als Auftaktthema wurde, passend zur Weltstillwoche, das Thema "Stillen" ausgewählt. Neben Inhalten für Social Media wurden Aushänge für Hebammen- und Arztpraxen sowie für andere Einrichtungen erstellt. Über einen QR-Code führen diese direkt zu weiterführenden Informationen und Anlaufstellen auf der Website des MS: www.ms.niedersachsen.de/wusstestduschon.

DGB Frauen zum Bundeshaushalt 2027

Viele Frauen werden die Sparpolitik der Bundesregierung unmittelbar zu spüren bekommen, denn mit dem Bundeshaushalt 2027 sollen etablierte familienpolitische Leistungen gekürzt werden. Und der Bundeshaushalt enttäuscht auch alle, die sich wichtige Weichenstellungen für die Gleichstellung in Deutschland erhofft hatten. Weitere Informationen auf der Website des DGB.

Sparpolitik auf dem Rücken von Frauen: Für Frauen geht es jetzt um alles!

Kürzungen beim Elterngeld, Einschnitte bei den Rentenansprüchen pflegender Angehöriger oder weniger Unterstützung von Alleinerziehenden: Die Bundesregierung treibt im Rahmen ihrer Reformpolitik Sparvorhaben voran, die Frauen besonders hart treffen. Denn nur weil der Staat Leistungen kürzt, verschwindet der Bedarf nicht. Vielmehr werden Kosten, soziale Risiken und zusätzliche Sorgearbeit in die Familien verlagert und dort vor allem von Frauen aufgefangen. Das gefährdet die wirtschaftliche Eigenständigkeit von Frauen und wirft die Gleichstellung zurück.

Die Mitmach-Kampagne „Sparpolitik – Nicht auf unserem Rücken!“, geht gegen diese Pläne vor. Ziel ist es, die Bundestagsabgeordneten von CDU/ CSU und SPD direkt in ihren Wahlkreisen anzusprechen. Es soll ihnen deutlich gemacht werden, was die geplanten Kürzungen für Frauen konkret bedeuten und sie abzuwenden.

Material und Informationen auf der Website des Deutschen Frauenrates.

Kalenderblatt November 2026

Soziale Medien sind Segen und Fluch zugleich: Sie bieten jungen Frauen Gemeinschaft und Empowerment, befeuern aber auch Schönheitsdruck, soziale Vergleiche und psychische Belastungen. Studien zeigen, dass besonders Mädchen in einen “Perfect Storm” aus Plattformmechanismen, jugendlichen Entwicklungsphasen und Geschlechternormen geraten können. weiterlesen>>>

Termine

Alle Termine >>>
04.11.2026 | Fortbildung "Moment mal! - Wie Gleichstellungsbeauftragte ihre beraterische Kompetenz weiterentwickeln können"
01.12.2026 | Monatliches Meeting für kommunale Gleichstellungsbeauftragte in Niedersachsen
02.12.2026 | Fortbildung "Stellenbeschreibung, Stellenbewertung und Eingruppierung - Grundlagen für die Gleichstellungsbeauftragte"
03.12.2026 | Fortbildung "Strategisches Netzwerken"
01.02.2027 | Monatliches Meeting für niedersächsische kommunale Gleichstellungsbeauftragte
09.02.2027 | Fortbildung "Grundqualifikation für niedersächsische kommunale Gleichstellungsbeauftragte in zwei Teilen"

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Hier finden Sie aktuelle Stellenausschreibungen aus den Themenfeldern Gleichstellung und Frauenpolitik:

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